Der Bereich Nucl-Ex befasst sich mit Experimenten, die den Aufbau und die Eigenschaften von Atomkernen untersuchen. Wissenschaftler stoßen hier an die Grenzen des Verständnisses, wie Materie auf subatomarer Ebene funktioniert und welche Kräfte die kleinsten Bausteine unseres Universums zusammenhalten. Diese Forschung liefert entscheidende Erkenntnisse für unser Verständnis von Sternen und der Entstehung der Elemente.

Auf Gist.Science bearbeiten wir jeden neuen Preprint aus dieser Kategorie, der auf arXiv veröffentlicht wird. Wir bieten für jedes Papier sowohl eine verständliche Zusammenfassung für ein breites Publikum als auch eine detaillierte technische Analyse, damit Sie die komplexen Ergebnisse schnell erfassen können.

Nachfolgend finden Sie die neuesten Veröffentlichungen aus dem Bereich der Kernphysik-Experimente, die wir für Sie aufbereitet haben.

Dielectron production in proton-proton and proton-lead collisions at sNN\sqrt{s_{\rm{NN}}} = 5.02 TeV

Diese Studie präsentiert die ersten Messungen der Dielektronenproduktion in Proton-Proton- und Proton-Blei-Kollisionen bei sNN\sqrt{s_{\rm{NN}}} = 5,02 TeV mit dem ALICE-Detektor, bestimmt die Charm- und Beauty-Querschnitte und vergleicht die Ergebnisse erstmals direkt über den nuklearen Modifikationsfaktor RpPbR_{\rm{pPb}}, wobei keine Anzeichen für nukleare Materieeffekte gefunden wurden.

ALICE Collaboration2026-02-19⚛️ hep-ex

Measurement of isolated prompt photon production in pp and p-Pb collisions at the LHC

Die ALICE-Kollaboration hat den inklusiven Wirkungsquerschnitt für die Produktion isolierter prompter Photonen in pp- und p-Pb-Kollisionen bei verschiedenen Schwerpunktsenergien gemessen und dabei bei niedrigen Transversalimpulten eine leichte Unterdrückung beobachtet, die mit theoretischen Vorhersagen unter Einbeziehung nuklearer Schattenbildungseffekte übereinstimmt.

ALICE Collaboration2026-02-19⚛️ nucl-ex

Observation of deuteron and antideuteron formation from resonance-decay nucleons

Die ALICE-Kollaboration hat am Large Hadron Collider nachgewiesen, dass etwa 90 % der in Proton-Proton-Kollisionen beobachteten Deuteronen und Antideuteronen durch Kernreaktionen nach dem Zerfall kurzlebiger Resonanzen wie des Δ(1232) entstehen, was ein bisheriges Verständnisdefizit bei der Nukleosynthese in hochenergetischen Hadronenkollisionen schließt und für die Modellierung kosmischer Strahlung sowie Dunkler Materie relevant ist.

ALICE Collaboration2026-02-19⚛️ nucl-ex

Measurement of ψ(2S)ψ(2S) to J/ψJ/ψ cross-section ratio as function of multiplicity in ppPb collisions atsNN=8.16\sqrt{s_{NN}} = 8.16 TeV

Die LHCb-Kollaboration misst das Verhältnis der Wirkungsquerschnitte von ψ(2S)\psi(2S) zu J/ψJ/\psi in Abhängigkeit von der Multiplicität in ppPb-Kollisionen bei sNN=8.16\sqrt{s_{NN}} = 8.16 TeV und beobachtet eine Unterdrückung der prompten Produktion in Pb-Richtung, die auf zusätzliche Mechanismen jenseits von Comover-Effekten und möglicherweise auf die Bildung eines Quark-Gluon-Plasmas hindeutet.

LHCb collaboration, R. Aaij, A. S. W. Abdelmotteleb, C. Abellan Beteta, F. Abudinén, T. Ackernley, A. A. Adefisoye, B. Adeva, M. Adinolfi, P. Adlarson, C. Agapopoulou, C. A. Aidala, Z. Ajaltouni, S. A (…)2026-02-19⚛️ nucl-ex

Σ±\overlineΣ^{\pm} production in pp and p-Pb collisions at sNN\sqrt{s_{\rm NN}} = 5.02 TeV with ALICE

Die ALICE-Experimente haben die Transversalimpulsspektren und integrierten Ausbeuten von Anti-Sigma-Hyperonen (Σ±\overline{\Sigma}^{\pm}) in pp- und p-Pb-Kollisionen bei sNN=5.02\sqrt{s_{\rm NN}} = 5.02 TeV mittels eines neu entwickelten Antineutron-Rekonstruktionsverfahrens gemessen und dabei festgestellt, dass Modelle mit Multi-Parton-Wechselwirkungen wie EPOS LHC und EPOS4 die Daten am besten beschreiben, während keine signifikanten Abweichungen der nuklearen Modifikationsfaktoren von anderen Hadronen oder Modellvorhersagen beobachtet wurden.

ALICE Collaboration2026-02-19⚛️ nucl-ex

Temperature Dependence of the Electron-Drift Anisotropy and Implications for the Electron-Drift Model

Die Studie zeigt, dass die longitudinale Anisotropie der Elektronendrift in Germaniumdetektoren mit steigender Temperatur abnimmt und dass eine Anpassung des etablierten Driftmodells notwendig ist, um die experimentellen Daten korrekt zu beschreiben.

Iris Abt, Chris Gooch, Felix Hagemann, Lukas Hauertmann, David Hervas Aguilar, Xiang Liu, Oliver Schulz, Martin Schuster, Anna Julia Zsigmond2026-02-17⚛️ nucl-ex