The Winnability of Klondike Solitaire and Many Other Patience Games

Die Studie stellt vor, wie das allgemeine KI-Programm „Solvitaire" mithilfe von Suchalgorithmen und speziellen Techniken die Gewinnwahrscheinlichkeiten für 73 Varianten von 35 Patience-Spielen, einschließlich Klondike, mit bisher unerreichter Präzision berechnet und damit bestehende Wissenslücken schließt.

Charlie Blake, Ian P. Gent

Veröffentlicht 2026-03-04
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Die große Solitär-Statistik: Wie ein KI-Experte 73 Kartenspiele durchsucht

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem verschneiten Winterabend und spielen Solitär. Sie haben eine Handvoll Karten, ein paar Stapel und ein Ziel: Alles auf die vier Fundamente sortieren. Aber dann passiert es: Sie stecken fest. Ist das Spiel verloren? Oder hätten Sie nur einen anderen Zug machen müssen?

Seit über 200 Jahren rätseln Menschen über diese Frage. Wie oft gewinnt man eigentlich beim Solitär? Die Antwort darauf galt lange als eine der peinlichsten Lücken in der angewandten Mathematik.

In diesem Papier berichten Charlie Blake und Ian Gent von einer bahnbrechenden Entdeckung: Sie haben einen universellen „Super-Spieler" namens Solvitaire gebaut, der nicht nur ein, sondern 73 verschiedene Varianten von Solitär-Spielen analysiert hat. Und das Ergebnis? Sie haben die Gewinnchancen mit einer Genauigkeit berechnet, die so präzise ist, als würden Sie den Durchmesser eines Haares mit einem Lineal messen.

Hier ist die Geschichte, einfach erklärt:

1. Das Problem: Der „versteckte" Schatz

Stellen Sie sich Solitär wie einen riesigen, dunklen Wald vor. Jeder mögliche Kartenstapel ist ein Pfad. Die meisten Pfade führen in eine Sackgasse, aber einige führen zum Schatz (dem Sieg).
Früher haben Forscher versucht, diesen Wald zu durchsuchen, indem sie nur einen einzigen Weg nach dem anderen abklopften. Das war langsam und oft ungenau. Für das beliebteste Spiel, Klondike (das Spiel, das auf jedem Windows-Computer ist), wusste man nur grob: „Etwa 80 %". Aber wie genau? War es 79 %? 82 %? Niemand wusste es genau.

2. Die Lösung: Der universelle Detektiv „Solvitaire"

Die Autoren haben keine 73 verschiedene Detektive gebaut, sondern einen einzigen, extrem schlauen KI-Detektiv.

  • Der Trick: Statt das Spiel hart codiert zu haben (wie ein Roboter, der nur Klondike kennt), haben sie dem Detektiv eine Sprache beigebracht. Sie können ihm eine Regelbeschreibung in einem einfachen Textformat (JSON) geben, und er versteht sofort: „Ah, hier darf man nur rote Karten auf schwarze legen, dort darf man nur Könige in leere Fächer stellen."
  • Die Methode: Der Detektiv nutzt eine Technik namens „Tiefensuche". Er läuft einen Pfad bis zum Ende. Wenn er feststeckt, geht er einen Schritt zurück und probiert den nächsten Weg. Er ist wie ein Entdecker, der jeden einzelnen Ast eines Baumes untersucht, bis er sicher weiß, ob ein Schatz versteckt ist oder nicht.

