Time-reversal symmetry breaking superconductivity with electronic glass in nickelate (La, Pr, Sm)3Ni2O7 films

Diese Studie berichtet über die Entdeckung eines neuartigen supraleitenden Zustands in epitaktischen (La, Pr, Sm)₃Ni₂O₇-Dünnschichten, der durch einen elektronischen Glaszustand und das Brechen der Zeitumkehrsymmetrie gekennzeichnet ist, was sich in ungewöhnlicher Magnetowiderstandshysterese, nicht-reziproken Strom-Spannungs-Charakteristika und logarithmisch langsamer Widerstandsrelaxation manifestiert.

Haoran Ji, Zheyuan Xie, Yaqi Chen, Guangdi Zhou, Longxin Pan, Heng Wang, Haoliang Huang, Jun Ge, Yi Liu, Guang-Ming Zhang, Ziqiang Wang, Qi-Kun Xue, Zhuoyu Chen, Jian Wang

Veröffentlicht 2026-03-05
📖 5 Min. Lesezeit🧠 Tiefgang

Each language version is independently generated for its own context, not a direct translation.

Ein unsichtbarer Tanz im Eis: Wie Nickelat-Filme eine neue Art von Supraleitung enthüllen

Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen riesigen, dunklen Ballsaal. Normalerweise tanzen die Gäste (die Elektronen) chaotisch durcheinander. Aber bei sehr niedrigen Temperaturen passiert etwas Magisches: Alle fangen an, sich perfekt synchron zu bewegen, wie ein einziger, riesiger Schwarm. Sie gleiten über den Boden, ohne auch nur einen einzigen Stolpern oder Reibung zu verursachen. Das ist Supraleitung – ein Zustand, in dem elektrischer Strom ohne jeden Widerstand fließt.

In diesem wissenschaftlichen Papier berichten Forscher über eine ganz neue, überraschende Entdeckung in einer speziellen Materialfamilie, den sogenannten Nickelaten (eine Art von oxidischen Kristallen, die wie Schichten aufgebaut sind). Sie haben etwas gefunden, das wie ein „elektronischer Glaszustand" aussieht und die Gesetze der Physik auf eine faszinierende Weise bricht.

Hier ist die Geschichte, einfach erklärt:

1. Der perfekte Tanz, der sich selbst verwirrt

Normalerweise erwartet man, dass ein Supraleiter ein sehr ordentlicher, vorhersehbarer Tänzer ist. Wenn man ihn mit einem Magneten (einem externen Magnetfeld) „stört", reagiert er vorhersehbar.

Aber in diesen dünnen Nickelat-Filmen (die nur so dick sind wie drei Atomlagen!) passiert etwas Seltsames, wenn die Temperatur sehr tief sinkt: Der Tanz wird chaotisch, aber in einer kontrollierten Weise. Die Forscher nennen dies einen elektronischen Glaszustand.

  • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Gruppe von Tänzern, die normalerweise perfekt synchron tanzen. Plötzlich, wenn es sehr kalt wird, fangen sie an, in kleinen Gruppen zu tanzen, die sich gegenseitig blockieren. Sie bewegen sich langsam, fast wie in Honig getaucht. Wenn Sie versuchen, sie in eine Richtung zu drücken (durch ein Magnetfeld), erinnern sie sich daran, wie sie vorher standen, und weichen nicht einfach aus. Sie „vergessen" nicht, wohin sie gegangen sind. Das ist das Glas-Verhalten: Es ist fest, aber nicht kristallin; es ist eingefroren, aber fließend.

2. Der Spiegel, der nicht mehr funktioniert (Zeitumkehr-Symmetrie)

In der Physik gibt es eine Regel namens Zeitumkehr-Symmetrie. Stellen Sie sich vor, Sie filmen einen Tanz und spielen das Video rückwärts ab. Wenn die Physik symmetrisch ist, sieht der Rückwärts-Tanz genauso natürlich aus wie der Vorwärts-Tanz.

