Targum - A Multilingual New Testament Translation Corpus
Die Studie stellt das „Targum"-Korpus vor, eine umfassende multilinguale Sammlung von 651 Übersetzungen des Neuen Testaments in fünf Sprachen, die durch detaillierte Metadaten und eine flexible Einzigartigkeitsdefinition neue Möglichkeiten für die quantitative Erforschung der Übersetzungsgeschichte eröffnet.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine riesige Bibliothek, die nicht nur Bücher, sondern 651 verschiedene Versionen desselben Buches enthält: das Neue Testament.
Bisher gab es in der digitalen Welt viele Sammlungen von Bibelübersetzungen, aber diese waren wie ein Schweizer Taschenmesser: Sie hatten viele verschiedene Sprachen (Linguistische Breite), aber für jede einzelne Sprache nur wenige Versionen (geringe Tiefe). Es war gut, um zu sehen, wie sich Sprachen unterscheiden, aber schlecht, um zu verstehen, wie sich eine Sprache über die Jahrhunderte verändert hat.
Die Forscher Maciej Rapacz und Aleksander Smywiński-Pohl von der AGH-Universität in Krakau haben nun etwas Neues geschaffen: Targum.
Was ist Targum? (Das „Tiefen-Bohrer"-Projekt)
Der Name leitet sich von den alten aramäischen Übersetzungen der Bibel ab, die wörtlich nah am Text blieben, aber auch Erklärungen hinzufügten, um das Volk zu verstehen. Genau das macht dieses neue Projekt: Es bohrt tief in die Geschichte hinein.
Stellen Sie sich die bisherigen Datenbanken als einen Flachbildschirm vor, der viele Länder zeigt, aber nur in 2D. Targum ist wie ein 3D-Drucker, der für fünf europäische Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Spanisch) eine massive, dreidimensionale Struktur aus Übersetzungen baut.
- Die Zahlen: Sie haben 651 Übersetzungen gesammelt. Davon sind 334 wirklich einzigartig.
- Der Vergleich: Für das Englische haben sie zum Beispiel 194 einzigartige Versionen gefunden. Bisherige Datenbanken hatten oft nur 39. Das ist also eine 5-fache Vertiefung.
Wie haben sie das gemacht? (Die digitale Detektivarbeit)
Das Team hat nicht einfach nur Texte kopiert. Sie haben wie digitale Detektive gearbeitet:
- Das Sammeln: Sie haben 12 große Online-Bibliotheken (wie Bible Gateway) und spezialisierte nationale Seiten durchsucht.
- Das Reinigen (Der wichtigste Teil): Oft gibt es dieselbe Übersetzung an verschiedenen Orten mit leicht unterschiedlichen Namen oder falschen Jahreszahlen.
- Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie suchen nach dem „König James"-Bibeltext. Manchmal steht da „KJV 1769", manchmal „King James Version, 2. Auflage". Ein Computer denkt oft, das seien drei verschiedene Bücher. Die Forscher haben manuell geprüft und alle diese Varianten einem eindeutigen Fingerabdruck zugeordnet. Sie haben herausgefunden, welche Versionen wirklich neu sind und welche nur alte Texte mit neuer Schriftart sind.
- Die Qualitätssicherung: Wenn sie dieselbe Übersetzung von zwei verschiedenen Webseiten heruntergeladen haben, haben sie verglichen: „Sind diese Texte wirklich identisch?" Wenn nein, haben sie herausgefunden, ob ein Buchstabe falsch abgetippt wurde oder ob eine Seite ein veraltetes Kapitel hatte.
Was können wir damit anstellen? (Die neuen Möglichkeiten)
Mit diesem riesigen Datensatz können Forscher Dinge tun, die vorher unmöglich waren:
- Die Zeitreise (Diachrone Analyse): Man kann sehen, wie sich die Sprache im Englischen von 1600 bis heute verändert hat. Hat man früher „Du" gesagt und heute „Ihr"? Wie haben sich theologische Begriffe gewandelt?
- Der Stil-Check: Man kann messen, ob eine neue Übersetzung eher wie eine wörtliche Wort-für-Wort-Übersetzung klingt oder eher wie eine moderne, lockere Paraphrase.
- Der Familienvergleich: Man kann die „KJV-Familie" (König James Version) analysieren und sehen, wie sich ihre Nachkommen (wie die Neue King James Version) im Laufe der Zeit verändert haben.
Ein kleines Problem (Die Grenzen)
Die Forscher sind ehrlich: Sie haben nur das gesammelt, was im Internet verfügbar ist. Das ist wie ein Fischernetz: Es fängt alles, was an der Oberfläche schwimmt. Es gibt vielleicht alte, seltene Übersetzungen in Archiven, die nicht digitalisiert sind. Diese fehlen also. Außerdem mussten sie bei manchen modernen, digitalen Übersetzungen raten, wann genau sie erschienen sind, da diese oft ohne offizielle Versionierung online gehen.
Fazit
Targum ist nicht nur eine Datenbank; es ist ein Werkzeugkasten für die Geschichte der Sprache und des Glaubens.
Stellen Sie sich vor, Sie wollen verstehen, wie sich ein Musikgenre entwickelt hat. Früher hatten Sie nur eine Playlist mit je einem Lied aus jedem Jahrzehnt. Mit Targum haben Sie nun alle Hits, alle Remixe und alle Demo-Versionen aus fünf verschiedenen Ländern. Sie können endlich hören, wie sich der Sound wirklich verändert hat, statt nur Vermutungen anzustellen.
Dieses Projekt macht die Geschichte der Bibelübersetzung endlich messbar, vergleichbar und für alle Forscher zugänglich.
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