Feasible Set and the Transformation of Values

Dieser Beitrag stellt die Probleme der Reduktion komplexer Arbeit und der Werttransformation als Bestimmung eines beschränkten Bereichs möglicher Verteilungen innerhalb eines physischen Produktionsnetzwerks neu dar, in dem die Gesetze des Arbeitswerts und das Preissystem bei Vorhandensein eines physischen Überschusses logisch konsistent sind, was durch eine empirische Analyse der chinesischen Input-Output-Daten von 2023 validiert wird.

Jiyuan Lyu

Veröffentlicht Wed, 11 Ma
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Hier ist eine einfache Erklärung der wissenschaftlichen Arbeit von Jiyuan Lyu, verpackt in eine Geschichte mit Alltagsanalogien, damit jeder sie verstehen kann.

Das große Rätsel: Wie misst man Arbeit?

Stell dir vor, du bist der Chef einer riesigen Fabrik, die alles herstellt: von Schuhen über Computer bis hin zu Brot. Du hast zwei Arten von Arbeitern:

  1. Der einfache Arbeiter: Ein Helfer, der schwere Kisten trägt.
  2. Der komplexe Arbeiter: Ein Ingenieur, der Jahre studiert hat, um die Maschine zu programmieren.

Karl Marx sagte vor langer Zeit: „Der Ingenieur arbeitet härter oder ist besser ausgebildet, also zählt seine eine Stunde Arbeit wie mehrere Stunden Arbeit des Helfers." Aber wie genau rechnet man das um? Ist es 2 zu 1? 10 zu 1?

Bisher haben Ökonomen versucht, eine einzig wahre Zahl zu finden, die immer gilt. Das war wie der Versuch, einen einzigen Schlüssel zu bauen, der zu allen Türen passt. Aber das hat nie funktioniert, weil die Wirtschaft zu kompliziert ist.

Die neue Idee: Nicht ein Schlüssel, sondern ein Spielplatz

Lyu sagt in diesem Papier: „Hört auf, nach einem einzigen perfekten Schlüssel zu suchen! Stattdessen schaut euch den ganzen Spielplatz an, auf dem wir uns bewegen dürfen."

Stell dir die Wirtschaft wie ein großes, festes Haus vor (das ist die technische Realität).

  • Die Wände sind aus Beton: Das sind die Rohstoffe, die Maschinen und das Essen, das die Arbeiter brauchen, um am nächsten Tag wieder arbeiten zu können.
  • Wenn die Wände zu eng sind, stürzt das Haus ein.

Die Frage ist nicht: „Wie viel kostet der Ingenieur genau?"
Die Frage ist: Wie viel Spielraum haben wir innerhalb dieser Wände?

1. Der „Möglichkeitsraum" (Die Feasible Set)

Lyu beweist mathematisch, dass es nicht eine richtige Umrechnungszahl gibt, sondern einen Bereich (einen „Möglichkeitsraum").

  • Die untere Wand: Die Arbeiter müssen genug essen und Kleidung kaufen, um zu überleben. Wenn die Umrechnungszahlen zu niedrig sind, verhungern die Ingenieure oder Helfer. Das Haus bricht zusammen.
  • Die obere Decke: Es gibt nur so viel Produktivität in der Welt. Niemand kann behaupten, seine Arbeit sei unendlich wertvoll, wenn die Rohstoffe dafür nicht reichen.

Solange das Haus genug „Überschuss" (mehr Essen und Dinge, als für das Überleben nötig) produziert, gibt es einen großen, sicheren Bereich im Inneren. Innerhalb dieses Bereichs können die Umrechnungszahlen für komplexe Arbeit variieren. Sie werden durch Gesellschaft, Verhandlungen und Geschichte bestimmt, nicht durch eine feste Formel.

Die Analogie: Stell dir vor, du fährst ein Auto auf einer Autobahn. Die Leitplanken links und rechts sind die physikalischen Grenzen (Essen, Rohstoffe). Solange du zwischen den Leitplanken fährst, bist du sicher. Du musst nicht genau in der Mitte fahren. Du kannst links oder rechts fahren, solange du nicht gegen die Leitplanken knallst.

2. Das große Problem: Wert vs. Preis

Ein altes Problem in der Ökonomie ist die „Transformation": Wie wandelt man den Wert einer Sache (wie viel Zeit sie gekostet hat) in den Preis um (was sie im Laden kostet), wenn alle Unternehmer den gleichen Gewinn machen wollen?

