Die Neurowissenschaften erkunden das komplexeste Organ im menschlichen Körper: das Gehirn. Dieser Bereich beleuchtet, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren, wie unser Bewusstsein entsteht und welche Mechanismen neurologischen Erkrankungen zugrunde liegen. Von der molekularen Ebene bis zum Verhalten reicht das Spektrum dieser Forschung, die täglich neue Einblicke in die Funktionsweise unseres Denkens liefert.

Auf Gist.Science stellen wir Ihnen die neuesten Vorveröffentlichungen aus bioRxiv vor, die sich direkt mit diesen spannenden Fragestellungen befassen. Unser Team verarbeitet jeden neuen Preprint in dieser Kategorie und bietet Ihnen sowohl verständliche Zusammenfassungen für ein breites Publikum als auch detaillierte technische Analysen für Fachleute. So bleiben Sie stets auf dem aktuellen Stand der Forschung, ohne in unwegsames Fachvokabular zu geraten.

Nachfolgend finden Sie die aktuellsten Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Neurowissenschaften, die wir für Sie aufbereitet haben.

A human iPS cell line for ready-to-use human iAstrocytes that support human neurons

Die Studie stellt eine stabile, induzierbare menschliche iPS-Zelllinie vor, die durch die Expression der Transkriptionsfaktoren NFIB und SOX9 funktionelle Astrozyten (iAstrozyten) erzeugt, welche menschliche Neuronennetzwerke unterstützen und somit die Translation in der Forschung verbessern.

Breuer, L., Dubrovska, H., Krohn, J., Begley, J. C., Sheldon, H. T., Ludwik, K. A., Stachelscheid, H., Dean, C.2026-03-04🧠 neuroscience

Adaptive integration of model-based and model-free strategies in human reinforcement learning of reachable space

Die Studie zeigt, dass Menschen beim Erlernen von Bewegungen im erreichbaren Raum durch ein adaptives Zusammenspiel von modellbasierten und modellfreien Verstärkungslernstrategien lernen, wobei sie mit zunehmender Vertrautheit und unter haptischem Feedback vermehrt auf effiziente, planungsarme modellfreie Strategien umschalten.

Zhu, T., Syan, R., Vejandla, S., Gallivan, J. P., Wolpert, D. M., Flanagan, J. R.2026-03-04🧠 neuroscience

Inhibition of cortico-amygdala projections underlies affective bias modification by psilocybin

Die Studie zeigt, dass Psilocybin über eine 5-HT1A- und 5-HT2A-Rezeptor-vermittelte Hemmung der erregenden cortico-amygdalären Projektionen im prälimbischen Cortex die negative affektive Verzerrung bei Depressionen korrigiert und damit dessen schnelle sowie anhaltende antidepressive Wirkung erklärt.

Claydon, M., Hinchcliffe, J., Bartlett, J., Golden, C., Thomas, C., Gilmour, G., MELLOR, J., Bortolotto, Z., Robinson, E.2026-03-04🧠 neuroscience

Corpus Callosum Dysgenesis impairs metacognition: evidence from multi-modality and multi-cohort replications

Die Studie zeigt durch multi-modale und multi-kohortige Replikationen, dass eine Dysgenese des Corpus callosum die Metakognition beeinträchtigt, indem sie zwar die wahrgenommene Genauigkeit erhält, aber die Fähigkeit zur Anpassung von Vertrauensurteilen an die Aufgabenschwierigkeit durch eine verringerte metakognitive Sensitivität stört.

Barnby, J. M., Dean, R., Burgess, H., Dayan, P. M., Richards, L. J.2026-03-04🧠 neuroscience

Granule cells reorient cortical manifolds to separate contexts but preserve their geometry

Die Studie zeigt, dass Granulazellen im Kleinhirn die niedrigdimensionalen Geometrien kortikaler Aktivitätsmanifolds durch affine Rotationen bewahren, um Kontexte zu trennen, während die Großhirnrinde invariant dynamische Primitive für die Generalisierung bereitstellt.

Garcia-Garcia, M. G., Wojcik, M. J., Thota, S., Drake, L., Otchere, A., Akinwale, O., Ramos, L., Costa, R. P., Wagner, M. J.2026-03-04🧠 neuroscience

Continuous flashing suppression of neural responses and population orientation coding in macaque V1

Die Studie zeigt mittels Zwei-Photonen-Kalziumbildgebung bei Makaken, dass die kontinuierliche Flimmerunterdrückung (CFS) die Orientierungsantworten von Neuronen im primären visuellen Kortex (V1) erheblich unterdrückt, was darauf hindeutet, dass die verbleibende visuelle Information für hochkognitive Prozesse unzureichend ist.

Chen, C.-X., Wang, X., Jiang, D.-Q., Tang, S., Yu, C.2026-03-03🧠 neuroscience

Arm Control and its Recovery after Selective Lesions of Sensorimotor Cortex and the Red Nucleus: A Kinematic Study in Non-Human Primates

Diese kinematische Studie an Rhesusaffen zeigt, dass spezifische Läsionen im motorischen Kortex und im roten Kern unterschiedliche Beeinträchtigungen der Armkontrolle verursachen und dass der Rubrospinaltrakt bei Affen eine wichtige kompensatorische Rolle nach kortikalen Schäden spielt, die beim Menschen aufgrund der rudimentären Ausprägung dieses Trakts fehlt.

Baines, A., Poll, A., Baker, A. M., Krakauer, J. W., Baker, S. N.2026-03-03🧠 neuroscience