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The industrialisation of the seabed: Estimating century-scale impacts of bottom trawling on shelf sea sediments

Diese Studie rekonstruiert fünf Jahrhunderte britischer und irischer Grundschleppnetzfischerei, um aufzuzeigen, dass die industrielle Fischerei bis 1925 Sedimentmassen mobilisiert hatte, die mit dem jährlichen Fluss des Amazonas vergleichbar sind, was die benthischen Ökosysteme grundlegend veränderte und verdeutlicht, dass moderne wissenschaftliche Baselines bereits Jahrhunderte anthropogener Störungen widerspiegeln.

Ursprüngliche Autoren: Ciaran McLaverty, Callum Roberts, Floris Bennema, Georgina Hunt, Ellie Maynard, Alec Moore, Emily Phillips, Lee Raye, Karin van der Reijden, Adriaan Rijnsdorp, Ruth Thurstan

Veröffentlicht 2026-07-01
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Ursprüngliche Autoren: Ciaran McLaverty, Callum Roberts, Floris Bennema, Georgina Hunt, Ellie Maynard, Alec Moore, Emily Phillips, Lee Raye, Karin van der Reijden, Adriaan Rijnsdorp, Ruth Thurstan

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Stellen Sie sich den Meeresboden nicht als einen stillen, unberührten Garten vor, sondern als ein riesiges, schlammiges Feld, das seit Jahrhunderten gepflügt, geharkt und immer wieder neu gepflügt wurde. Dies ist die Geschichte, die eine neue Studie von Forschern der University of Exeter und anderer Institutionen erzählt, die in die Vergangenheit zurückblickt, um zu sehen, wie Fischereischiffe den Meeresboden veränderten, lange bevor moderne Wissenschaftler damit begannen, detaillierte Aufzeichnungen zu führen.

Hier ist die Geschichte der „Industrialisierung des Meeresbodens“, einfach aufgeschlüsselt.

Das große Ganze: Eine Verschiebung der Basislinie

Lange Zeit betrachteten Wissenschaftler den Meeresboden in den 1950er oder 1960er Jahren als den „natürlichen“ Ausgangspunkt – eine unberührte Basislinie, bevor der Mensch die Dinge wirklich durcheinanderbrachte. Diese Arbeit argumentiert, dass diese Sichtweise falsch ist. Zu der Zeit, als diese Wissenschaftler eintrafen, war der Meeresboden bereits seit über einem Jahrhundert aufgewühlt worden. Es ist, als würde man 1960 in einen Wald gehen und ihn für einen wilden, unberührten Dschungel halten, nur um später festzustellen, dass Holzfäller dort bereits seit den 1800er Jahren Kahlschlag betrieben haben.

Die Zeitlinie: Von Segelschiffen zu Dampfriesen

Die Forscher agierten wie historische Detektive und durchforsteten alte Regierungsberichte, Schiffslogbücher und Seekarten, die bis in die 1300er Jahre zurückreichen. Sie verfolgten die Entwicklung der Fischerei im Nordatlantik (rund um das Vereinigte Königreich und Irland):

  • Die frühen Tage (1300er–1700er): Die Fischerei war wie ein lokales Hobby. Kleine Segelschiffe blieben in Küstennähe und zogen Netze in flachen, ruhigen Gewässern. Sie waren wie Gärtner, die ein kleines Blumenbeet pflegen.
  • Der industrielle Boom (1800er): Hier änderte sich alles. Die Erfindung der Dampfmaschinen war der entscheidende Wendepunkt. Stellen Sie sich vor, man tauscht ein Fahrrad gegen einen schweren Traktor aus. Dampfbetriebene Boote konnten viel schwerere Netze ziehen, weiter hinaus auf das Meer fahren und bei schlechterem Wetter arbeiten.
  • Die Explosion (1875–1925): Die Flotte wuchs massiv an. Sie bewegten sich von den gemütlichen Küstenbuchten weg hin zu den tiefen, schlammigen Ebenen des Kontinentalschelfs. Bis 1925 war der Fußabdruck der Fischerei so groß geworden, dass er eine Fläche abdeckte, die größer als das gesamte Land Italien ist.

