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Der Fußball als riesiges Puzzle: Wer hat das Bild wirklich zusammengesetzt?
Stellen Sie sich einen Fußballspiel vor wie ein riesiges Puzzle. Wenn ein Tor fällt, schauen wir alle sofort auf den Spieler, der den Ball ins Netz geschossen hat. Er ist der Held. Aber wissen Sie, wer das Puzzle eigentlich zusammengebaut hat? Der Verteidiger, der den Ball abgefangen hat? Der Mittelfeldspieler, der den langen Pass gespielt hat? Oder der Stürmer, der den Gegner abgelenkt hat?
Bisher haben wir in der Fußballanalyse oft nur den „Torjäger" belohnt. Diese neue Studie aus Italien möchte das ändern. Sie fragt: Wie viel hat jeder einzelne Spieler wirklich zu diesem einen Tor beigetragen, auch wenn er den Ball nicht selbst geschossen hat?
Hier ist die Idee der Forscher in drei einfachen Schritten:
1. Nicht nur das Tor zählt, sondern der ganze Weg (xGA)
Stellen Sie sich vor, Sie bewerten ein Essen. Bisher haben wir nur geschmeckt, ob das Gericht am Ende lecker war (das Tor). Aber diese Forscher sagen: „Nein, wir müssen auch bewerten, wie die Zutaten vorbereitet wurden."
Sie haben eine neue Messgröße erfunden, die sie xGA nennen (erwartete „Tor-Aktion").
- Das Alte (xG): Ein Computer schaut nur auf den Schuss: Wie weit war der Schuss? Aus welchem Winkel? Wie gut ist der Torwart?
- Das Neue (xGA): Der Computer schaut sich den ganzen Weg an. Wie viele Pässe waren vorher? Wie viele Spieler waren beteiligt? Wie gut lief das Team zusammen?
Die Analogie: Wenn Sie einen Kuchen backen, zählt für die neue Messung nicht nur, ob der Kuchen am Ende gut schmeckt. Es zählt auch, ob die Zutaten frisch waren, ob der Teig gut geknetet wurde und ob alle im Team beim Backen geholfen haben. Ein schlechter Schuss aus einer perfekten Teamaktion bekommt trotzdem eine hohe Bewertung, weil die „Vorarbeit" toll war.
2. Das Spiel mit den begrenzten Teams (Der „Restricted Shapley"-Wert)
Jetzt kommt der mathematische Teil, den die Forscher sehr clever gelöst haben. Sie nutzen eine Idee aus der Spieltheorie, die „Shapley-Wert" genannt wird.
Stellen Sie sich vor, ein Team ist eine Gruppe von Handwerkern, die ein Haus bauen. Der Shapley-Wert berechnet fair, wie viel jeder Einzelner zum Gesamtergebnis beigetragen hat.
- Das Problem: In der echten Welt können nicht alle möglichen Gruppen von Handwerkern zusammenarbeiten. Der Trainer hat nur 11 Spieler auf dem Feld, und er stellt sie in bestimmten Formationen auf. Nicht jeder kann mit jedem zusammenarbeiten.
- Die Lösung: Die Forscher haben eine „beschränkte" Version entwickelt. Sie schauen nicht auf theoretische, unmögliche Teams, sondern nur auf die tatsächlichen Gruppen, die im Spiel wirklich zusammenpasst haben.
Die Analogie: Stellen Sie sich eine Band vor. Nicht jeder Gitarrist kann mit jedem Schlagzeuger spielen, weil sie nicht den gleichen Stil mögen. Die Forscher berechnen den Wert eines Musikers nur basierend auf den Songs, die er tatsächlich mit den anderen gespielt hat, nicht auf Songs, die theoretisch möglich wären, aber nie gespielt wurden.
3. Die Ergebnisse: Wer ist der echte Held?
Die Forscher haben diese Methode auf die italienische Serie A (2022/23) angewendet, speziell auf die Teams AC Mailand und SSC Neapel.
Was haben sie herausgefunden?
- Überraschungen: Es gibt Spieler, die viele Tore schießen, aber wenig zum Team beitragen (sie sind wie Solisten, die nur auf sich selbst achten). Und es gibt Spieler, die kaum Tore schießen, aber das Rückgrat des Teams sind (sie bauen die Brücke, über die das Tor möglich wird).
- Beispiel Neapel: Victor Osimhen (der Top-Torschütze) steht ganz oben. Aber auch Spieler wie Kvaratskhelia oder Anguissa haben gezeigt, dass sie extrem wichtig für den Aufbau waren, auch wenn sie nicht immer selbst getroffen haben.
- Beispiel Mailand: Olivier Giroud und Rafael Leão waren die wichtigsten Akteure. Interessanterweise haben auch einige Verteidiger (wie Tomori) einen hohen Wert, weil sie den Ball gewannen und den Angriff erst ermöglicht haben.
Warum ist das wichtig?
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Trainer oder ein Scout, der einen neuen Spieler kaufen will.
- Früher: „Schau, dieser Spieler schießt viele Tore! Wir kaufen ihn!" (Aber vielleicht war er nur ein Glückskind oder hat nur in einem perfekten Team gespielt).
- Jetzt: „Schau, dieser Spieler schießt nicht viele Tore, aber er ist der Kleber im Team. Ohne ihn funktioniert das Puzzle nicht."
Die Studie hilft Vereinen, faire Verträge zu zahlen und die richtigen Spieler zu finden. Sie zeigt, dass Fußball ein Teamspiel ist, bei dem derjenige, der den Ball anspielt, genauso wichtig sein kann wie derjenige, der ihn ins Netz knallt.
Zusammenfassend: Die Forscher haben eine neue Brille entwickelt, durch die man sieht, dass im Fußball nicht nur der Schütze zählt, sondern das gesamte Netzwerk an Zusammenarbeit, das zum Tor führt. Und sie haben eine Methode erfunden, um genau zu berechnen, wie viel jeder Einzelne zu diesem Erfolg beigetragen hat.