From Core to Periphery? Assessing Remote Works Potential to Rebalance EU Regional Development

Die Studie zeigt, dass die durch Remote Work ausgelöste räumliche Mobilität in der EU vorwiegend innerhalb derselben Urbanisierungsebene stattfindet und peri-urbane Zonen stärkt, anstatt eine breite Umverteilung hin zu strukturell schwächeren peripheren Regionen auszulösen.

Sławomir Kuzmar

Veröffentlicht 2026-04-10
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Titel: Arbeiten von zu Hause – Flucht aus der Stadt oder nur ein Umzug in die nächste Nachbarschaft?

Stellen Sie sich das Europa vor der Pandemie wie einen riesigen, gut organisierten Ameisenhaufen vor. Die meisten Ameisen (die Arbeitnehmer) lebten und arbeiteten in der Mitte des Haufens (den großen Städten). Sie mussten jeden Tag den gleichen Weg zurücklegen, um an ihre Futterstelle zu kommen.

Dann kam die Pandemie und plötzlich durften alle Ameisen von ihrem Nest aus arbeiten. Die große Frage war: Werden jetzt alle Ameisen aus dem Haufen fliehen, um in die einsamen, ruhigen Wälder am Rand zu ziehen? Viele Politiker und Träumer hofften auf genau das: Dass die Arbeit von zu Hause aus die großen Städte entlastet und die abgelegenen Dörfer wieder belebt.

Diese Studie von Sławomir Kuźmar schaut sich an, was wirklich passiert ist, indem sie über 7.400 europäische „Home-Office-Arbeiter" befragt hat. Das Ergebnis ist überraschend und etwas anders als die schönen Träume.

Hier ist die einfache Erklärung der wichtigsten Punkte:

1. Der Umzug: Nicht in den Wald, sondern ins Vorort-Paradies

Die große Hoffnung war, dass die Menschen aus den großen Städten in die ländlichen Gebiete ziehen würden (ein „Flucht aus der Stadt"-Szenario).

  • Die Realität: Die meisten Menschen, die umgezogen sind, sind gar nicht weit weg gezogen. Sie sind von einem Stadtteil in einen anderen Stadtteil gezogen oder von der Stadt in die nahegelegene Vorstadt.
  • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie wohnen in einer lauten, teuren Wohnung im Stadtzentrum. Jetzt arbeiten Sie von zu Hause. Statt in ein kleines Häuschen im tiefen Wald zu ziehen, wo es vielleicht kein Internet gibt, ziehen Sie in eine ruhigere, günstigere Wohnung im gleichen Stadtviertel oder in eine grüne Siedlung direkt am Stadtrand.
  • Die Statistik: Von allen Umzügen waren 67 % einfach nur Umzüge innerhalb der Stadt (Stadt zu Stadt). Nur 2 % waren echte Fluchten in die ländliche Einsamkeit. Die Städte bleiben also die Hauptziele, auch für Remote-Arbeiter.

2. Der Grund für den Umzug: Nicht das Internet, sondern das Lebensgefühl

Warum ziehen die Leute um? Viele dachten, das Internet sei der wichtigste Faktor.

  • Die Realität: Das Internet ist fast egal. Die Leute ziehen um, weil sie ein besseres Leben wollen.
  • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie haben einen neuen Schlüssel für Ihr Haus (das Home-Office). Sie könnten theoretisch überall hinziehen. Aber was bewegt Sie wirklich? Nicht die Frage „Ist hier WLAN verfügbar?", sondern: „Ist hier die Luft sauberer?", „Kann ich mir eine größere Wohnung leisten?" oder „Ist es hier sicherer?".
  • Die Statistik: Fast 78 % der Umziehenden sagten, es ging um Lebensqualität. Geld und größere Wohnungen kamen an zweiter Stelle. Die digitale Infrastruktur war für die wenigsten ein Grund zum Umzug.

3. Was wollen die Leute? Die gleichen Dinge, egal wo sie wohnen

Ein sehr interessanter Punkt ist, was sich die Leute wünschen, egal ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben.

  • Die Realität: Ein Remote-Arbeiter auf dem Land wünscht sich fast genau das Gleiche wie einer in der Stadt.
  • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, ein Städter und ein Dorfbewohner bestellen beide Pizza. Der Städter sagt: „Ich brauche eine gute Pizza." Der Dorfbewohner sagt: „Ich brauche auch eine gute Pizza." Sie wollen nicht, dass der Dorfbewohner mit „einfach nur Brot" zufrieden ist. Beide wollen die gleichen „Beilagen": Supermärkte, Parks, Ärzte und gute Schulen.
  • Der Unterschied: Der einzige große Unterschied war der Öffentliche Nahverkehr. In der Stadt ist er wichtig, auf dem Land weniger. Aber bei allem anderen (Parks, Ärzte, Supermärkte) sind die Wünsche identisch.
  • Die Lehre: Wenn Dörfer Remote-Arbeiter anlocken wollen, müssen sie nicht nur Internetkabel verlegen. Sie müssen genau die gleichen Dienstleistungen anbieten wie die Städte (gute Ärzte, schöne Parks, gute Schulen).

4. Wer zieht um? Die „Arbeitsintensität" ist der Schlüssel

Die Studie hat herausgefunden, wer am ehesten umzieht.

  • Die Realität: Je mehr Stunden jemand remote arbeitet, desto wahrscheinlicher zieht er um.
  • Die Analogie: Wenn Sie nur 1 Tag pro Woche von zu Hause arbeiten, fühlen Sie sich noch an Ihren Schreibtisch im Büro gebunden. Wenn Sie aber 5 Tage pro Woche von zu Hause arbeiten, sind Sie wie ein Vogel, dem die Flügel wachsen. Plötzlich können Sie überall hinfliegen.
  • Die Statistik: Wenn jemand von 50 % Home-Office auf 100 % wechselt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er umzieht, um etwa 6,5 %. Das klingt klein, ist aber bei so vielen Menschen eine große Zahl.

Fazit: Kein Wundermittel, aber eine Chance

Die Studie sagt uns: Remote-Arbeit ist kein Zauberstab, der die Welt sofort verändert.

Es wird keine riesige Flut von Menschen geben, die die großen Städte verlassen und die Dörfer füllen. Stattdessen dehnen sich die Städte einfach nur etwas aus (wie ein Gummiband, das sich streckt). Die Menschen bleiben in der Nähe der großen Zentren, suchen aber ruhigere Ecken.

Was bedeutet das für die Politik?
Wenn ein Dorf oder eine abgelegene Region wirklich von dieser neuen Arbeitsweise profitieren will, reicht es nicht, nur zu sagen: „Kommen Sie her, wir haben Internet!"
Sie müssen die Infrastruktur bauen: Gute Ärzte, schöne Parks, sichere Schulen und bezahlbare Wohnungen. Nur wenn ein Dorf das „Lebensgefühl" einer Stadt bieten kann, werden die Remote-Arbeiter wirklich dorthin ziehen und die Region stärken.

Kurz gesagt: Remote-Arbeit gibt uns die Möglichkeit zu ziehen, aber ob wir es tun, hängt davon ab, ob der neue Ort auch ein guter Ort zum Leben ist.

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