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🔭 astrophysics

TDCOSMO. XXIII. Measurement of the Hubble constant from the doubly lensed quasar HE1104-1805

Diese Studie präsentiert die erste TDCOSMO-Analyse des doppelt gelinsten Quasars HE1104-1805, die durch die Kombination von 17-jährigen Zeitverzögerungsdaten, Sternspektroskopie und hochauflösender Bildgebung zu einer Hubble-Konstante von 64,25,0+5,8km s1Mpc164,2^{+5,8}_{-5,0} \, \text{km s}^{-1} \text{Mpc}^{-1} (für λint=1\lambda_{int}=1) führt und damit den Weg für präzise Messungen mit einer großen Stichprobe doppelt gelinster Systeme ebnet.

Ursprüngliche Autoren: Eric Paic, Frédéric Courbin, Christopher D. Fassnacht, Aymeric Galan, Martin Millon, Dominique Sluse, Devon M. Williams, Simon Birrer, Elizabeth J. Buckley-Geer, Michele Cappellari, Frédéric Dux, Xian
Veröffentlicht 2026-03-24
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Ursprüngliche Autoren: Eric Paic, Frédéric Courbin, Christopher D. Fassnacht, Aymeric Galan, Martin Millon, Dominique Sluse, Devon M. Williams, Simon Birrer, Elizabeth J. Buckley-Geer, Michele Cappellari, Frédéric Dux, Xiang-Yu Huang, Shawn Knabel, Cameron Lemon, Anowar J. Shajib, Sherry H. Suyu, Tommaso Treu, Kenneth C. Wong, Lise Christensen, Veronica Motta, Alessandro Sonnenfeld

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

🌌 Die kosmische Uhr: Wie Astronomen das Alter des Universums neu kalibrieren

Stellen Sie sich das Universum nicht als statischen Raum vor, sondern als einen riesigen, sich ständig ausdehnenden Ballon. Die Frage, die die Astronomen seit Jahrzehnten beschäftigt, lautet: Wie schnell bläst sich dieser Ballon gerade auf? Diese Geschwindigkeit nennen wir die Hubble-Konstante (H0H_0).

Das Problem: Wenn man den Ballon von innen (nahe bei uns) misst, ist er schneller als wenn man ihn von außen (aus der fernen Vergangenheit) betrachtet. Diese Diskrepanz ist wie ein Streit zwischen zwei Uhren, die unterschiedliche Zeiten anzeigen. Um das zu lösen, braucht man eine dritte, völlig unabhängige Uhr. Genau das ist diese Studie.

🕵️‍♂️ Der Detektivfall: Ein Licht, das zwei Wege nimmt

Das Herzstück dieser Forschung ist ein ferner Quasar (ein superhelles schwarzes Loch), der wie eine kosmische Laterne leuchtet. Glücklicherweise steht genau zwischen uns und dieser Laterne eine riesige Galaxie. Diese Galaxie wirkt wie eine kosmische Lupe (eine Gravitationslinse).

Durch die Schwerkraft der Linse wird das Licht des Quasars nicht nur gebündelt, sondern in zwei separate Bilder aufgespalten.

  • Bild A nimmt einen etwas kürzeren Weg um die Linse herum.
  • Bild B nimmt einen etwas längeren, verschlungenen Weg.

Stellen Sie sich vor, Sie und ein Freund laufen von Punkt A nach Punkt B. Sie nehmen den direkten Weg, Ihr Freund den Umweg durch einen Park. Wenn Sie beide gleichzeitig starten, kommen Sie zu unterschiedlichen Zeiten an.

Da der Quasar aber nicht konstant leuchtet, sondern flackert (wie eine Glühbirne, die flackert), sehen wir dieses Flackern zuerst in Bild A und erst später in Bild B. Diese Verzögerung ist die "kosmische Uhr".

⏱️ Die vier Zutaten für die perfekte Messung

Um aus dieser Verzögerung die Expansionsgeschwindigkeit des Universums zu berechnen, mussten die Forscher vier Dinge extrem genau messen. Das ist wie das Backen eines perfekten Kuchens – wenn eine Zutat falsch ist, schmeckt der ganze Kuchen nicht.

  1. Die Verzögerung (Die Uhrzeit):
    Die Forscher haben 17 Jahre lang Fotos gemacht (mit verschiedenen Teleskopen wie SMARTS, Euler und WFI). Sie haben gewartet, bis das Licht des Quasars "flackerte", und gemessen, wie viele Tage zwischen dem Flackern in Bild A und Bild B vergingen.