Bisher dachten viele: „Das geht nicht! Wenn man den Gewinn gleichmäßig verteilt, stimmen die Summen nicht mehr überein."

Lyu sagt: „Doch, das geht! Aber man muss zwei verschiedene Räume betrachten."

  • Raum A (Die Fabrik): Hier wird der Wert geschaffen. Hier zählt nur, wie viel Arbeit und Material reingeflossen ist.
  • Raum B (Der Laden): Hier werden die Preise festgelegt, um den Gewinn zu verteilen.

Statt zu versuchen, diese zwei Räume in eins zu zwängen, zeigt Lyu, dass sie sich wie zwei durchsichtige Folien übereinanderlegen lassen. Solange der Gewinn nicht zu hoch ist (damit die Arbeiter noch essen können), gibt es einen Schnittbereich. In diesem Schnittbereich passen die Summen perfekt zusammen.

Die Analogie: Stell dir vor, du hast zwei transparente Overlays. Auf dem einen steht, wie viel Zeit die Arbeit gekostet hat. Auf dem anderen steht, wie viel Geld die Leute dafür zahlen. Wenn du sie übereinanderlegst, siehst du, dass sie sich überlappen, wenn du den Gewinn nicht zu hoch ansetzt. Wenn du den Gewinn zu hoch ansetzt, rutscht das zweite Overlay so weit nach oben, dass es gar nicht mehr das erste berührt – dann bricht das System zusammen.

3. Der Gewinn als „Platzverdränger"

Das ist der wichtigste Punkt für die heutige Welt: Je mehr Gewinn die Unternehmer machen wollen, desto kleiner wird der Spielraum für die Löhne.

Stell dir den Möglichkeitsraum (den Spielplatz) als einen großen Kuchen vor.

  • Die Arbeiter brauchen ein Stück, um zu überleben.
  • Die Unternehmer wollen ein Stück für den Gewinn.

Wenn die Unternehmer ihren Gewinnanteil vergrößern (den Kuchen für sich nehmen), wird der Bereich, in dem die Löhne variieren dürfen, immer kleiner.

  • Bei niedrigem Gewinn: Die Löhne können stark schwanken (manche Branchen zahlen viel, andere wenig).
  • Bei extrem hohem Gewinn: Der Spielraum schrumpft auf einen winzigen Punkt zusammen. Es gibt keine Flexibilität mehr. Die Löhne müssen genau so sein, wie es die Technik erlaubt, sonst gibt es keine Reproduktion mehr.

4. Der Test mit China

Lyu hat dieses Modell nicht nur theoretisch entwickelt, sondern es mit echten Daten aus China (2023) getestet. Er hat 199 verschiedene Wirtschaftszweige analysiert.

Das Ergebnis:

  • Es funktioniert! Die Summen passen zusammen.
  • Die aktuellen Löhne in China liegen genau in diesem „sicheren Bereich".
  • Aber: Der hohe Gewinn, den die Wirtschaft aktuell macht, drückt den Spielraum für den Konsum der Arbeiter. Um den hohen Gewinn zu halten, müssen die Arbeiter im Vergleich zu ihrem idealen Lebensstandard etwas weniger konsumieren. Das ist eine harte, mathematische Wahrheit: Man kann nicht gleichzeitig extrem hohe Gewinne und extrem hohen Konsum haben, wenn die technischen Grenzen (Ressourcen) fest sind.

Fazit in einem Satz

Dieses Papier sagt uns: Es gibt keine magische Formel, die genau sagt, wie viel eine Stunde Ingenieursarbeit wert ist. Aber es gibt Grenzen. Solange wir innerhalb dieser Grenzen bleiben (die durch Essen, Rohstoffe und Maschinen bestimmt sind), funktioniert das Wirtschaftssystem. Wenn wir versuchen, zu viel Gewinn zu pressen, zerquetschen wir den Spielraum für die Löhne, und das System gerät ins Wanken.

Die Botschaft: Die Wirtschaft ist kein festes Schachbrett mit einer einzigen Lösung, sondern ein lebendiger Raum mit Wänden. Solange wir die Wände nicht einreißen, können wir uns darin bewegen – aber je mehr wir den Raum für den Gewinn verengen, desto weniger Platz bleibt für alle anderen.