Touching Emotions, Smelling Shapes: Exploring Tactile, Olfactory and Emotional Cross-sensory Correspondences in Preschool Aged Children

Die Studie untersucht mit 26 Vorschulkindern die systematischen Zusammenhänge zwischen Geruch, Tastsinn und Emotionen, liefert empirische Erkenntnisse über diese frühkindlichen cross-sensorischen Korrespondenzen und leitet daraus Designrichtlinien sowie eine replizierbare Forschungsmethode ab.

Tegan Roberts-Morgan, Min S. Li, Priscilla Lo, Zhuzhi Fan, Dan Bennett, Oussama Metatla

Veröffentlicht Wed, 11 Ma
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Hier ist eine einfache, bildhafte Zusammenfassung der Studie auf Deutsch, die sich an ein breites Publikum richtet:

Riechen wie Formen: Wie Kleinkinder die Welt mit allen Sinnen verbinden

Stell dir vor, du bist ein kleiner Detektiv, der die Welt nicht nur mit den Augen, sondern mit der Nase, den Händen und dem Herzen erforscht. Genau das haben Forscher aus Bristol mit 26 Kindern im Alter von 2 bis 4 Jahren gemacht. Ihr Ziel war es herauszufinden: Wie verbinden Kleinkinder Dinge, die sie fühlen, riechen und fühlen (im emotionalen Sinne)?

Die Wissenschaftler stellten sich eine spannende Frage: Wenn ein Kind eine spitze Form in der Hand hält, riecht es dann nach Zitrone? Fühlt es sich dann „aufgeregt" an? Und wenn es eine weiche, runde Form berührt, riecht es dann nach Vanille und fühlt sich „ruhig" an?

Das Experiment: Ein magischer Kasten und drei Freunde

Um das herauszufinden, bauten die Forscher ein kleines Theaterstück auf. Sie stellten sich vor, es gäbe drei magische Figuren, die in einem Kasten versteckt sind. Die Kinder durften ihre Hand in den Kasten stecken (ohne hineinzusehen) und die Figuren ertasten.

  1. Die Figuren: Es gab drei Formen: eine spitze (wie ein Igel), eine runde (wie eine Kugel) und eine zylindrische (wie eine Kerze).
  2. Die Namen: Die Kinder sollten den Figuren Namen geben. Die Forscher fragten: „Ist das 'Kiki' oder 'Bouba'?" (Das ist ein bekanntes Spiel aus der Forschung: Spitzes klingt oft nach 'Kiki', Rundes nach 'Bouba').
  3. Die Düfte: Dann kamen drei Gerüche ins Spiel: Zitrone (scharf, frisch), Vanille (süß, weich) und Luft (neutral).
  4. Die Gefühle: Schließlich sollten die Kinder entscheiden, welche Figur in welchem „Dorf" wohnt: im Dorf der Aufgeregten oder im Dorf der Ruhigen.

Was haben die Kinder entdeckt? (Die Überraschungen)

Die Ergebnisse waren wie ein bunter Regenbogen aus Erkenntnissen:

  • Das „Kiki-Bouba"-Geheimnis: Genau wie Erwachsene und ältere Kinder, verbanden auch die Kleinsten die spitze Form mit dem Namen „Kiki" (weil es scharf klingt) und die runde Form mit „Bouba" (weil es weich klingt). Das zeigt: Unser Gehirn mag diese Verbindung schon sehr früh!
  • Der Duft-Emotions-Kleber: Hier war die Verbindung extrem stark. Die Kinder verbanden Vanille fast immer mit Ruhe und Zitrone mit Aufregung. Es ist, als wäre der Duft von Vanille ein weicher, warmer Mantel, der einen beruhigt, während Zitrone wie ein Spritzer kaltes Wasser ist, der einen wach und aufgeregt macht.
  • Die spitze Form und die Ruhe: Hier kam die große Überraschung! Erwachsene verbinden spitze Dinge oft mit Gefahr oder Aufregung. Aber die Kleinkinder? Manche fanden die spitze Form eher ruhig und die runde Form aufgeregt.
    • Warum? Die Kinder erklärten es mit ihrer eigenen Logik: „Die spitze Form hat keine Freunde, also ist sie ruhig." Die runde Form hat aber viele Freunde, also ist sie aufgeregt! Sie dachten in Geschichten und sozialen Beziehungen, nicht in abstrakten Gefahren.

Wie dachten die Kinder? (Die Werkzeuge ihres Geistes)

Wenn die Kinder ihre Entscheidungen erklärten, nutzten sie zwei Hauptwerkzeuge:

  1. Das Bekannte: „Das riecht wie ein Bananen-Smoothie" oder „Das fühlt sich an wie eine Traube." Sie verknüpften alles mit Dingen, die sie aus dem Alltag kennen.
  2. Das Gefühl: „Ich mag es!" oder „Es ist scharf." Sie nutzten ihre unmittelbare Erfahrung, nicht komplizierte Theorien.

Was bedeutet das für uns? (Die Lehre für die Zukunft)

Diese Studie ist wie ein Bauplan für die Zukunft von Technologie für Kinder:

  • Nicht zu erwachsenen: Wenn wir Apps oder Spiele für Kleinkinder machen, dürfen wir nicht erwarten, dass sie so denken wie wir. Eine spitze Form muss nicht immer „gefährlich" sein; für ein Kind kann sie einfach nur „alleine" sein.
  • Gerüche sind mächtig: Da Kinder Gerüche so stark mit Gefühlen verknüpfen, könnten wir Duft-Technologie nutzen, um ihnen zu helfen, ihre Gefühle auszudrücken. Ein Kind, das nicht gut reden kann, könnte vielleicht einen Duft wählen, der sagt: „Ich fühle mich heute ruhig."
  • Geschichten sind der Schlüssel: Um mit Kleinkindern zu forschen, muss man es wie ein Spiel oder eine Geschichte verpacken. Nur so öffnen sie ihre Sinne und ihre Herzen.

Fazit:
Kleinkinder sind keine kleinen Erwachsenen mit weniger Wissen. Sie sind Meister der Verbindung, die ihre Welt durch eine Brille aus Geschichten, bekannten Gegenständen und starken Gefühlen sehen. Wenn wir ihre Sprache – die Sprache der Sinne – verstehen, können wir Technologien bauen, die sie wirklich berühren (im wahrsten Sinne des Wortes).