p-Hacking Inflates Type I Error Rates in the Error Statistical Approach but not in the Formal Inference Approach
Der Artikel argumentiert, dass P-Hacking zwar im Fehlerstatistik-Ansatz die Fehlerrate von Typ I erhöht, im formalen Inferenzansatz jedoch nicht, da dort nur die nominelle und nicht die tatsächliche Fehlerwahrscheinlichkeit für die gezogenen Schlussfolgerungen relevant ist.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Das Grundproblem: Der „Fischzug" (p-Hacking)
Stell dir vor, ein Forscher ist wie ein Angler. Er wirft seine Angel in einen See (die Daten) und fängt viele verschiedene Fische (Testergebnisse).
- Das Problem: Wenn er 20 Fische fängt und nur den einen, der besonders schön aussieht (ein signifikantes Ergebnis), in den Topf legt und den Rest zurück ins Wasser wirft, ohne zu sagen, dass er 19 andere gefangen hat, nennt man das p-Hacking.
- Die übliche Meinung: Die meisten Statistiker sagen: „Das ist Betrug! Wenn du 20 Mal fischst, ist die Wahrscheinlichkeit riesig, dass du zufällig einen schönen Fisch findest, obwohl gar keine Fische da waren. Dein Ergebnis ist also wertlos."
Mark Rubin sagt in diesem Artikel jedoch: „Warte mal. Es kommt darauf an, welche Brille du aufhast."
Er unterscheidet zwei Arten, wie Wissenschaftler über Statistik denken:
- Die Fehler-Statistiker (Error Statistical Approach).
- Die Formalen Inferenz-Anhänger (Formal Inference Approach).
1. Die Sicht der Fehler-Statistiker: Der „Wahrheits-Jäger"
Für diese Gruppe ist der gesamte Prozess wichtig, nicht nur das Endergebnis.
- Die Analogie: Stell dir vor, du bist ein Richter. Ein Angeklagter (der Forscher) kommt zu dir und sagt: „Ich habe einen Zeugen, der sagt, er war nicht am Tatort."
- Der Richter fragt: „Hast du noch andere Zeugen befragt?"
- Der Forscher sagt: „Nein."
- Aber der Richter weiß (durch eine Durchsuchung), dass der Forscher eigentlich 20 Zeugen befragt hat und nur den einen ausgewählt hat, der ihm passte.
- Das Urteil: Für den Fehler-Statistiker ist das Urteil ungültig. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeiner der 20 Zeugen zufällig gelogen hat, ist viel höher als die Wahrscheinlichkeit, dass dieser eine Zeuge gelogen hat.
- Das Ergebnis: Der „wahre" Fehler (dass man jemanden fälschlicherweise für unschuldig hält) ist aufgebläht (inflated). Das Ergebnis ist verdorben, weil der Forscher den gesamten Prozess (das Suchen nach dem perfekten Ergebnis) versteckt hat.
Kurz gesagt: Wenn du den ganzen Weg nicht zeigst, ist dein Ergebnis für diese Gruppe wertlos.
2. Die Sicht der Formalen Inferenz-Anhänger: Der „Mathematische Logiker"
Für diese Gruppe ist nur das wichtig, was offiziell auf dem Papier steht.
- Die Analogie: Stell dir vor, du kaufst ein neues Spielzeug in einer Verpackung. Auf dem Karton steht: „Dieses Spielzeug hat eine 5%ige Chance, kaputt zu sein."
- Der Forscher hat das Spielzeug vielleicht 20 Mal in verschiedenen Läden gesucht, bis er ein intaktes gefunden hat, und hat dann nur dieses eine gekauft.
- Aber für den Formalen Inferenz-Anhänger ist das egal. Er schaut nur auf das etikettierte Spielzeug, das du in der Hand hältst.
- Das Urteil: Auf dem Karton steht immer noch „5%". Dass du vorher 19 andere Läden durchsucht hast, ändert nichts an der mathematischen Wahrscheinlichkeit, dass dieses spezifische Spielzeug kaputt ist.
- Das Ergebnis: Der Fehler ist nicht aufgebläht. Die Zahl 0,05 (5%) ist immer noch korrekt für die Aussage, die du gerade machst.
Warum? Weil die Mathematik nur auf das gilt, was du jetzt behauptest. Wenn du sagst: „Ich behaupte, dass dieser eine Fisch schön ist", dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür 5%. Dass du vorher 19 hässliche Fische gesehen hast, ist für diese spezifische Behauptung irrelevant. Es wäre ein logischer Fehler, die Wahrscheinlichkeit für alle Fische auf diesen einen Fisch zu übertragen.
Der große Unterschied: Was ist „wirklich"?
- Fehler-Statistiker sagen: „Die Realität ist der ganze Fischzug. Wir müssen wissen, wie oft du gefischt hast, um zu wissen, ob dein Fang echt ist."
- Formale Inferenz-Anhänger sagen: „Die Realität ist nur die offizielle Behauptung. Wenn du nur über einen Fisch sprichst, dann prüfen wir nur diesen Fisch. Dass du vorher 19 andere gesehen hast, ist wie ein psychologischer Hintergrundprozess, der die Mathematik nicht ändert."
Was bedeutet das für die Wissenschaft?
Rubin argumentiert, dass wir oft zu viel Angst vor p-Hacking haben, weil wir die Sichtweise der Fehler-Statistiker übernehmen, ohne es zu merken.
- Kein „Zahlen-Diebstahl": Nach der formalen Sichtweise ist p-Hacking nicht unbedingt ein mathematischer Fehler. Es ist eher ein Problem der Transparenz und der substantiven Interpretation.
- Das wahre Problem: Das Problem ist nicht, dass die Statistik falsch rechnet (die 5% stimmen immer noch für die einzelne Aussage). Das Problem ist, dass wir uns vielleicht in die Irre führen lassen, weil wir nicht wissen, dass es 19 andere Versuche gab, die das Ergebnis widerlegen könnten.
- Die Lösung: Statt nur auf strenge mathematische Korrekturen (wie Preregistrierung) zu setzen, sollten wir uns mehr auf kritische Diskussionen konzentrieren. Wenn ein Forscher sagt: „Grüne Jelly-Babies verursachen Akne", sollten andere Forscher fragen: „Hast du auch rote und blaue getestet?" Wenn die Antwort „Nein" ist, ist das ein Problem für die Theorie, nicht unbedingt für die Mathematik des einen Tests.
Fazit in einem Satz
Für die Fehler-Statistiker ist p-Hacking ein mathematischer Betrug, der die Zahlen verfälscht. Für die Formalen Inferenz-Anhänger sind die Zahlen mathematisch korrekt, aber die Geschichte dahinter ist unvollständig, was zu falschen Schlüssen über die Realität führen kann – nicht weil die Mathematik stimmt, sondern weil wir die falsche Geschichte glauben.
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