Asymptotic mean of digits of the QsQ_s-representation of the fractional part of a real number and related problems of fractal geometry and fractal analysis

Die Arbeit führt den Begriff des asymptotischen Mittelwerts von Ziffern in der QsQ_s-Darstellung ein und untersucht die topologischen, metrischen und fraktalen Eigenschaften der Mengen reeller Zahlen, die entweder keinen solchen Mittelwert besitzen oder bei denen dieser Mittelwert mit der Ziffernhäufigkeit übereinstimmt.

M. V. Pratsiovytyi, S. O. Klymchuk

Veröffentlicht 2026-03-06
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Der unsichtbare Rhythmus der Zahlen: Eine Reise durch die Welt der Fraktale

Stellen Sie sich vor, jede Zahl zwischen 0 und 1 ist wie ein unendlicher Roman. Um diese Zahl zu lesen, müssen wir sie in eine Sprache übersetzen, die aus Buchstaben (Ziffern) besteht. In der normalen Mathematik nutzen wir dafür das Dezimalsystem (0 bis 9) oder das Binärsystem (nur 0 und 1).

Dieser Artikel von Pratsiovytyi und Klymchuk beschäftigt sich jedoch mit einer neuen, flexibleren Sprache, die sie „QsQ_s-Darstellung" nennen.

1. Die neue Sprache: Ein ungleiches Alphabet

In unserem normalen Dezimalsystem hat jede Ziffer (0, 1, 2... 9) die gleiche Chance, an einer Stelle zu erscheinen. Das ist wie ein fairer Würfel mit 10 Seiten.

In der Welt dieses Artikels ist das anders. Stellen Sie sich ein schiefes Rad vor. Die Sektoren sind unterschiedlich groß.

  • Die Ziffer „0" könnte einen riesigen Sektor haben (sie kommt oft vor).
  • Die Ziffer „9" könnte nur einen winzigen Krümel haben (sie kommt selten vor).

Das ist die QsQ_s-Darstellung. Sie erlaubt es, Zahlen so zu schreiben, dass manche Ziffern viel häufiger vorkommen als andere, je nachdem, wie wir das Rad (die Wahrscheinlichkeiten qiq_i) einstellen.

2. Der „durchschnittliche Klang" (Asymptotischer Mittelwert)

Wenn Sie einen langen Text lesen, können Sie fragen: „Wie oft kommt der Buchstabe 'A' vor?" Das nennt man die Häufigkeit.

Die Autoren fragen sich aber etwas anderes: Wenn wir alle Ziffern einer Zahl addieren und durch die Länge der Zahl teilen, was erhalten wir dann?

  • Stellen Sie sich vor, Sie zählen die Punkte, die Sie bei einem Würfelspiel sammeln.
  • Wenn Sie unendlich oft würfeln, wie hoch ist Ihr durchschnittlicher Punktestand pro Wurf?

Das ist der asymptotische Mittelwert der Ziffern.

  • Bei einer „normalen" Zahl (wie π\pi) stabilisiert sich dieser Durchschnittswert auf einen festen Wert.
  • Bei manchen Zahlen passiert das nie. Der Durchschnitt schwankt wild hin und her, wie ein Pendel, das nie zur Ruhe kommt. Für diese Zahlen existiert dieser „Mittelwert" einfach nicht.

3. Die drei Gruppen von Zahlen

Die Autoren untersuchen, wie sich die Zahlen verhalten, wenn man nach diesem Mittelwert sucht. Sie teilen die Welt der Zahlen in drei interessante Gruppen ein:

Gruppe A: Die Chaoten (Kein Mittelwert)
Es gibt Zahlen, deren Ziffern so wild durcheinander gewürfelt sind, dass sich kein Durchschnittswert festlegen lässt.

  • Analogie: Stellen Sie sich eine Menschenmenge vor, in der die Leute wild durcheinander rennen. Wenn Sie versuchen, die durchschnittliche Laufrichtung zu berechnen, erhalten Sie kein Ergebnis, weil sich die Menge ständig ändert.
  • Das Überraschende: Diese Zahlen sind extrem selten (fast keine von ihnen existiert im Sinne der klassischen Wahrscheinlichkeit), aber sie sind überall. Wenn Sie in jedes noch so kleine Intervall der Zahlengeraden schauen, finden Sie solche Chaoten.
  • Fraktale Dimension: Diese Menge ist so komplex und „zerklüftet", dass sie eine fraktale Dimension von 1 hat. Das bedeutet, sie ist zwar winzig klein (hat keine „Fläche"), aber sie ist so dicht und komplex, dass sie fast wie eine ganze Linie wirkt. Die Autoren nennen dies „Superfraktal".

Gruppe B: Die Harmonischen (Mittelwert = Häufigkeit)
Hier gibt es eine spezielle Beziehung. Bei manchen Zahlen ist der berechnete Durchschnittswert der Ziffern genau gleich der Häufigkeit einer bestimmten Ziffer.

  • Analogie: Stellen Sie sich ein Orchester vor. Der „Durchschnitts-Lautstärkepegel" des gesamten Orchesters ist genau so laut wie die Stimme des ersten Geigers. Das ist eine sehr spezielle, fast magische Bedingung.
  • Die Autoren zeigen, dass auch diese Zahlen eine sehr komplexe, fraktale Struktur haben, aber sie sind immer noch „kleiner" als die gesamte Zahlenmenge.

Gruppe C: Die Extremen (Nur eine Ziffer)
Es gibt Zahlen, bei denen der Mittelwert so ist, dass nur eine einzige Ziffer vorkommt (z. B. nur die 0).

  • Analogie: Ein Lied, das nur aus einem einzigen Ton besteht.
  • Diese Menge ist so „dünn", dass ihre fraktale Dimension 0 ist. Sie ist wie ein einzelner Punkt in einem unendlichen Ozean.

4. Warum ist das wichtig? (Die Welt der Fraktale)

Warum beschäftigen sich Mathematiker mit solchen seltsamen Zahlen?

  • Die unsichtbare Struktur: Die meisten Zahlen, die wir im Alltag nutzen, sind „normal". Aber die Welt der Mathematik ist voller „Anomalien". Diese Anomalien bilden oft wunderschöne, komplexe Muster, die man als Fraktale bezeichnet (ähnlich wie ein Farnblatt oder eine Schneeflocke, die sich in immer kleineren Details wiederholt).
  • Neue Werkzeuge: Indem sie den „Mittelwert der Ziffern" definieren, geben die Autoren den Mathematikern ein neues Werkzeug an die Hand, um diese seltsamen Mengen zu vermessen und zu verstehen. Sie können nun sagen: „Wie komplex ist diese Menge von Zahlen, die keinen Durchschnittswert hat?"

Zusammenfassung in einem Satz

Dieser Artikel zeigt uns, dass hinter der scheinbar einfachen Welt der Dezimalzahlen eine riesige, unsichtbare Landschaft aus chaotischen und fraktalen Strukturen verborgen liegt, die man nur mit neuen mathematischen „Brillen" (wie dem asymptotischen Mittelwert) sehen und vermessen kann.

Es ist, als würden die Autoren nicht nur die Buchstaben in einem Buch zählen, sondern herausfinden, welche Bücher einen so verrückten Rhythmus haben, dass man sie nicht mehr in eine Melodie einordnen kann – und beweisen, dass diese verrückten Bücher überall im Regal stehen, auch wenn man sie kaum bemerkt.