    • Ergebnis: Das Licht braucht 176,3 Tage länger für den Umweg. Das ist sehr präzise gemessen worden, fast wie das Abhören eines Telefongesprächs über Jahre hinweg.
  2. Die Masse der Linse (Das Gewicht der Lupe):
    Die Galaxie, die das Licht ablenkt, hat eine bestimmte Masse. Aber wie schwer ist sie wirklich? Um das zu wissen, haben die Forscher das Licht der Sterne in dieser Galaxie analysiert (mit dem MUSE-Instrument am VLT-Teleskop).

    • Die Analogie: Stellen Sie sich vor, Sie schauen auf eine schwingende Schaukel. Wenn Sie wissen, wie schnell sie schwingt, können Sie berechnen, wie schwer das Kind darauf ist. So haben die Forscher die Geschwindigkeit der Sterne gemessen, um die Masse der Galaxie zu bestimmen.
  3. Die Form der Linse (Der Weg des Lichts):
    Die Galaxie ist nicht perfekt rund, sondern leicht elliptisch. Die Forscher haben mit dem Hubble-Weltraumteleskop (HST) hochauflösende Bilder gemacht, um die genaue Form der Linse zu modellieren.

    • Warum wichtig? Wenn die Linse krumm ist, krümmt sich auch der Weg des Lichts anders. Sie mussten den "Fermat-Potential"-Unterschied berechnen – ein komplizierter Begriff für: "Wie viel länger ist der Weg wirklich?"
  4. Die Umgebung (Der Hintergrundlärm):
    Zwischen uns und der Linse gibt es noch andere Galaxien und Materie. Diese wirken wie unsichtbare Gewichte, die das Licht zusätzlich ablenken. Die Forscher haben den gesamten Himmel um das System herum kartiert, um zu sehen, ob dort "dichte Wolken" aus Materie liegen, die die Messung verfälschen könnten.

    • Ergebnis: Der Weg ist relativ leer (etwas unterdurchschnittlich dicht), was die Messung sehr sauber macht.

🎯 Das Ergebnis: Eine neue Messung

Wenn man all diese vier Zutaten zusammenrechnet, erhält man eine Entfernungsskala. Und daraus lässt sich die Expansionsgeschwindigkeit des Universums ableiten.

Das Team hat das Ergebnis blind ermittelt (sie wussten das Endergebnis nicht, bis alle Berechnungen fertig waren), um sicherzustellen, dass sie nicht unbewusst das Ergebnis "schönrechneten", das sie sich wünschten.

Das Ergebnis:
Die Hubble-Konstante beträgt 64,2 km/s pro Megaparsec.
(Das bedeutet: Eine Galaxie, die 3,26 Millionen Lichtjahre entfernt ist, entfernt sich mit 64,2 km/s schneller als eine, die näher ist.)

Die Unsicherheit liegt bei etwa 8,5 %. Das ist für ein einzelnes System (ein "doppelt gelinstes" Quasar) eine hervorragende Leistung und vergleichbar mit den besten Messungen von komplexeren Systemen.

🚀 Warum ist das so wichtig?

Bisher haben die Astronomen fast nur vierfach gelinste Quasare untersucht (wo das Licht in vier Bilder aufgespalten wird). Diese sind selten, wie vier Gewinne im Lotto.
Diese Studie zeigt jedoch: Zweifach gelinste Quasare (wie HE 1104−1805) sind viel häufiger – etwa fünfmal so häufig!

  • Die Metapher: Wenn Sie versuchen, einen Wald zu vermessen, und bisher nur die seltenen, riesigen Eichen gemessen haben, ist das gut, aber langsam. Jetzt haben die Forscher bewiesen, dass man auch die häufigeren Buchen (die doppelt gelinsten Quasare) nutzen kann.
  • Die Vision: Wenn man viele dieser "Buchensysteme" kombiniert, kann man in Zukunft die Hubble-Konstante mit einer Genauigkeit von 1 % bestimmen. Das wäre der Heilige Gral der Kosmologie und würde uns endlich sagen, ob die "zwei Uhren" des Universums wirklich falsch laufen oder ob wir etwas übersehen haben.

Zusammenfassend: Diese Arbeit ist ein wichtiger erster Schritt. Sie beweist, dass wir mit häufigeren, einfacheren Systemen genauso präzise messen können wie mit den seltenen, komplexen. Es ist wie der Bau einer Brücke: Zuerst haben wir nur einen kleinen Steg (ein System) gebaut, aber jetzt wissen wir, wie man eine ganze Autobahn (ein riesiges Sample) baut, um das Geheimnis der Expansion des Universums zu lösen.

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