Die Neurowissenschaften erkunden das komplexeste Organ im menschlichen Körper: das Gehirn. Dieser Bereich beleuchtet, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren, wie unser Bewusstsein entsteht und welche Mechanismen neurologischen Erkrankungen zugrunde liegen. Von der molekularen Ebene bis zum Verhalten reicht das Spektrum dieser Forschung, die täglich neue Einblicke in die Funktionsweise unseres Denkens liefert.

Auf Gist.Science stellen wir Ihnen die neuesten Vorveröffentlichungen aus bioRxiv vor, die sich direkt mit diesen spannenden Fragestellungen befassen. Unser Team verarbeitet jeden neuen Preprint in dieser Kategorie und bietet Ihnen sowohl verständliche Zusammenfassungen für ein breites Publikum als auch detaillierte technische Analysen für Fachleute. So bleiben Sie stets auf dem aktuellen Stand der Forschung, ohne in unwegsames Fachvokabular zu geraten.

Nachfolgend finden Sie die aktuellsten Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Neurowissenschaften, die wir für Sie aufbereitet haben.

Compromised striatal structure and function in mouse models of RARB-related disorder

Die Studie zeigt, dass RARB-RD-Varianten (p.R387C und p.L402P) bei heterozygoten Mäusen über einen dominant-negativen Mechanismus die Integrität und Funktion des Striatums beeinträchtigen, was zu neurologischen Defiziten führt, die sich durch gezielte Allel-Silencing-Strategien potenziell behandeln lassen.

Zinter, N., Shah, D., Artot, V., Lammetti, N., Semaan, H., Soret, R., Pilon, N., Nassif, C., Birling, M.-C., Raja-Ravi-Shankar, A., Fraulob, V., Caron, V., Tremblay, A., Zapata, G., Danik, M., Michaud (…)2026-02-22🧠 neuroscience

Motor unit mechanisms of speed control in mouse locomotion

Diese Studie zeigt durch Einzel-Motor-Einheiten-Aufzeichnungen an der Mäuse-Trizepsmuskulatur, dass die Geschwindigkeitskontrolle beim Laufen nicht nur durch Änderungen der Feuerrate, sondern vor allem durch eine proportionale Zunahme der Rekrutierungswahrscheinlichkeit einzelner Motor-Einheiten erfolgt, was zu unterschiedlichen Aktivierungsmustern zwischen den Muskelköpfen und zu kinematischen Anpassungen führt.

Thomas, K., Gibbs, R., Marques, H., Carey, M. R., Sober, S. J.2026-02-21🧠 neuroscience

Prior cocaine use disrupts identification of hidden states by single units and neural ensembles in orbitofrontal cortex

Die Studie zeigt, dass eine frühere Kokainexposition bei Ratten die Fähigkeit des Orbitofrontalcortex stört, verborgene Zustände in einer Aufgabenstruktur zu identifizieren, was zu einer übermäßigen neuronalen Unterscheidung irrelevant unterschiedlicher Positionen und zu erhöhtem Verhaltensvariabilität führt.

Zong, W., Mueller, L., Zhang, Z., Zhou, J., Schoenbaum, G.2026-02-21🧠 neuroscience

How to Improve the Reliability of Aperiodic Parameter Estimates in M/EEG: A Method Comparison

Die Studie zeigt, dass die Zuverlässigkeit von aperiodischen M/EEG-Parameterschätzungen durch die Erhöhung der Anzahl erlaubter periodischer Peaks im FOOOF-Tool verringert wird, und schlägt eine theoretisch fundierte Methode namens „censored regression" vor, die durch das Entfernen eines Frequenzbereichs mit erwarteter periodischer Aktivität robustere und zuverlässigere Ergebnisse liefert.

Kalamala, P., Clements, G. M., Gyurkovics, M., Chen, T., Low, K., Fabiani, M., Gratton, G.2026-02-21🧠 neuroscience

p-Brain: An Automated MRI Pipeline for Cerebral Perfusion, Microvasculature, and Blood-Brain Barrier Permeability Estimation

Das Paper stellt p-Brain vor, eine offene, automatisierte End-to-End-Pipeline zur skalierbaren quantitativen Analyse von DCE-MRI-Daten, die mittels maschinellen Lernens und etablierter kinetischer Modelle zuverlässige Schätzungen der zerebralen Perfusion, der Mikrovasculatur und der Blut-Hirn-Schranken-Durchlässigkeit für große Kohorten ermöglicht.

Tireli, E. D., Cramer, S. P., Lindberg, U., Tireli, D., Vestergaard, M. B., Larsson, H. B. W.2026-02-21🧠 neuroscience