The new Geological Age that never was or the multiple layers of the Transientocene

Obwohl die Internationale Union für Geowissenschaften den Anthropozän im März 2024 nicht als formelles geologisches Zeitalter anerkannt hat, argumentiert die Arbeit, dass die allgegenwärtigen und sich ständig wandelnden menschlichen Einflüsse auf den Planeten eine neue Perspektive als „Transientozän" erfordern, die die dynamische und vielschichtige Natur unserer gegenwärtigen Transformation besser erfasst als eine statische geologische Klassifizierung.

Orfeu Bertolami

Veröffentlicht 2026-04-09
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Der Titel: Warum die „Menschheits-Ära" vielleicht gar kein fester Stein ist

Stell dir vor, die Geologen sind wie die Bibliothekare der Erde. Sie sortieren die Geschichte unseres Planeten in dicke, feste Bücher, die „Zeitalter" heißen (wie das Holozän, in dem wir die letzten 12.000 Jahre lebten).

Vor kurzem wollten diese Bibliothekare ein neues, riesiges Kapitel einfügen: das Anthropozän (die „Menschheits-Ära"). Die Idee war: „Seit wir den Planeten so stark verändert haben, dass wir wie eine Naturgewalt wirken, brauchen wir ein neues Buch."

Aber im März 2024 haben die Geologen gesagt: „Nein, danke." Sie wollten das neue Kapitel nicht offiziell in den Katalog aufnehmen. Warum? Weil es ihnen zu chaotisch und zu schnelllebig war. Ein geologisches Zeitalter sollte wie ein stabiler Felsblock sein, der über Millionen Jahre steht. Aber das, was wir Menschen tun, ist eher wie ein wilder, ungestümer Sturm.

Die neue Idee: Das „Transientocene" (Die Ära des Flüchtigen)

Der Autor des Artikels, Orfeu Bertolami, sagt: „Okay, die Geologen haben recht, es passt nicht in ihr altes Schema. Aber das ändert nichts daran, dass wir die Erde massiv verändern."

Statt also zu versuchen, unser Chaos in ein starres, steinernes Regal zu zwängen, schlägt er einen neuen Namen vor: Transientocene.

  • Was bedeutet das? Es kommt von „transient" (vergänglich, flüchtig).
  • Die Metapher: Stell dir das Anthropozän nicht als einen festen Felsen vor, sondern als einen riesigen, sich ständig verändernden Wirbelwind. Oder wie einen Fluss, der so schnell fließt, dass du kein einzelnes Wassertröpfchen festhalten kannst, um es zu analysieren.

Wir leben in einer Zeit, in der sich alles so schnell dreht (Klimawandel, KI, Politik, Internet), dass es keinen Sinn macht, nach einem einzigen „Stein" zu suchen, der alles erklärt. Stattdessen haben wir viele Schichten:

  1. Die Plastik-Schicht: Unser Müll.
  2. Die Chip-Schicht: Die Überreste unserer Computer und Handys.
  3. Die KI-Schicht: Bald vielleicht die Spuren von künstlicher Intelligenz.

Diese Schichten kommen so schnell übereinander, dass sie keine einzelne, klare Linie bilden. Sie sind wie ein Mehrschichtkuchen, der noch gar nicht fertig gebacken ist und ständig neu dekoriert wird.

Das große Problem: Die „Polikrise"

Der Autor nennt unsere Zeit auch das Zeitalter der Polikrise.

  • Vergleich: Stell dir vor, du fährst ein Auto, aber alle vier Reifen sind platt, das Lenkrad klemmt, der Motor raucht und gleichzeitig brennt das Haus ab, in dem du sitzt. Das ist keine einzelne Krise, das ist ein Bündel von Krisen, die sich alle gegenseitig anfachen.
  • Klimawandel, Armut, Kriege und künstliche Intelligenz hängen so eng zusammen, dass man sie nicht einzeln lösen kann. Wenn man einen Knoten zieht, spannt sich der ganze Strang.

Die Gefahr der „Super-Intelligenz" (KI)

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Künstliche Intelligenz (KI).

  • Die Metapher: Früher haben Maschinen schwere Arbeit für uns gemacht (wie ein Pflug). Aber die neue KI könnte uns ganz ersetzen.
  • Der Autor warnt: Wenn wir nicht aufpassen, wird die KI zu einer Art „Super-Arbeitssklave", der alles besser und billiger macht als Menschen. Das könnte dazu führen, dass die Menschen überflüssig werden und die Gesellschaft in Chaos gerät.
  • Er nennt das „Novacene" (eine Idee von James Lovelock), aber warnt, dass dies nur gut ist, wenn wir die KI streng kontrollieren und fair verteilen, was wir verdienen.

Was müssen wir tun? (Der Weckruf)

Der Autor ist nicht nur pessimistisch, er ruft uns zur Vernunft auf:

  1. Wir müssen aufhören, nur auf den nächsten Gewinn zu schauen. Unser Wirtschaftssystem jagt nur nach Profit, aber das zerstört unseren Lebensraum.
  2. Wir brauchen mehr Mitgefühl. Anstatt uns gegenseitig zu bekämpfen (wie in Kriegen oder durch Populismus), müssen wir lernen, zusammenzuarbeiten.
  3. Neue Erziehung: Wir müssen unseren Kindern beibringen, nicht nur Mathe und Lesen, sondern auch Empathie und Solidarität. Wir müssen lernen, dass wir alle in einem Boot sitzen.

Fazit in einem Satz

Wir leben in einer Zeit, die zu schnell und zu chaotisch ist, um sie in ein altes geologisches Buch zu kleben. Wir sollten sie stattdessen als „Transientocene" bezeichnen – eine Ära des ständigen Wandels, die uns zwingt, unsere Art zu leben, zu denken und zusammenzuarbeiten, um nicht im Chaos unterzugehen.

Kurz gesagt: Die Geologen wollen den Namen nicht offiziell bestätigen, aber die Realität ist da. Wir müssen uns schnell ändern, bevor der Wirbelwind uns alle mitreißt.

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