Why Ethereum Needs Fairness Mechanisms that Do Not Depend on Participant Altruism

Die Studie zeigt, dass aufgrund der extrem geringen Anzahl wirklich altruistischer Block-Proposer, die weniger als 1,4 % ausmachen, Ethereum für die Wiederherstellung seiner Dezentralisierungs- und Zensurresistenz-Ideale nicht auf deren bloße Existenz vertrauen kann, sondern zusätzliche Anreiz- oder Sanktionsmechanismen benötigt.

Patrick Spiesberger, Nils Henrik Beyer, Hannes Hartenstein

Veröffentlicht Mon, 09 Ma
📖 4 Min. Lesezeit☕ Kaffeepausen-Lektüre

Each language version is independently generated for its own context, not a direct translation.

Hier ist eine einfache Erklärung der Studie, als würde man sie einem Freund beim Kaffee erzählen – mit ein paar bildhaften Vergleichen.

Das große Problem: Wer baut eigentlich die Blöcke?

Stell dir Ethereum wie eine riesige, öffentliche Bank vor, die von Tausenden von Freiwilligen (den sogenannten „Proposers" oder Block-Proponenten) betrieben wird. Die Idee ist: Jeder darf mitmachen, und niemand kann die Transaktionen anderer blockieren oder manipulieren. Das ist die „Fairness".

Aber in der Realität funktioniert das nicht ganz so ideal. Die Studie von Patrick Spiesberger und seinem Team vom KIT (Karlsruhe) untersucht genau dieses Problem. Sie fragen sich: Wie viele dieser Freiwilligen sind wirklich „herzhaft" (altruistisch) und halten sich an die Regeln, auch wenn sie dabei weniger Geld verdienen?

Die Analogie: Der Supermarkt und die Geheimgesellschaften

Stell dir vor, jeder Block ist ein Einkaufswagen, der mit Transaktionen (Käufen) gefüllt wird. Der „Proposer" ist der Kassenmitarbeiter, der entscheidet, was in den Wagen kommt.

  1. Die „Altruisten": Das sind Mitarbeiter, die sagen: „Ich nehme jeden Kunden, der an der Reihe ist, egal ob er mir Trinkgeld gibt oder nicht." Sie wollen Fairness.
  2. Die „Rationalen" (die meisten): Das sind Mitarbeiter, die sagen: „Ich lasse nur Leute rein, die mir ein Trinkgeld geben, oder ich lasse Leute raus, die mir im Weg stehen, damit ich schneller fertig bin." Sie wollen maximalen Profit.
  3. Die „Geheimgesellschaften" (MEV-Boost): Hier wird es spannend. Die meisten Kassenmitarbeiter geben ihre Arbeit gar nicht selbst ab. Sie sagen: „Ich lass einen Profi-Manager (den Builder) den Wagen füllen. Ich drücke nur auf den Knopf und unterschreibe." Der Profi-Manager füllt den Wagen aber so, dass er selbst am meisten Geld macht – oft auf Kosten der normalen Kunden (durch Front-Running oder Zensur).

Was die Forscher herausfunden haben

Die Forscher haben sich vier Monate lang (Januar bis April 2025) genau angesehen, wer eigentlich die Blöcke baut. Sie haben eine Art „Filter" benutzt, um die echten Altruisten zu finden.

Hier ist das Ergebnis, vereinfacht:

  • 91 % der Kassenmitarbeiter geben ihre Arbeit komplett an diese Profi-Manager ab. Sie schauen gar nicht, was im Wagen ist. Sie unterschreiben blind. Sie sind nicht altruistisch.
  • Von den verbleibenden 9 %, die denken, sie wären noch selbstständig, haben die Forscher genauer hingeschaut.
  • Viele davon gehören zu großen Firmen oder Clustern, die auch schon mit den Profi-Managern zusammenarbeiten. Sobald einer im Team nicht fair ist, ist das ganze Team für die Studie „verdächtig".
  • Das schockierende Ergebnis: Am Ende blieben weniger als 1,4 % übrig. Das sind die einzigen, die wirklich so tun, als würden sie die Regeln fair befolgen, ohne externe Hilfe.

Warum ist das ein Problem?

Es gibt neue Pläne für Ethereum (wie „Inclusion Lists"), die darauf basieren, dass man eine kleine Gruppe von Leuten (ein Komitee) zusammenbringt. Die Idee ist: „Wenn wir nur sicherstellen, dass in jedem Komitee ein ehrlicher Altruist sitzt, dann wird alles fair bleiben."

Die Studie sagt dazu: Das ist zu riskant!

  • Die Rechnung: Wenn nur 1,4 % aller Leute altruistisch sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass in einer kleinen Gruppe von 16 Leuten (wie es manche Pläne vorsehen) wirklich ein ehrlicher Mensch sitzt, nur bei ca. 20 %.
  • Das bedeutet: In 80 % der Fälle könnte das Komitee komplett aus Gewinnjägern bestehen, die sich absprechen und die Regeln brechen.
  • Um sicherzugehen, dass immer mindestens ein ehrlicher Mensch dabei ist, bräuchte man Komitees von mindestens 128 Personen. Das ist sehr groß und unpraktisch.

Die einfache Lehre

Die Autoren sagen: Wir können uns nicht darauf verlassen, dass genug Leute aus reinem Herzen fair sind.

Es ist wie bei einer Party: Wenn du darauf wartest, dass sich niemand betrinkt, weil alle „gute Menschen" sind, wirst du enttäuscht werden. Besser ist es, Regeln zu machen, die es unprofitabel machen, sich zu betrinken (z. B. durch Strafen oder Belohnungen für gutes Verhalten).

Fazit in einem Satz:
Ethereum braucht neue Mechanismen, die Menschen belohnen, wenn sie fair sind, und bestrafen, wenn sie es nicht sind, weil man sich nicht mehr darauf verlassen kann, dass genug Freiwillige aus reinem Herzen die Regeln einhalten. Die meisten tun es nur, wenn es sich für sie lohnt.