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🧬 biology

Time of day shapes explicit and implicit contributions to visuomotor adaptation

Diese Studie zeigt, dass die Tageszeit die Geschwindigkeit der visuomotorischen Adaptation beeinflusst, primlich indem sie am Nachmittag die Stabilität und Richtungsgebundenheit expliziter Strategien verstärkt, während die implizite Adaptation von täglichen Schwankungen unbeeinflusst bleibt.

Ursprüngliche Autoren: Johanna MATHIOT, Charlène TRUONG, Jéremie GAVEAU, Ambra BISIO, Adrien GUZZO, Célia Ruffino, Charalambos PAPAXANTHIS

Veröffentlicht 2026-07-23
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Ursprüngliche Autoren: Johanna MATHIOT, Charlène TRUONG, Jéremie GAVEAU, Ambra BISIO, Adrien GUZZO, Célia Ruffino, Charalambos PAPAXANTHIS

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). ⚕️ Dies ist eine KI-generierte Erklärung eines Preprints, das nicht peer-reviewed wurde. Dies ist kein medizinischer Rat. Treffen Sie keine Gesundheitsentscheidungen auf Grundlage dieses Inhalts. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Stellen Sie sich Ihr Gehirn als ein superintelligentes, hochmodernes Navigationssystem in einem Raumschiff vor. Jedes Mal, wenn Sie nach einer Tasse Kaffee greifen oder auf ein Laufband treten, muss dieses System blitzschnelle Berechnungen anstellen. Es verlässt sich dabei auf zwei verschiedene Piloten, die zusammenarbeiten. Der erste Pilot ist der „Stratege“. Dies ist der bewusste, denkende Teil Ihres Gehirns, der sagt: „Hey, die Tasse ist eigentlich dort drüben, nicht hier! Ich muss meine Hand nach links ausrichten.“ Er ist schnell, bedacht und nutzt Ihr Arbeitsgedächtnis. Der zweite Pilot ist der „Autopiloten“. Dies ist der unbewusste, automatische Teil, der im Stillen Ihr Muskelgedächtnis umprogrammiert. Er denkt nicht; er spürt lediglich den Fehler und passt Ihre interne Landkarte langsam so an, dass sich Ihre Hand korrekt bewegt, ohne dass Sie darüber nachdenken müssen.

Wissenschaftler wissen schon lange, dass diese beiden Piloten zusammenarbeiten, um uns beim Erlernen neuer Bewegungen zu helfen. Aber eine große Frage blieb offen: Ändert die Tageszeit, wie gut diese beiden Piloten miteinander harmonieren? Wir wissen, dass unser Körper einen täglichen Rhythmus hat, wie eine tickende Uhr in uns, der beeinflusst, wann wir uns energiegeladen oder schläfrig fühlen. Während wir wissen, dass Schlaf hilft, sich das Gelernte zu merken, wissen wir nicht wirklich, ob die Zeit, zu der man eine Fähigkeit übt, die Art und Weise verändert, wie das Gehirn sie im Moment des Lernens erlernt. Dies war das Rätsel, das ein Forscherteam lösen wollte: Verändert sich der „Lernmodus“ unseres Gehirns zwischen Vormittag und Nachmittag, und behandelt es den bewussten Strategen und den unbewussten Autopiloten unterschiedlich?


Der Morgennebel vs. Der Nachmittagsfunke

Das Team um Johanna Mathiot und ihre Kollegen entschied, dies zu testen, indem sie gesunde Erwachsene einer „visuomotorischen“ Herausforderung unterzogen. Sie ließen die Teilnehmer auf Ziele auf einem Bildschirm zeigen, aber mit einem Twist: Der Computer rotierte die Ansicht ihrer Hand heimlich um 45 Grad. Wenn sie direkt auf das Ziel griffen, würde der Cursor danebenliegen. Um erfolgreich zu sein, mussten sie lernen, in die entgegengesetzte Richtung zu zielen.

Das Team teilte die Teilnehmer in zwei Gruppen auf: Die „Morgengruppe“, die die Aufgabe um 10 Uhr morgens absolvierte, und die „Nachmittagsgruppe“, die sie um 15 Uhr angepackte. Sie führten drei verschiedene Versionen des Experiments durch, um genau zu sehen, was unter der Haube geschah.

Die große Entdeckung: Die Nachmittagsgruppe passte sich schneller an
In dem ersten Experiment, in dem sowohl der Stratege als als auch der Autopilot zusammenarbeitten, waren die Ergebnisse eindeutig. Die Nachmittagsgruppe passte sich in den frühen Phasen der Aufgabe viel schneller an. Sie fanden schnell heraus, wie sie die Rotation kompensieren mussten. Die Morgengruppe hingegen war langsamer im Auffassen.