Die Forscher haben jedoch entdeckt, dass in diesen Nickelat-Filmen diese Regel gebrochen wird.

  • Die Analogie: Stellen Sie sich einen Spiegel vor, der nicht nur Ihr Bild zeigt, sondern auch Ihre Gedanken. Wenn Sie Ihren Arm heben, hebt das Spiegelbild ihn auch. Aber in diesem neuen Zustand passiert etwas Verrücktes: Wenn Sie den Tanz rückwärts abspielen, sieht er völlig anders aus als vorwärts. Es ist, als ob der Tanz eine „Richtung" hat, die nicht umgekehrt werden kann. Das ist ein Beweis dafür, dass die Elektronen eine innere Magnetisierung entwickeln, obwohl kein äußerer Magnet da ist. Sie brechen die Symmetrie der Zeit.

3. Der Gedächtnis-Effekt: „Ich erinnere mich, wo ich war"

Das Coolste an dieser Entdeckung ist das Gedächtnis.

  • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto durch eine verschneite Landschaft. Wenn Sie nach links lenken und dann geradeaus fahren, bleiben Spuren im Schnee. Wenn Sie jetzt versuchen, genau denselben Weg zurückzufahren, stoßen Sie auf diese Spuren.
  • In den Nickelat-Filmen passiert genau das mit dem elektrischen Widerstand. Wenn die Forscher ein Magnetfeld anwenden und dann wieder ausschalten, „erinnert" sich das Material daran, in welche Richtung das Feld zeigte. Der elektrische Widerstand ist dann anders, je nachdem, ob das Feld vorher nach links oder nach rechts zeigte. Das Material hat eine innere Erinnerung an seine Geschichte. Das ist extrem selten und zeigt, dass der Zustand wirklich „glasig" und eingefroren ist.

4. Der langsame Abkühlungseffekt

Wenn man das Magnetfeld entfernt, dauert es sehr lange, bis sich das Material beruhigt.

  • Die Analogie: Wenn Sie einen Topf mit sehr zähem Sirup umrühren und dann aufhören, bewegt sich der Sirup noch sehr lange weiter, aber immer langsamer. Er braucht Minuten oder sogar Stunden, um ganz still zu werden.
  • In den Experimenten haben die Forscher gesehen, dass der elektrische Widerstand nach dem Entfernen des Magnetfelds über viele Minuten hinweg langsam abnimmt. Das ist ein klassisches Zeichen für Glas-Dynamik. Es ist, als würde das System langsam „einfrieren" und in einem Zustand gefangen bleiben, der weder ganz fest noch ganz flüssig ist.

Warum ist das wichtig?

Bisher haben wir Supraleitung hauptsächlich in Kupfer-Oxiden (Kupraten) studiert. Diese neuen Nickelat-Filme sind wie eine neue Version davon, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Sie haben eine komplexere Struktur mit mehr „Orbitalen" (den Bahnen, in denen sich die Elektronen bewegen).

Die Entdeckung zeigt, dass in diesen Materialien Spin-Glas-Zustände (eine Art magnetisches Chaos) eine Rolle spielen könnten, die helfen, die Supraleitung zu stabilisieren. Es ist, als ob das Chaos der Elektronen (der Glaszustand) eigentlich der Kleber ist, der den perfekten Tanz (die Supraleitung) zusammenhält.

Zusammenfassend:
Die Forscher haben in dünnen Nickelat-Schichten einen neuen Zustand der Materie gefunden. Es ist wie ein Supraleiter, der gleichzeitig ein Glas ist. Er leitet Strom perfekt, aber er hat ein Gedächtnis, bricht die Zeit-Symmetrie und bewegt sich so langsam wie zäher Honig. Diese Entdeckung könnte uns helfen, die Geheimnisse der Hochtemperatur-Supraleitung zu lösen und vielleicht eines Tages Materialien zu bauen, die Strom ohne Verluste über weite Strecken transportieren können – und zwar bei Temperaturen, die wir im Alltag erreichen können.