Against the "nightmare of a mechanically determined universe": Why Bohm was never a Bohmian

Der Artikel widerlegt die gängige Annahme, David Bohm sei ein deterministischer Verfechter gewesen, indem er zeigt, dass er mechanistischen Determinismus stets ablehnte und seine philosophischen Ansichten daher missverstanden wurden.

Ursprüngliche Autoren: Flavio Del Santo, Gerd Christian Krizek

Veröffentlicht 2026-02-18
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Die große Verwechslung: Warum David Bohm kein „Bohmianer" war

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus. Ein Architekt (David Bohm) entwirft einen Bauplan, um zu beweisen, dass es möglich ist, ein Haus aus Ziegeln zu bauen, obwohl alle anderen sagen: „Nein, Häuser müssen aus Wolken bestehen!"

Der Architekt zeigt seinen Plan. Die Welt ist begeistert. Sie nennen das Haus „Bohm-Haus" und glauben, der Architekt liebe Ziegelsteine über alles. Aber das ist ein Missverständnis! Der Architekt hat den Plan nur gebaut, um zu beweisen, dass andere Ideen falsch sind. Er selbst hasst Ziegelsteine eigentlich und möchte, dass das Haus aus etwas viel Komplexerem, Lebendigerem besteht.

Genau das ist die Kernaussage dieses Artikels über den Physiker David Bohm.

1. Das alte Märchen (Die Standard-Erzählung)

Die Geschichte, die die meisten Physiker und Historiker erzählen, klingt so:

  • Phase 1: Bohm war ein junger Mann, der den „Copenhagen-Club" (die offizielle Schule der Quantenphysik) unterstützte. Diese Schule sagte: „Das Universum ist zufällig. Gott würfelt." Bohm war damit einverstanden.
  • Phase 2: Dann traf er Albert Einstein (der sagte: „Gott würfelt nicht!") und wurde Marxist. Durch diesen „Kontakt" hatte er eine plötzliche Sinneswandel. Er wurde zum fanatischen Verfechter des Determinismus. Das bedeutet: Alles im Universum ist wie eine riesige Uhr, die abläuft. Wenn man den Anfang kennt, kennt man das Ende. Er baute seine berühmte „Pilot-Wellen-Theorie" (die heute oft „Bohmische Mechanik" genannt wird), um zu beweisen, dass alles vorherbestimmt ist.
  • Phase 3: Später verlor er sein Interesse an der Politik und gab das Determinismus-Thema wieder auf.

Die Autoren des Artikels sagen jedoch: „Nein! Das ist falsch!"

2. Die wahre Geschichte: Der Architekt gegen die Maschine

Die Autoren zeigen mit Briefen und alten Texten, dass Bohm niemals ein fanatischer Determinist war. Er hasste die Vorstellung einer „mechanisch bestimmten Welt" (wie eine riesige, starre Maschine) sein ganzes Leben lang.

Hier sind die wichtigsten Punkte, erklärt mit Analogien:

  • Der Unterschied zwischen Ursache und Schicksal:
    Die Leute verwechseln oft „Kausalität" (Ursache und Wirkung) mit „Determinismus" (Schicksal).

    • Die Analogie: Stellen Sie sich einen Fluss vor.
      • Determinismus wäre, wenn der Fluss in einem starren Betonkanal fließt. Er muss genau dorthin, wo der Kanal ihn hinführt. Keine Abweichung möglich.
      • Kausalität (Bohms Sicht) bedeutet nur, dass das Wasser fließt, weil es bergab geht. Aber der Fluss kann sich verzweigen, neue Bäche bilden oder sich ändern. Es gibt eine Regel (das Gefälle), aber kein starres Schicksal.
        Bohm wollte immer, dass das Universum wie ein lebendiger Fluss ist, nicht wie ein Betonkanal.
  • Der Albtraum der Maschine:
    Bohm nannte den strengen Determinismus einen „Albtraum". Er dachte: Wenn alles vorherbestimmt ist, gibt es keine echte Freiheit, keine echten neuen Ideen und keine Entwicklung. Das Universum wäre nur ein abgehackter Film, der schon am Anfang abgespielt wurde. Das wollte er nicht.

  • Warum baute er dann den „Determinismus-Plan"?
    Warum hat Bohm dann 1952 eine Theorie veröffentlicht, die aussieht wie eine deterministische Maschine?

    • Der Beweis: Er wollte nur beweisen, dass die Gegner (die sagten, man könne keine verborgenen Regeln finden) sich irren. Er sagte im Grunde: „Schaut mal, ich kann eine deterministische Version bauen. Also ist es möglich. Aber ich glaube nicht, dass das die wahre Natur ist."
    • Der Trick: Er nutzte seine Theorie als Werkzeug, um die Tür zu öffnen, nicht als das endgültige Ziel.
  • Das Geheimnis der unendlichen Ebenen:
    Bohms wahre Philosophie war viel tiefer. Er glaubte an unendlich viele Ebenen der Realität.

    • Die Analogie: Stellen Sie sich eine russische Matroschka-Puppe vor. Aber statt 5 Puppen gibt es unendlich viele.
    • Auf einer Ebene (z. B. was wir sehen) könnte es wie Zufall aussehen. Auf der Ebene darunter könnte es wie eine feste Regel aussehen. Aber auf der Ebene noch tiefer wieder anders.
    • Weil es unendlich viele Ebenen gibt, kann man das Universum nie vollständig in eine einfache Formel (Determinismus) pressen. Es ist immer komplexer, als wir denken können. Das ist für Bohm die wahre Freiheit der Natur.

3. Was ist mit den „Bohmianern"?

Heute gibt es viele Physiker, die sich „Bohmianer" nennen. Sie glauben, Bohms Theorie sei die endgültige Wahrheit: Teilchen haben feste Bahnen, alles ist vorherbestimmt.

Die Autoren sagen dazu: Das ist ein riesiges Missverständnis.
Wenn Bohm heute aufstehen könnte, würde er sagen: „Warum nennen sie das 'Bohmische Mechanik'? Haben sie nicht ein Wort von dem gelesen, was ich geschrieben habe?"

Er wäre entsetzt, dass Leute seine vorübergehende Idee als die endgültige Wahrheit verehren. Es ist wie bei Albert Einstein: Einstein half beim Bau der Atombombe (um den Krieg zu gewinnen), aber er war ein lebenslanger Pazifist. Man kann Einstein nicht zitieren, um den Bau von Bomben zu rechtfertigen. Genauso kann man Bohm nicht zitieren, um zu sagen, das Universum sei eine starre, deterministische Maschine.

Fazit in einem Satz

David Bohm war kein Verfechter einer starren, vorherbestimmten Welt, sondern ein Philosoph, der das Universum als eine unendlich komplexe, lebendige und sich ständig entwickelnde Struktur sah – und seine berühmte deterministische Theorie war nur ein vorübergehender Versuch, die Grenzen der damaligen Physik aufzuzeigen, nicht sein endgültiges Ziel.

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