Aber hier kommt die Wendung im Plot: Es lag nicht daran, dass die Morgengruppe „dümmer“ war oder einen defekten Autopiloten hatte. Als die Forscher die Daten genauer untersuchten, stellten sie fest, dass der Stratege der Morgengruppe in einer Krise steckte. Sie wussten grob, wie viel sie ihre Ausrichtung korrigieren mussten (die Größenordnung war richtig), aber sie verwechselten die Richtung. Es war, als würde der Stratege rufen: „Wir müssen abbiegen!“, aber manchmal „Links!“ rufen, wenn es eigentlich „Rechts!“ heißen sollte, und dann sofort wieder seine Meinung zu „Links!“ ändern. Diese Verwirrung machte das frühe Lernen schleppend.

Im Gegensatz dazu war der Stratege der Nachmittagsgruppe ruhig, klar und konsistent. Sie wussten genau, in welche Richtung sie drehen mussten, und blieben dabei. Währenddessen erledigte der Autopilot (der unbewusste Teil) exakt dieselbe Aufgabe wie bei beiden Gruppen, unabhängig von der Tageszeit. Er war stetig, zuverlässig und völlig unbeeindruckt von der Uhr.

Die „Isolations“-Tests: Was passiert, wenn sie alleine arbeiten?
Um absolut sicher zu gehen, führten die Forscher zwei weitere Experimente durch, um zu sehen, was passierte, wenn sie die beiden Piloten zwangen, alleine zu arbeiten.

  • Experiment 2 (Nur der Stratege): Sie verlangsamten das Feedback, sodass die Teilnehmer sich ganz auf ihr bewusstes Denken verlassen mussten, wodurch das unbewusste Lernen blockiert wurde. In diesem Szenario spielte die Tageszeit überhaupt keine Rolle. Sowohl die Morgen- als auch die Nachmittagsgruppe lernten im gleichen Tempo. Dies bewies, dass das Gehirn der Morgengruppe nicht unfähig zu strategischem Denken war; es hatte lediglich Schwierigkeiten, dieses Denken mit dem unbewussten System zu koordinieren, wenn beide gleichzeitig aktiv waren.

  • Experiment 3 (Nur der Autopilot): Sie nutzten einen Trick, bei dem das Feedback „geklammert“ (fixiert) wurde, sodass die Teilnehmer keine Strategie nutzen konnten und sich rein auf das unbewusste Lernen verlassen mussten. Auch hier machte die Tageszeit keinen Unterschied. Die Autopiloten beider Gruppen arbeitten perfekt.

Das Urteil: Es geht um den Handschlag, nicht um die Hände
Was bedeutet das also alles? Die Arbeit legt nahe, dass die Tageszeit nicht die rohe Kraft der Lernwerkzeuge Ihres Gehirns verändert. Ihr Stratege und Ihr Autopilot sind sowohl am Morgen als auch am Nachmittag voll funktionsfähig.

Der wahre Unterschied liegt darin, wie gut sie Händeschütteln. Am Nachmittag scheint das Gehirn in einem Zustand zu sein, in dem das bewusste und das unbewusste System wunderbar koordinieren. Der Stratege gibt klare Anweisungen, und der Autopilot integriert sie reibungslos. Am Morgen hingegen scheint die Verbindung zwischen diesen beiden Systemen etwas „verrauscht“ zu sein. Der Stratege wird verwirrt über die Richtung, und diese Verwirrung bremst den gesamten Lernprozess aus.

Die Forscher fanden heraus, dass beide Gruppen am Ende der Lernsitzung das gleiche Leistungsniveau erreichten. Die Morgengruppe brauchte nur etwas länger, um dorthin zu gelangen, aufgrund dieses anfänglichen Koordinationsfehlers. Diese Studie verdeutlicht, dass unser interner Geisteszustand – geprägt durch die Tageszeit – wie ein Dirigent eines Orchesters wirkt. Am Nachmittag spielen die Musiker (die verschiedenen Lernsysteme des Gehirns) in perfekter Harmonie. Am Morgen sind sie vielleicht ein wenig verstimmt zueinander, selbst wenn sie einzeln die richtigen Noten spielen.

Diese Entdeckung ist ein wenig so, als würde man erkennen, dass man ein Auto am Nachmittag vielleicht besser fahren kann, nicht weil die Augen schärfer oder die Reflexe schneller sind, sondern weil das Gehirn zu dieser spezifischen Zeit besser darin ist, das Lenkrad mit dem Motor zu koordinieren. Es deutet darauf an, dass, wenn Sie versuchen, eine neue körperliche Fertigkeit zu erlernen, etwa einen Sport oder ein Musikinstrument, die Zeit, die Sie für das Üben wählen, die Art und Weise verändern kann, wie schnell Sie den Dreh herausbekommen – einfach deshalb, wie die verschiedenen Teile Ihres Gehirns miteinander kommunizieren.

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