3. Die Werkzeuge: Wie der Detektiv schneller wird

Ein Wald ist riesig. Wenn der Detektiv jeden einzelnen Ast einzeln prüft, würde er ewig brauchen. Deshalb nutzt er vier magische Werkzeuge:

  • Das Gedächtnis (Transposition Tables): Stellen Sie sich vor, Sie laufen im Wald und kommen an eine Kreuzung. Sie gehen links, dann rechts, dann wieder links und landen genau an derselben Stelle wie zuvor. Der Detektiv merkt sich: „Hey, ich war hier schon mal!" und spart sich die Zeit, diesen Weg nochmal zu prüfen.
  • Die Symmetrie: Wenn Sie drei leere Fächer haben, ist es egal, in welches Sie die erste Karte legen. Der Detektiv denkt: „Alle diese Fächer sind gleich. Ich muss nur eines prüfen." Das spart enorm viel Zeit.
  • Die Dominanz (Der „kluge" Zug): Manchmal gibt es einen Zug, der offensichtlich der beste ist. Zum Beispiel: Wenn Sie eine Karte sofort auf das Fundament legen können, warum sollten Sie sie auf dem Tisch lassen? Der Detektiv sagt: „Mach das sofort!" und ignoriert alle anderen, dummen Möglichkeiten.
  • Die Streamliner (Die „Vorschau"): Manchmal nimmt der Detektiv eine kleine Annahme vor: „Ich gehe mal davon aus, dass wir immer sofort auf das Fundament legen." Wenn das funktioniert, super! Wenn nicht, weiß er: „Okay, dann war es ein falscher Verdacht, aber ich habe viel Zeit gespart."

4. Die Ergebnisse: Was wir nun wissen

Das Team hat Millionen von zufälligen Kartenspielen durchgespielt. Hier sind die Highlights:

  • Klondike (Das klassische Windows-Spiel): In der „klugen" Variante (wo man alle Karten sieht, auch die verdeckten), gewinnt man 81,945 % der Zeit. Das ist eine Verbesserung der Genauigkeit um das 30-fache gegenüber früheren Schätzungen!
  • Die Überraschung: Manche Spiele, die man für schwer hält, sind eigentlich leicht zu gewinnen. Andere, die einfach aussehen, sind fast unmöglich.
  • Die „Worrying Back"-Regel: Das ist ein Begriff aus dem Papier, der bedeutet: „Darf man eine Karte vom Fundament zurück auf den Tisch legen?" Die Forscher fanden heraus: Je mehr Karten man vom Stapel zieht (z. B. 3 auf einmal statt 1), desto wichtiger wird es, diese Rückwärtszüge zu nutzen, um zu gewinnen.

5. Warum ist das wichtig?

Vielleicht denken Sie: „Warum interessiert es mich, ob ich Solitär gewinne?"
Es geht nicht nur um Karten. Es geht um Künstliche Intelligenz.

  • Der Beweis: Sie haben gezeigt, dass ein einziges Programm fast jedes Solitär-Spiel lösen kann. Früher brauchte man für jedes Spiel einen speziellen Computer-Code. Jetzt reicht eine Regelbeschreibung.
  • Die Geschichte: Der Erfinder der Monte-Carlo-Methode (eine berühmte Rechenmethode), Stanislaw Ulam, hat Solitär gespielt, um zu verstehen, wie Zufall funktioniert. Mit diesem Papier haben die Autoren genau das getan, was Ulam sich vorstellte: Sie haben die Gewinnchancen von Solitär mit der Methode berechnet, die er erfunden hat.
  • Die Fehlerfindung: Während sie ihre KI bauten, entdeckten sie Fehler in anderen, älteren Solitär-Programmen. Ihre KI war so gründlich, dass sie sogar die alten „Experten" korrigieren musste.

Fazit

Dieses Papier ist wie eine Landkarte für einen riesigen Wald von Kartenspielen. Die Autoren haben nicht nur die Gewinnchancen für Klondike und viele andere Spiele präzise vermessen, sondern auch bewiesen, dass man mit cleverer KI und ein paar klugen Regeln fast jedes Rätsel lösen kann.

Das nächste Mal, wenn Sie Solitär spielen und denken: „Ich habe Pech gehabt", können Sie beruhigt sein: Statistisch gesehen haben Sie in über 80 % der Fälle eine Chance zu gewinnen – wenn Sie nur die richtigen Züge kennen. Und jetzt weiß die KI, was diese Züge sind!

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