Investor risk profiles of large language models

Diese Studie untersucht, wie drei große Sprachmodelle (GPT, Gemini und Llama) standardisierte Anleger-Risikoprofile generieren und wie diese Profile durch spezifische Persona-Prompts beeinflusst werden, wobei sich je nach Modell unterschiedliche Risikoneigungen und Konsistenzen zeigen.

Hanyong Cho, Geumil Bae, Jang Ho Kim

Veröffentlicht Wed, 11 Ma
📖 4 Min. Lesezeit☕ Kaffeepausen-Lektüre

Each language version is independently generated for its own context, not a direct translation.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einem sehr klugen, aber noch etwas unerfahrenen Finanzberater, der nicht aus Fleisch und Blut besteht, sondern aus purem Code und Daten besteht. Das sind die Large Language Models (LLMs) wie GPT, Gemini und Llama.

Die Forscher aus diesem Papier haben sich gefragt: „Wenn wir diese KI-Modelle bitten, sich selbst als Anleger zu beschreiben, wer sind sie dann? Und können wir sie dazu bringen, sich wie wir zu verhalten?"

Hier ist die Geschichte ihrer Entdeckungen, übersetzt in einfache Sprache:

1. Die drei Charaktere: Wer ist wer?

Die Forscher haben drei der bekanntesten KI-Modelle (GPT, Gemini und Llama) gebeten, einen standardisierten Fragebogen für Anleger auszufüllen. Sie haben das 100 Mal wiederholt, um zu sehen, ob die Antworten stabil sind.

Stellen Sie sich die Modelle wie drei verschiedene Personen vor, die in einem Raum sitzen:

  • Gemini ist der „Stabile Mittelschichtler":
    Er ist sehr konsistent. Wenn Sie ihn 100 Mal fragen, gibt er fast immer die gleiche Antwort. Er ist ein gemäßigter Anleger: nicht zu riskant, nicht zu vorsichtig. Er ist wie ein Freund, der immer die gleichen Schuhe trägt und sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt.
  • Llama ist der „Sicherheitsbewusste":
    Er neigt dazu, etwas ängstlicher zu sein. Er mag Risiken nicht besonders gerne und hält sich lieber an sichere Häfen. Er ist wie jemand, der sein Geld lieber unter der Matratze verwahrt als in der Aktie.
  • GPT ist der „Abenteuerlustige mit Launen":
    Er ist am mutigsten (moderat aggressiv), aber auch am unvorhersehbarsten. Manchmal sagt er „Ja, wir machen das", und beim nächsten Mal zögert er. Er ist wie ein Freund, der gerne neue Restaurants probiert, aber manchmal auch vergisst, was er bestellt hat.

Wichtiges Detail: Alle drei sind sich einig, dass sie Langzeit-Investoren sind. Keiner von ihnen will sein Geld morgen schon wieder abheben. Sie alle denken in Jahren, nicht in Tagen.

2. Der „Verkleidungs-Test" (Personas)

Dann haben die Forscher eine spannende Frage gestellt: „Können wir diese KIs verkleiden?"

Sie haben den KIs gesagt: „Stell dir vor, du bist 20 Jahre alt und hast wenig Geld" oder „Stell dir vor, du bist 50, reich und ein Profi".

Das Ergebnis war wie bei einem Schauspieler, der eine Rolle spielt:

  • Die KIs können sich verstellen: Wenn man ihnen sagte, sie seien risikofreudig, antworteten sie auch risikofreudiger. Wenn man ihnen sagte, sie seien ängstlich, wurden sie vorsichtiger.
  • Aber jeder spielt anders:
    • Gemini blieb sehr stabil, auch wenn er sich verkleidete. Er passte sich an, aber ohne große Schwankungen.
    • GPT reagierte stark auf die Verkleidung. Wenn er als junger, reicher Profi verkleidet wurde, wurde er noch mutiger.
    • Llama blieb auch als junger, reicher Profi eher zurückhaltend. Er ist einfach von Natur aus vorsichtiger.

3. Was bedeutet das für uns? (Die Metapher vom Werkzeugkasten)

Stellen Sie sich diese KIs wie Werkzeuge vor.

  • Wenn Sie einen Hammer brauchen, ist es egal, ob der Hammer aus Holz oder Metall ist – er schlägt Nägel.
  • Aber wenn Sie einen Finanzberater suchen, ist es wichtig, welchen Hammer Sie nehmen.

Die Studie zeigt uns zwei Dinge:

  1. KIs sind keine neutralen Spiegel. Sie haben alle ihre eigene „Persönlichkeit" (Bias). GPT ist mutiger als Llama. Wenn Sie also einen KI-Berater nutzen, hängt Ihre Empfehlung davon ab, welches Modell Sie fragen.
  2. KIs können lernen, aber sie sind nicht perfekt. Wenn Sie ihnen sagen: „Ich bin jung und risikofreudig", verstehen sie das und passen sich an. Aber sie tun es nicht alle gleich gut.

Das Fazit in einem Satz

Diese KIs sind wie drei verschiedene Schauspieler, die alle gut darin sind, die Rolle eines Anlegers zu spielen. Aber wenn Sie einen Film drehen (also eine echte Finanzberatung brauchen), müssen Sie wissen, welcher Schauspieler (GPT, Gemini oder Llama) gerade auf der Bühne steht, denn jeder spielt die Rolle ein wenig anders.

Die Warnung: Nutzen Sie diese KIs nicht blind als Ihren einzigen Finanzberater. Seien Sie sich bewusst, dass das Modell, das Sie nutzen, eine eigene „Meinung" über Risiko hat, die Sie vielleicht gar nicht teilen.