Canadian Physics Counts: An exploration of the diverse identities of physics students and professionals in Canada

Die Studie „Canadian Physics Counts" liefert erstmals eine nationale Erhebung zur Diversität in der kanadischen Physikgemeinschaft, die massive Unterrepräsentation von Schwarzen und indigenen Wissenschaftlern, eine geringe Gewährung von Barrierefreiheitsmaßnahmen sowie einen demografischen Wandel hin zu mehr Vielfalt unter Studierenden im Vergleich zu Berufstätigen aufzeigt und konkrete Handlungsempfehlungen für eine inklusivere Community formuliert.

Eden J. Hennessey, Anastasia Smolina, Skye Hennessey, Adrianna Tassone, Alex Jay, Shohini Ghose, Kevin Hewitt

Veröffentlicht Mon, 09 Ma
📖 5 Min. Lesezeit🧠 Tiefgang

Each language version is independently generated for its own context, not a direct translation.

„Kanadische Physik-Zählung": Ein Bericht über die Gesichter hinter der Wissenschaft

Stellen Sie sich die Physik in Kanada wie einen riesigen, sehr alten und manchmal etwas steifen Club vor. In diesem Club geht es um Sterne, Quantenmechanik und die Geheimnisse des Universums. Lange Zeit war dieser Club jedoch sehr einseitig besetzt: Die meisten Mitglieder sahen sich ähnlich, kamen aus ähnlichen Verhältnissen und hatten ähnliche Hintergründe.

Ein Team von Forschern aus Kanada hat sich nun vorgenommen, diesen Club genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie haben eine große Umfrage durchgeführt, die sie „Canadian Physics Counts" (Kanadische Physik-Zählung) nennen. Man kann sich das wie einen großen, offenen Briefing-Call vorstellen, bei dem jeder, der mit Physik zu tun hat – vom Studenten bis zum Professor, vom Labortechniker bis zum Regierungsangestellten – eingeladen war, sich zu melden und zu sagen: „Hier bin ich, und so sehe ich aus."

Hier ist, was sie herausgefunden haben, einfach erklärt:

1. Das Bild auf dem Teller (Die Grundzahlen)

Bisher wusste man in Kanada nur sehr wenig darüber, wer genau in der Physik arbeitet. Man wusste grob, dass es Männer und Frauen gibt, aber Details wie sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft oder Behinderung waren wie ein verschwommenes Foto.

Die neue Umfrage hat über 2.500 Menschen erreicht. Das Ergebnis? Das Bild ist viel bunter als gedacht, aber es gibt immer noch große Lücken.

  • Die Studenten sind bunter als die Profis: Stellen Sie sich vor, die Studenten sind wie ein frischer, bunter Gemüsesalat. Sie sind sehr vielfältig. Die Profis (die Erwachsenen im Beruf) sehen eher aus wie ein Teller mit nur einer Sorte Nudeln – sehr einheitlich.
  • Der „Leiter" fehlt: Besonders Menschen, die sich als Schwarze oder indigene Völker identifizieren, sind in der Physik extrem selten vertreten. Es ist, als würde man in einem riesigen Wald nach einem bestimmten Baum suchen und ihn kaum finden. In der gesamten kanadischen Bevölkerung sind diese Gruppen viel häufiger, aber in der Physik fast unsichtbar.

2. Die Treppe, die zu schmal wird (Der „Leck"-Effekt)

Das Interessanteste an der Studie ist, was mit den Menschen passiert, wenn sie vom Studium in den Beruf wechseln.

  • Weiße Frauen schaffen den Sprung vom Studententisch zum Chefstuhl relativ gut. Ihre Zahl bleibt stabil.
  • Menschen mit Migrationshintergrund (BIPOC) hingegen fallen auf der Treppe nach oben ab. Wenn man von den Studenten zu den Professoren schaut, halbiert sich ihre Zahl fast. Es ist, als würde eine Treppe gebaut, bei der die oberen Stufen für bestimmte Gruppen einfach zu hoch oder zu rutschig sind. Sie kommen nicht an.

3. Das Puzzle der Identitäten (Intersektionalität)

Die Forscher haben nicht nur nach „Männern" oder „Frauen" gefragt, sondern wie diese Identitäten sich überschneiden.

  • Das „Doppelte-Problem": Eine schwarze Frau in der Physik hat oft mit zwei Arten von Barrieren zu kämpfen: Rassismus und Sexismus. Das macht den Weg noch steiniger.
  • Die unsichtbaren Gruppen: Die Studie hat zum ersten Mal genaue Zahlen für nicht-binäre oder geschlechtlich diverse Menschen in der kanadischen Physik geliefert. Diese Gruppe ist unter den Studenten überraschend stark vertreten (viel mehr als im Durchschnitt der Bevölkerung), aber sie verschwindet fast, wenn man die Profis betrachtet.
  • Behinderung: Auch hier gibt es eine Diskrepanz. Menschen mit Behinderungen sind in der Physik unterrepräsentiert. Besonders auffällig: Viele geschlechtlich diverse Menschen und Menschen mit Behinderungen fühlen sich nicht sicher oder werden nicht unterstützt. Es ist, als ob die Türen des Labors für sie oft verschlossen bleiben oder zu schwer zu öffnen sind.

4. Die geheime Sprache (Sexuelle Orientierung)

Die Umfrage hat auch nach der sexuellen Orientierung gefragt.

  • Unter den Physik-Studenten gibt es viel mehr Menschen, die sich als „sexuell vielfältig" (z. B. bi, schwul, lesbisch, queer) identifizieren, als im Durchschnitt der kanadischen Bevölkerung.
  • Besonders bisexuelle Frauen sind sehr stark vertreten. Man könnte sagen, die Physik-Studenten sind offener und vielfältiger als die Gesellschaft, aus der sie kommen. Aber auch hier: Wenn sie in den Beruf gehen, scheint diese Vielfalt wieder etwas zu verblassen.

Warum ist das wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Raumschiff für die Zukunft. Wenn Sie nur Ingenieure mit demselben Hintergrund, derselben Denkweise und demselben Aussehen einstellen, werden Sie vielleicht nicht alle Probleme lösen können, die auf Sie zukommen.

Die Physik braucht alle Köpfe, um die Geheimnisse des Universums zu knacken.

  • Das Problem: Wenn wir die Vielfalt in den Schulen haben (die bunten Studenten), aber sie im Beruf verlieren (die eintönigen Profis), dann verlieren wir die besten Talente.
  • Die Lösung: Die Studie zeigt, dass wir nicht nur „Türen öffnen" müssen, sondern auch die Treppen reparieren müssen. Wir müssen sicherstellen, dass sich alle – egal ob schwarz, indigen, Frau, nicht-binär oder mit Behinderung – sicher, willkommen und unterstützt fühlen, damit sie nicht auf halbem Weg aufhören.

Fazit:
Die kanadische Physik ist heute vielfältiger als früher, aber sie ist noch lange nicht so bunt, wie sie sein könnte. Die Studenten sind der Beweis dafür, dass die Zukunft bunt sein kann. Die Aufgabe der heutigen Profis und der Institutionen ist es, sicherzustellen, dass diese bunte Zukunft auch wirklich ankommt und dort bleibt, wo sie gebraucht wird: in den Laboren und Büros. Es geht darum, aus dem „Club" ein echtes Zuhause für alle zu machen.