Microscopic quasifission dynamics of the 54Cr+243Am{}^{54}\text{Cr}+{}^{243}\text{Am} reaction

Diese Studie untersucht mittels mikroskopischer Zeit-abhängiger Hartree-Fock-Rechnungen die quasifission-Dynamik der Reaktion 54Cr+243Am^{54}\text{Cr}+^{243}\text{Am} und zeigt, dass die Manifestation von Schaleffekten stark von der Kollisionsgeometrie und der Stoßenergie abhängt, was für die Identifizierung optimaler Bedingungen zur Synthese von Superschweren Elementen entscheidend ist.

Liang Li, Lu Guo

Veröffentlicht 2026-03-10
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Hier ist eine einfache Erklärung der wissenschaftlichen Arbeit, als würde man sie einem interessierten Laien beim Kaffee erzählen – mit ein paar bildhaften Vergleichen.

Das große Ziel: Der Bau eines neuen Riesen-Atoms

Stellen Sie sich vor, das Periodensystem der Elemente ist eine riesige Stadt. Die Wissenschaftler haben es bereits geschafft, die Gebäude bis zur Nummer 118 zu bauen. Aber jetzt wollen sie weitermachen und die nächsten beiden, die Nummern 119 und 120, errichten. Das ist extrem schwierig. Es ist, als wollten sie ein Wolkenkratzer bauen, der so hoch ist, dass er fast die Wolken durchbricht, aber das Fundament ist sehr instabil.

Das Problem ist: Wenn sie versuchen, diese neuen Atome zu bauen, indem sie zwei kleinere Atome (wie einen kleinen Projektil-Teilchen und ein großes Ziel-Atom) gegeneinander schießen, passiert meistens etwas Falsches. Statt sich zu einem neuen, stabilen Riesenatom zu verschmelzen, prallen sie voneinander ab oder reißen sofort wieder auseinander. Dieser „Auseinanderreißen"-Prozess nennt sich Quasifission (Quasi-Spaltung).

Der Versuch: Ein Tanz zwischen zwei deformierten Kugeln

In diesem Papier untersuchen die Autoren (Liang Li und Lu Guo) einen speziellen Tanz: Sie wollen das Atom 54Cr (Chrom) gegen das Atom 243Am (Americium) schießen. Das Ziel ist es, das Element 119 zu erschaffen.

Aber diese Atome sind keine perfekten Kugeln. Stellen Sie sich das Americium-Atom wie eine Birne vor (spitz an einer Seite, breit an der anderen) und das Chrom-Atom wie eine Ei (langgestreckt).

Die Forscher fragen sich: Wie muss man diese beiden „Birne" und „Ei" zueinander drehen und mit welcher Wucht muss man sie zusammenstoßen, damit sie verschmelzen und nicht sofort wieder auseinanderfliegen?

Die Methode: Ein mikroskopischer Film

Die Autoren nutzen einen sehr fortschrittlichen Computer-Algorithmus (TDHF-Theorie), der wie ein extrem detaillierter Film funktioniert. Sie simulieren den Zusammenstoß millionenfach, aber mit winzigen Unterschieden:

  1. Die Ausrichtung: Mal stoßen sie mit der spitzen Seite der Birne an (Spitze-zu-Spitze), mal mit der breiten Seite (Seite-zu-Seite).
  2. Die Energie: Mal schießen sie ganz sanft, mal sehr hart.

Was sie herausfanden: Die Magie der „Schalen"

Das Wichtigste, was sie entdeckten, hängt mit dem Begriff „Schalen" zusammen. In der Atomphysik gibt es bestimmte Zahlen von Teilchen (Protonen oder Neutronen), die das Atom besonders stabil machen, ähnlich wie ein gut gefüllter Schuh, der perfekt sitzt.

Hier sind die drei wichtigsten Entdeckungen, einfach erklärt:

1. Der „Seiten-Treffer" ist der Boss (aber ein gefährlicher)
Wenn das Chrom-Atom mit seiner breiten Seite gegen das Americium-Atom trifft (wie zwei Bauch-an-Bauch-Kollisionen), passiert etwas Interessantes: Die Atome spüren sofort ihre „magischen Schalen".

  • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, die Atome sind Magnetkugeln. Wenn sie sich berühren, fühlen sie sofort, wo die „perfekten Plätze" sind. Die schweren Teile des neuen Atoms wollen unbedingt in eine stabile Form (die magische Zahl 82) kommen, und die leichten Teile wollen auch eine stabile Form (die Zahl 52–56).
  • Das Ergebnis: Weil sie so schnell diese perfekten Formen finden, reißen sie sofort wieder auseinander. Es ist, als würden zwei Tänzer, die sich gerade berühren, sofort merken: „Oh, wir passen perfekt zusammen!" – und dann sofort wieder loslaufen, weil sie Angst haben, das Gleichgewicht zu verlieren. Dieser Prozess geht sehr schnell, aber er führt nicht zum neuen Atom.

2. Der „Spitzen-Treffer" ist ruhiger
Wenn das Chrom-Atom mit der Spitze gegen das Americium-Atom trifft, passiert weniger. Die Atome tauschen weniger Teilchen aus und bleiben länger zusammen, aber sie erreichen auch nicht die stabilen „magischen" Formen so schnell. Hier ist die „Magie der Schalen" weniger stark.

3. Die Geschwindigkeit macht den Unterschied (Der Energie-Faktor)
Das ist der spannendste Teil: Die „Magie der Schalen" ändert sich je nachdem, wie schnell die Atome aufeinanderprallen.

  • Bei mittlerer Geschwindigkeit: Die Atome werden von einer anderen Art von Stabilität (oktaedrische Deformation) angezogen. Das ist wie ein Tanz, der in einem bestimmten Rhythmus stattfindet.
  • Bei hoher Geschwindigkeit: Die Hitze und Energie sind so groß, dass diese spezielle Stabilität „schmilzt". Plötzlich dominieren wieder die klassischen, stabilen Schalen (die Kugel-Formen).
  • Die Erkenntnis: Es gibt bestimmte Geschwindigkeitsbereiche, in denen diese „magischen Anziehungskräfte" der Quasifission schwach sind.

Das Fazit: Der perfekte Moment für den Schuss

Die Botschaft der Forscher ist wie eine Anleitung für einen perfekten Schuss:

Wenn Sie versuchen, Element 119 zu bauen, müssen Sie die Geschwindigkeit (die Energie des Projektils) genau richtig wählen.

  • Wenn Sie zu schnell oder zu langsam schießen, ziehen die „magischen Schalen" die Atome sofort wieder auseinander (Quasifission).
  • Aber wenn Sie die perfekte Geschwindigkeit finden (in einem bestimmten Fenster, wo die Schalen-Effekte schwächer sind), haben die Atome eine bessere Chance, sich zu verschmelzen und das neue Element zu bilden.

Zusammengefasst:
Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man beim Bau von Super-Atomen nicht nur die richtigen Bausteine braucht, sondern auch den perfekten Tanzschritt (die Ausrichtung) und den perfekten Takt (die Energie). Wenn man den Takt so wählt, dass die Atome nicht sofort in ihre stabilen, aber trennenden Formen zurückfallen, steigt die Chance, dass das neue, riesige Atom entsteht.

Dieses Wissen hilft den Experimentatoren in China und anderswo, ihre Maschinen so einzustellen, dass sie endlich Element 119 und 120 erfolgreich herstellen können.