Cognitive and non-cognitive efficiency gaps between private and public schools in the Latin America region-a hybrid DEA and machine learning approach based on PISA 2022

Basierend auf PISA-2022-Daten aus neun lateinamerikanischen Ländern zeigt diese Studie mittels eines hybriden DEA- und Machine-Learning-Ansatzes, dass private Schulen in der Region sowohl bei kognitiven als auch bei nicht-kognitiven Ergebnissen effizienter sind als öffentliche Schulen, wobei unterschiedliche Faktoren wie häusliche Ressourcen und Schulautonomie die Effizienz bestimmen.

Marcos Delprato

Veröffentlicht 2026-03-06
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🏫 Das große Schul-Rennen in Lateinamerika: Wer macht mehr aus weniger?

Stell dir Lateinamerika wie einen riesigen, aber etwas kaputten Fußballverein vor. Die Mannschaft (das Bildungssystem) hat ein großes Problem: Es gibt nicht genug Geld für neue Trikots, Bälle oder einen guten Trainer. Gleichzeitig ist die Mannschaft sehr ungleich aufgeteilt: Die reichen Spieler spielen in einem schicken Stadion mit Klimaanlage (Privatschulen), während die anderen im Regen auf einem Matschfeld trainieren müssen (öffentliche Schulen).

Die große Frage der Studie ist: Wer macht mit dem, was er hat, eigentlich mehr?
Machen die privaten Schulen wirklich mehr aus ihren Ressourcen, oder ist es nur so, weil sie einfach mehr Ressourcen haben? Und was hat die Pandemie (COVID-19) damit zu tun?

Der Forscher Marcos hat sich dafür einen cleveren Trick ausgedacht: Er hat 2.034 Schulen aus neun lateinamerikanischen Ländern unter die Lupe genommen und zwei Dinge gemessen:

  1. Kognitive Leistung: Wie gut sind die Schüler in Mathe, Lesen und Naturwissenschaften? (Der "Kopf").
  2. Nicht-kognitive Leistung: Wie gut sind sie im Umgang mit Gefühlen, Stress und Teamarbeit? (Das "Herz").

🛠️ Die Werkzeuge: Ein Maßband und ein KI-Detektiv

Um das herauszufinden, hat er zwei Werkzeuge benutzt:

  1. DEA (Data Envelopment Analysis): Stell dir das wie ein perfektes Maßband vor. Es misst nicht nur, wie viele Punkte eine Schule hat, sondern wie effizient sie war.

    • Beispiel: Wenn Schule A mit 100 Euro 100 Punkte macht und Schule B mit 100 Euro nur 80 Punkte, ist Schule A effizienter. Selbst wenn Schule B mehr Punkte hat, aber dafür 500 Euro ausgegeben hat, ist sie weniger effizient.
    • Das Maßband wurde für Privatschulen und öffentliche Schulen getrennt ausgelegt, damit man sie fair vergleicht.
  2. Maschinelles Lernen (KI): Nach dem Messen wollte er wissen: Warum? Warum ist die eine Schule effizient und die andere nicht?

    • Hier kam eine KI-Detektiv-Software ins Spiel. Sie hat sich 42 verschiedene Faktoren angesehen (von "Wie viele Bücher gibt es zu Hause?" bis "Hatten die Lehrer während der Pandemie genug Unterstützung?").
    • Die KI hat wie ein genialer Koch geschaut: "Welche Zutaten machen den besten Kuchen?"

🏆 Die Ergebnisse: Wer gewinnt das Rennen?

Das Ergebnis ist eindeutig, aber auch etwas traurig: Die privaten Schulen sind effizienter.

  • Der Vorsprung: Bei den Kopfleistungen (Mathe, Lesen) liegen die privaten Schulen etwa 10 Punkte vor den öffentlichen. Bei den Herzensleistungen (Gefühle, Teamgeist) ist der Vorsprung kleiner (ca. 4,5 Punkte), aber immer noch vorhanden.
  • Die Stabilität: Die privaten Schulen sind wie ein Schweizer Uhrwerk: Sie funktionieren überall ähnlich gut. Die öffentlichen Schulen sind wie ein Joker-Team: Einige sind super, aber viele hängen weit zurück. Es gibt also viel mehr Ungleichheit unter den öffentlichen Schulen.

Das Wichtigste: Die Studie zeigt, dass öffentliche Schulen viel mehr Potenzial haben. Wenn sie genauso effizient wären wie die privaten, könnten sie bei gleichen Ressourcen die Noten der Schüler um fast 24 % verbessern! Das ist wie ein verpasster Startschuss.

🔍 Der Detektiv-Report: Was macht die Gewinner aus?

Die KI hat die "Geheimrezepte" der effizientesten Schulen entschlüsselt. Hier ist der Unterschied zwischen dem Gewinner (Privatschule) und dem Verlierer (öffentliche Schule):

🌟 Der effiziente Gewinner (Die Privatschule)

Stell dir diese Schule wie einen gut organisierten Garten vor:

  • Zuhause: Die Kinder haben viele Bücher und eigene Computer.
  • Arbeit: Die Kinder müssen nicht arbeiten, um die Familie zu ernähren. Sie können sich voll auf die Schule konzentrieren.
  • Schule: Die Lehrer haben viel Freiheit (Autonomie), das Klima ist freundlich, und es gibt keine Probleme mit dem Internet während der Pandemie.
  • Ergebnis: Alles läuft reibungslos, wie ein gut geöltes Getriebe.

🌧️ Der ineffiziente Verlierer (Die öffentliche Schule)

Diese Schule ist wie ein Haus, das im Sturm steht:

  • Zuhause: Es gibt kaum Bücher, und viele Kinder müssen arbeiten (oft 2–3 Tage pro Woche!), um Geld zu verdienen.
  • Schule: Das Klima ist schlecht, viele Kinder fehlen (Schulverweigerung), und es gibt viele Wiederholer (Kinder, die eine Klasse wiederholen müssen).
  • Pandemie: Während der Schulschließungen hatten diese Kinder oft kein Internet, keine Geräte und die Lehrer hatten keine Unterstützung, um online zu unterrichten.
  • Ergebnis: Die Ressourcen (Lehrer, Gebäude) sind da, aber sie kommen nicht an, weil zu viele Hindernisse im Weg stehen.

💡 Was bedeutet das für uns?

Die Studie sagt uns nicht, dass Privatschulen "bessere Lehrer" haben. Sie sagt uns, dass die Umstände in den öffentlichen Schulen so schwer sind, dass die Schulen ihre volle Leistung gar nicht abrufen können.

Die Botschaft für die Politik:
Wir müssen nicht unbedingt mehr Geld in die Taschen der Privatschulen stecken. Stattdessen müssen wir die Hindernisse für die öffentlichen Schulen beseitigen:

  1. Armut bekämpfen: Wenn Kinder arbeiten müssen, lernen sie nicht.
  2. Digitale Hilfe: Ohne Internet und Computer in der Pandemie war Lernen unmöglich.
  3. Klima verbessern: Wenn sich Kinder nicht sicher oder zugehörig fühlen, lernen sie nicht.

Wenn wir diese Hindernisse wegnehmen, könnten die öffentlichen Schulen plötzlich so effizient werden wie die privaten – und das mit demselben Budget. Das wäre ein riesiger Gewinn für die ganze Gesellschaft.

Kurz gesagt: Die öffentlichen Schulen sind nicht unfähig; sie laufen mit gebundenen Händen. Wenn wir die Hände lösen, können sie überraschend gut laufen.