Der „Pflug-Effekt“: Resuspension und Vermischung

Wenn diese schweren Netze über den Boden schleifen, bewirken sie zwei Hauptdinge mit dem Sediment (Sand, Schlamm und Kies):

  1. Vermischung: Die Netze graben sich in die oberen Schichten des Meeresbodens ein und wirbeln sie auf, wie ein riesiger Mixer, der Teig vermengt. Dies geschieht tief unter der Erde im Sediment.
  2. Resuspension: Die Netze wirbeln feinen Schlamm und Silt in das Wasser auf und verwandeln das klare Meerwasser in eine trübe, schlammige Suppe. Dies wird als „Resuspension“ bezeichnet.

Die Forscher berechneten, dass die Menge an Schlamm, die bereits um 1880 durch Fischereiboote aufgewirbelt wurde, größer war als die Menge, die natürlich durch Gezeiten und Wellen aufgewirbelt wird.

Die Amazonas-Fluss-Analogie

Um das Ausmaß dieser Störung zu verstehen, nutzen die Autoren einen eindrucksvollen Vergleich. Bis 1925 wirbelten die Fischereiflotten jährlich über 1 Milliarde Tonnen Sediment auf.

Um das einzuordnen: Das ist etwa die gleiche Menge an Erde und Schlamm, die der gesamte Amazonas-Fluss jedes Jahr in den Ozean ablagert.

Stellen Sie sich vor, der gesamte Amazonas-Fluss würde rückwärts fließen und seine jährliche Ladung an Silt direkt in die Nordsee leiten, aber anstatt eines Flusses würde dies durch tausende von Fischereibooten verursacht, die Netze über den Boden ziehen.

Die „Gefilmte Fläche“ (Swept Area)

Die Studie untersuchte auch, wie oft dieselben Gebiete befischt wurden.

  • Im frühen 19. Jahrhundert fuhr vielleicht alle paar Jahre ein Boot über ein Stück Meeresboden.
  • Bis zum späten 19. Jahrhundert wurden einige belebte Stellen in Küstennähe 15 bis 30 Mal pro Jahr „abgefahren“ (geschleppt).
  • Über einen Zeitraum von 75 Jahren wurden einige spezifische Buchten über 2.000 Mal mit Schleppnetzen befahren.

Es ist, als hätte jemand einen Rasenmäher genommen und dieselbe kleine Grasfläche in 75 Jahren 2.000 Mal gemäht, ohne jemals das Gras nachwachsen zu lassen.

Warum das wichtig ist

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der „natürliche“ Zustand des Meeresbodens, über den wir heute oft sprechen, eigentlich ein degradierter Zustand ist. Die Ökosysteme, die wir heute sehen – in denen bestimmte Arten von Würmern und Krebstieren dominieren – sind die Überlebenden einer massiven, jahrhundertelangen physischen Umgestaltung.

Die Studie legt nahe, dass der größte Schaden für die Fähigkeit des Meeresbodens, Kohlenstoff zu speichern und empfindliches Leben zu unterstützen, während dieser frühen industriellen Explosion (spätes 19. bis frühes 20. Jahrhundert) geschah, lange bevor wir begannen, die Umwelt zu überwachen. Wir untersuchen im Wesentlichen die „Folgen“ einer Katastrophe, die schon vor langer Zeit stattgefunden hat, anstatt einer unberührten Umgebung, die wir gerade erst zu schädigen beginnen.

Kurz gesagt: Der Meeresboden war kein stilles, unberührtes Wildnisgebiet, als die moderne Wissenschaft begann; er war bereits eine stark industrialisierte Baustelle, die durch Dampfmaschinen und massive Netze über Generationen hinweg aufgewühlt wurde.

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