Balancing the Byline: Exploring Gender and Authorship Patterns in Canadian Science Publishing Journals

Diese Studie analysiert über 67.000 Artikel in kanadischen Wissenschaftsjournalen und zeigt, dass Frauen trotz ihrer hohen Einreichungsquote mit weniger als einem Drittel der Autoren sowie seltener in Führungspositionen vertreten sind, was auf systemische Barrieren in der Wissenschaft statt auf Publikationsverzerrungen hindeutet.

Eden J. Hennessey, Amanda Desnoyers, Margaret Christ, Adrianna Tassone, Skye Hennessey, Bianca Dreyer, Alex Jay, Patricia Sanchez, Shohini Ghose

Veröffentlicht 2026-03-06
📖 5 Min. Lesezeit🧠 Tiefgang

Each language version is independently generated for its own context, not a direct translation.

Titel: Wer schreibt die Wissenschaft? Eine Reise durch die Kanadischen Wissenschaftsjournale

Stellen Sie sich die Wissenschaft wie eine riesige, lebhafte Party vor. Jeder, der etwas Wichtiges entdeckt oder erforscht, möchte gerne auf der Tanzfläche stehen und seine Geschichte erzählen. In Kanada gibt es einen sehr großen, angesehenen Veranstaltungsort namens „Canadian Science Publishing" (CSP). Hier werden die wichtigsten wissenschaftlichen Geschichten gesammelt und veröffentlicht.

Ein Team von Forschern hat sich nun vorgenommen, die Gästeliste dieser Party genauer unter die Lupe zu nehmen. Ihre Frage war einfach: Wer steht eigentlich auf der Tanzfläche? Sind dort genauso viele Frauen wie Männer, oder dominiert eine Gruppe?

Hier ist die Geschichte ihrer Entdeckungen, einfach erklärt:

1. Die große Ungleichheit auf der Tanzfläche

Das Team hat über 67.000 Einträge geprüft – das sind so viele, als würde man jeden einzelnen Gast auf einer riesigen Festivalwiese zählen. Das Ergebnis war eindeutig: Männer sind immer noch die meisten Gäste.

  • Die Statistik: Von allen veröffentlichten Geschichten stammen nur etwa ein Drittel von Frauen. Zwei Drittel kommen von Männern.
  • Der Vergleich: Es ist, als würde man in ein Restaurant gehen, wo 67 % der Tische von Männern besetzt sind und nur 33 % von Frauen, obwohl Kanada eigentlich dafür bekannt ist, sehr fair und inklusiv zu sein.

2. Ist der Türsteher unfair? (Der „Review"-Prozess)

Eine wichtige Frage war: Werden Frauen vielleicht vom „Türsteher" (den Gutachtern, die entscheiden, ob ein Artikel veröffentlicht wird) unfair behandelt?

  • Die Überraschung: Nein, der Türsteher scheint nicht diskriminierend zu sein. Der Anteil der Frauen, die einen Artikel eingereicht haben, war fast genau gleich hoch wie der Anteil der Frauen, deren Artikel auch akzeptiert wurden.
  • Die Metapher: Stellen Sie sich vor, Frauen und Männer werfen beide gleich viele Briefe durch den Briefschlitz. Der Briefträger (das Journal) nimmt beide gleich gerne an. Das Problem liegt also nicht beim Briefträger, sondern daran, dass viel weniger Frauen überhaupt erst einen Brief schreiben. Das Problem beginnt also viel früher, lange bevor der Artikel eingereicht wird.

3. Die verschiedenen Abteilungen der Party

Die Wissenschaft ist nicht überall gleich. Man kann sie in verschiedene Zimmer unterteilen:

  • Das Biomedizin-Zimmer (Medizin & Biologie): Hier ist es am gemischtesten. Fast die Hälfte der Gäste sind Frauen. Das ist wie ein gut gefüllter Tanzsaal.
  • Das Ingenieur-Zimmer (Technik & Bau): Hier ist es sehr einsam für Frauen. Nur etwa 21 % der Gäste sind Frauen. Es ist wie ein Raum, in dem fast nur Männer tanzen.
  • Das Physik-Zimmer: Auch hier sind Frauen unterrepräsentiert, aber es gibt eine interessante Ausnahme: Wenn Frauen hier allein tanzen (als alleinige Autorin), sind sie überraschend stark vertreten. Es scheint, als hätten einige Frauen in der Physik einen eigenen, starken Weg gefunden, sich zu behaupten.

4. Wer führt den Tanz an? (Die Reihenfolge der Namen)

In der Wissenschaft ist die Reihenfolge der Namen auf einem Artikel sehr wichtig.

  • Der Erste Name: Das ist der Haupttänzer, der die meisten Schritte gemacht hat.
  • Der Letzte Name: Das ist der Tanzlehrer oder der Chef, der die Musik ausgewählt und den Raum bezahlt hat.

Das Team fand heraus: Frauen stehen viel seltener an diesen wichtigen Positionen.

  • Frauen sind seltener die „Erste" (die Hauptautorin).
  • Frauen sind noch seltener die „Letzte" (die leitende Senior-Forscherin).
  • Stattdessen stehen sie oft in der Mitte der Liste. Das ist wie bei einer Band: Die Männer spielen oft den Solisten oder den Bandleader, während die Frauen im Hintergrund das Rhythmusinstrument spielen. Das macht sie weniger sichtbar für die Karriereleiter.

5. Solo oder im Team?

Wissenschaft ist heute fast immer ein Team-Sport.

  • Die häufigste Kombination ist ein Team aus Männern und Frauen. Das ist gut!
  • Aber: Teams, die nur aus Frauen bestehen, sind sehr selten (nur 4 %).
  • Teams, die nur aus Männern bestehen, sind noch immer sehr häufig (26 %).
  • Frauen, die alleine schreiben, sind die seltensten von allen (nur 2 %).

Was bedeutet das alles für uns?

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus. Wenn Sie nur die Hälfte der verfügbaren Baumeister (die Frauen) einstellen, wird das Haus vielleicht stehen, aber es fehlt an Perspektiven, Ideen und vielleicht sogar an Stabilität.

Die Forscherinnen und Forscher sagen uns:

  1. Das Problem ist nicht der Briefkasten: Die Journale in Kanada sind nicht unbedingt unfair beim Annehmen von Artikeln.
  2. Das Problem ist die Pipeline: Es gibt zu wenig Frauen, die überhaupt in den Wissenschaftsberufen arbeiten, um Artikel zu schreiben. Wenn weniger Frauen in der Wissenschaft sind, gibt es automatisch weniger Frauen auf der Publikationsliste.
  3. Wir müssen mehr tun: Um die Party fairer zu machen, reicht es nicht, nur den Briefkasten zu prüfen. Wir müssen dafür sorgen, dass mehr Frauen überhaupt erst lernen, die Wissenschaft zu „betreten", dass sie gefördert werden und dass sie als Chefinnen (letzte Autorinnen) sichtbar sind.

Fazit:
Die Wissenschaft in Kanada ist ein großes, wichtiges Werk. Damit es wirklich für alle da ist und die besten Ideen hervorbringt, muss sichergestellt werden, dass die ganze Bandbreite der Gesellschaft – also auch die Frauen – nicht nur im Publikum sitzt, sondern auch auf der Bühne steht, die Musik macht und die Tanzfläche führt. Es ist an der Zeit, die Gästeliste zu erweitern, damit die Party für alle gleich laut und fröhlich wird.