Low agreement between self- and informant-reports in ADHD symptoms and executive functioning in parents of children with ADHD
Diese Studie zeigt, dass Eltern von Kindern mit ADHS eine geringe bis moderate Übereinstimmung zwischen ihren Selbstberichten und den Fremdbeurteilungsberichten hinsichtlich der ADHS-Symptome und der exekutiven Funktionen aufweisen, was darauf hindeutet, dass solche Diskrepanzen wahrscheinlich auf echte Unterschiede in der Perspektive beruhen und nicht auf einer einfachen Selbstbericht-Verzerrung.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Das große Ganze: Zwei verschiedene Karten desselben Gebiets
Stellen Sie sich vor, Sie und Ihr Ehepartner versuchen, eine Karte Ihres Hauses zu zeichnen. Sie beide leben dort, aber Sie bemerken vielleicht unterschiedliche Dinge. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass die Küche immer unordentlich ist, während Ihr Partner bemerkt, dass das Wohnzimmer zu laut ist.
In dieser Studie geht es um Eltern von Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Da ADHS oft in Familien verläuft, wird bei diesen Eltern überprüft, ob auch sie eventuell ADHS haben könnten.
Die Forscher wollten herausfinden: Nehmen Eltern ihre eigenen ADHS-Symptome auf die gleiche Weise wahr, wie ihr Partner sie sieht?
Sie verwendeten zwei Hauptwerkzeuge:
- CAARS-SV: Eine Checkliste für ADHS-Symptome (wie „Ich verliere Dinge“ oder „Ich kann nicht stillsitzen“).
- BRIEF-A: Eine Checkliste für die „Exekutiven Funktionen“ (den Manager im Gehirn, der für Planung, Organisation und Impulskontrolle zuständig ist).
Das Experiment: Der „Spiegeltest“
Die Forscher versammelten 40 Paare (Väter und Mütter). Sie baten jeden, zwei Formulare auszufüllen:
- Der Selbstbericht: „Wie fühle ich mich selbst?“
- Der Fremdbericht (Informantenbericht): „Wie handelt mein Partner?“
Denken Sie an einen Spiegeltest. Wenn der Spiegel (der Partner) dasselbe Bild zeigt wie die Person, die hineinschaut (das Selbst), ist die Übereinstimmung hoch. Wenn der Spiegel ein völlig anderes Bild zeigt, ist die Übereinstimmung niedrig.
Was sie fanden: Der „unscharfe Spiegel“
1. Die ADHS-Symptome (Die Liste „Was ist das Problem?“)
Das Ergebnis: Die Übereinstimmung war sehr gering.
Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie und Ihr Partner betrachten ein Gemälde. Sie sagen: „Dieses Gemälde ist chaotisch und unordentlich.“ Ihr Partner schaut auf dasselbe Gemälde und sagt: „Nein, es ist eigentlich recht organisiert.“ Sie beschreiben dieselbe Realität, sehen aber völlig unterschiedliche Dinge.
- Der statistische Wert für die Übereinstimmung lag bei etwa 0,3 (auf einer Skala, bei der 1,0 eine perfekte Übereinstimmung bedeutet). Dies wird als „niedrig“ eingestuft.
- In einigen Fällen waren die Werte sogar negativ korreliert, was bedeutete, dass wenn eine Person sagte, sie habe viele Probleme, der Partner sagte, sie hätten sehr wenige.
- Kernaussage: Eltern sind sich oft nicht einig darüber, wie stark die ADHS-Symptome vorhanden sind.
2. Die Exekutiven Funktionen (Die Liste „Gehirn-Manager“)
Das Ergebnis: Die Übereitschtimmung war etwas besser, aber immer noch nur „moderat“.
Die Analogie: Dieses Mal ist das Gemälde klarer, aber immer noch etwas unscharf. Sie und Ihr Partner stimmen darin überein, dass die Küche unordentlich ist, aber Sie sind uneinig darüber, wie unordentlich sie ist.
- Die Übereinstimmungswerte lagen zwischen 0,3 und 0,6.
- Die Ausnahme: Es gab einen Bereich, in dem sie recht gut übereinstimmten: die Inhibition (die Fähigkeit, sich selbst daran zu hindern, etwas impulsiv zu tun). Wenn ein Elternteil sagte: „Ich kann mich nicht zurückhalten, jemanden zu unterbrechen“, stimmte der Partner meistens zu.
- Kette der Erkenntnis: Partner stimmen bei Aufgaben des täglichen Gehirn-Managements etwas mehr überein als bei allgemeinen ADHS-Symptomen, sehen die Dinge aber dennoch unterschiedlich.
3. Der Check der „Internen Konsistenz“
Das Ergebnis: Die Eltern waren tatsächlich sehr konsistent mit sich selbst.
Die Analogie: Auch wenn Sie und Ihr Partner unterschiedliche Karten zeichnen, sind Sie in Ihrem eigenen Kopf sehr konsistent. Wenn Sie sagen: „Ich bin schlecht im Planen“, sagen Sie auch: „Ich bin schlecht im Organisieren.“ Ihre eigene interne Geschichte ergibt Sinn.
- Die Studie fand starke Verbindungen zwischen den eigenen ADHS-Werten der Eltern und ihren eigenen Exekutiv-Funktions-Werten.
- Kernaussage: Die Uneinigkeit zwischen den Partnern liegt nicht daran, dass die Eltern lügen oder verwirrt sind, was sie selbst angeht. Sie sind ehrlich in Bezug auf ihre eigenen Gefühle; ihre Partner sehen nur eine andere Seite der Medaille.
Warum passiert das?
Das Paper legt nahe, dass die Uneinigkeit nicht daher kommt, dass Eltern in „Verleugnung“ leben (eine gängige Theorie). Stattdessen liegt es wahrscheinlich an:
- Intern vs. Extern: Einige ADHS-Schwierigkeiten finden im Inneren Ihres Kopfes statt (wie rasende Gedanken), die ein Partner nicht sehen kann.
- Unterschiedliche Perspektiven: Ein Partner könnte ein Verhalten auf „Stress“ oder die „Persönlichkeit“ zurückführen, während der Elternteil weiß, dass es sich um ein ADHS-Symptom handelt.
- Betreuungsstress: Die Erziehung eines Kindes mit ADHS ist stressig. Dieser Stress kann dazu führen, dass Partner Symptome unterschiedlich wahrnehmen (entweder sie übertreiben oder ignorieren sie).
Das Fazend
Wenn Sie versuchen herauszufinden, ob ein Erwachsener ADHS hat, können Sie sich nicht nur auf die Meinung einer einzigen Person verlassen.
- Selbstbericht ist wie der Blick in einen Spiegel.
- Partnerbericht ist wie ein Foto, das von jemand anderem aufgenommen wurde.
Diese Studie zeigt, dass diese beiden Ansichten oft nicht übereinstimmen. Daher sollten Ärzte nicht nur den Patienten oder nur den Ehepartner fragen. Sie müssen beide hören und direkt mit ihnen sprechen, um das vollständige Bild zu erhalten.
Kurz gesagt: Wenn es um erwachsenes ADHS geht, findet sich die Wahrheit selten in der Geschichte einer einzigen Person. Es erfordert das Zusammensetzen verschiedener, manchmal widersprüchlicher Perspektiven.
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