Case study of a national-level academic conference organised in hybrid mode at low cost

Dieser Fallbericht beschreibt die kostengünstige und reibungslose Organisation der hybriden Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft Australiens an der University of Adelaide im Juli 2025, einschließlich der eingesetzten Hard- und Software, des Managements des AV-Teams sowie der Auswertung von Teilnehmerzahlen und Feedback.

Violet M. Harvey, Simon Lee, Bruce Dawson, Sabrina Einecke, Gavin Rowell

Veröffentlicht Mon, 09 Ma
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Stellen Sie sich vor, Sie organisieren ein großes Fest für Wissenschaftler – ein Treffen, bei dem alle ihre neuesten Entdeckungen über den Weltraum präsentieren. Normalerweise finden solche Feste nur im echten Leben statt: Man sitzt in einem Saal, redet miteinander und schaut sich Poster an.

Aber dieses Jahr, im Juli 2025, wollten die Organisatoren der Universität Adelaide etwas Neues ausprobieren: Ein Hybrid-Fest. Das bedeutet: Ein Teil der Gäste kam persönlich in den Saal, und ein anderer Teil schaute von zu Hause aus über den Bildschirm zu. Und das Beste an der Geschichte? Sie haben das fast zum Nulltarif hinbekommen, ohne die Leute im Saal zu stören.

Hier ist die Geschichte davon, wie sie das gemacht haben, erklärt mit ein paar einfachen Vergleichen.

1. Das Ziel: Ein Fest für alle (aber mit Priorität)

Die Organisatoren sagten sich: „Der Saal ist das Hauptgeschehen, aber wir wollen niemanden ausschließen."

  • Die Regel: Die Leute im Saal kamen zuerst. Aber die Leute am Computer sollten trotzdem hören können, was gesagt wird, und Fragen stellen dürfen.
  • Der Kompromiss: Für die Poster-Sessions (wo man an Wänden steht und Bilder zeigt) gab es keine interaktive Online-Version. Das war zu teuer und zu kompliziert. Aber: Alle Poster wurden als PDF hochgeladen, damit man sie später online ansehen konnte. Wie ein digitales Fotoalbum, das man später durchblättern kann.

2. Die Technik: Der „Schweizer Taschenmesser"-Ansatz

Statt teure neue Geräte zu kaufen, nutzten sie, was sie schon hatten, und liehen sich das Nötigste.

  • Der Saal (Die Bühne): Sie nutzten zwei Hörsäle der Universität. Diese hatten schon Projektoren und Lautsprecher.
  • Das Mikrofon-Problem: In einem Saal funktionierte das Mikrofon-System perfekt. Im anderen nicht. Es gab nur zwei Mikrofone, sie brauchten aber vier (eins für den Redner, eins für den Moderator, zwei für das Publikum).
    • Die Lösung: Sie mieteten ein kleines, günstiges Set aus drahtlosen Mikrofonen und einem Mixer. Das war der größte Kostenpunkt (ca. 1.900 AUD), aber sie hätten es ohnehin brauchen müssen, damit das Publikum im Saal gut hören konnte – egal ob es eine Online-Version gab oder nicht.
  • Die Kameras (Die Augen der Ferngäste): Statt teure Kameras zu kaufen, liehen sie sich zwei Webcams von Studenten aus dem Astrophysik-Team und stellten sie auf Stativen auf. Das war kostenlos!
  • Der „Laserpointer": Wenn ein Redner im Saal auf etwas auf der Leinwand zeigt, sieht das im Internet oft nur wie ein kleiner Punkt aus. Damit die Online-Zuschauer genau sehen können, wo der Redner hinschaut, kauften sie zwei spezielle Fernbedienungen. Diese projizierten einen großen, leuchtenden Punkt auf den Bildschirm, der online sichtbar war. Wie ein magischer Finger, der auch für die Leute am Computer sichtbar ist.

3. Die Software: Das unsichtbare Band

Alle technischen Dinge wurden durch ein einziges Programm verbunden: Zoom.

  • Der Dreh: Der Computer im Saal war das Herzstück. Er zeigte die Folien, nahm das Mikrofon auf und sendete alles gleichzeitig an Zoom.
  • YouTube als Aufzeichnung: Zoom wurde so eingestellt, dass es das Geschehen live auf YouTube streamte. Das war genial, denn:
    1. Jeder konnte live zuschauen.
    2. Wenn der Stream pausierte (z.B. in der Pause), schnitt YouTube die Lücke später automatisch aus.
    3. Am Ende des Tages waren die Vorträge automatisch als Videos auf YouTube gespeichert. Ein kostenloses Archiv für die Ewigkeit!
  • Indico: Das war die „Bibliothek" für die Konferenz. Dort mussten alle ihre Folien hochladen. Ein kleiner Trick: Ein Computerprogramm sortierte die Folien automatisch nach Zeitplan, damit die Helfer im Saal schnell die nächste Präsentation finden konnten.

4. Die Helfer: Das Team im Hintergrund

Das Wichtigste waren die Menschen.

  • AV-Team (Audio/Video): 15 Studenten halfen aus. Sie sorgten dafür, dass die Folien liefen, das Mikrofon funktionierte und der Stream nicht abbrach. Sie bekamen dafür eine kleine Aufwandsentschädigung (Gutscheine) und kostenloses Essen.
  • Mikrofon-Läufer: Eine weitere Gruppe von Studenten lief mit einem Mikrofon durch den Saal, wenn jemand eine Frage stellte. Das war wichtig, damit die Frage auch online zu hören war.

5. Was hat funktioniert und was nicht? (Die Lehren)

Am Ende des Festes fragten sie die Gäste: „Wie war es?"

  • Das Gute: Die Leute im Internet waren zufrieden. Die Aufnahmen wurden oft angesehen (fast die Hälfte aller Mitglieder der Astronomischen Gesellschaft schaute sich die Videos an!). Die Technik im Saal lief meistens reibungslos.
  • Das Schwierige:
    • PowerPoint-Probleme: Viele Redner wollten ihre eigenen Laptops anschließen. Aber das funktionierte nicht immer (fehlende Schriftarten, kaputte Animationen). Die Lösung war: Alle müssen ihre Folien vorher hochladen. Das ging schneller, war aber manchmal stressig für die Redner.
    • Krankheit: Einige Helfer wurden krank. Das Team war dann sehr gestresst. Ein paar mehr Helfer wären besser gewesen.
    • IT-Hürden: Die Universität hatte strenge Regeln für Software-Installationen. Es dauerte lange, bis sie eine spezielle Software für die Fernbedienungen installieren durften.

Fazit: Ein kleiner Schritt für einen großen Gewinn

Die Organisatoren sagen: „Ihr müsst keine Millionen ausgeben, um eine Hybrid-Konferenz zu machen."
Indem sie klug nutzten, was sie schon hatten (die Uni-Hörsäle, geliehene Kameras, kostenlose Software), schufen sie ein Erlebnis, das nicht nur den Leuten im Saal, sondern auch der ganzen Welt zugutekam.

Die große Metapher:
Stellen Sie sich die Konferenz wie ein Konzert vor. Normalerweise können nur die im Saal hören, wie gut die Band spielt. Mit diesem Hybrid-Modell haben sie einfach ein Mikrofon an die Bühne gestellt und den Stream ins Internet geschickt. Die Leute im Saal haben das Konzert genauso genossen, aber plötzlich konnten auch Tausende von Menschen zu Hause dabei sein – und später sogar die Aufnahme anhören, wenn sie es verpasst hatten. Und das alles, ohne das Orchester zu vergrößern oder die Eintrittskarten teurer zu machen.