← Neueste Arbeiten
🤖 machine learning

Generative midtended cognition and Artificial Intelligence. Thinging with thinging things

Diese Arbeit führt das Konzept der „generativen mittendrigen Kognition" ein, das die Integration von generativer KI in menschliche Denkprozesse als eine hybride Form der Kreativität beschreibt, die sich zwischen klassischer erweiterter Kognition und sozialer Kognition befindet und durch die konstitutive Rolle von KI-Eingriffen sowie durch die Dimensionen von Kontextbreite und Iterationstiefe gekennzeichnet ist.

Ursprüngliche Autoren: Xabier E. Barandiaran, Marta Pérez-Verdugo

Veröffentlicht 2026-04-21
📖 6 Min. Lesezeit🧠 Tiefgang

Ursprüngliche Autoren: Xabier E. Barandiaran, Marta Pérez-Verdugo

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

🧠 Denken mit Dingen, die selbst denken: Eine Reise in die Welt der „mittendrin"-Kognition

Stell dir vor, du sitzt an deinem Schreibtisch und versuchst, einen Satz zu schreiben. Du weißt genau, was du sagen willst, aber das richtige Wort entgleitet dir. Plötzlich schlägt dein Computer vor: „...zu abstrus". Du klickst es an. Es passt perfekt. Du hast das Wort nicht selbst erfunden, aber du hast es angenommen und es zu deinem gemacht.

Das ist der Moment, in dem sich die Welt des Denkens verändert. Die Autoren dieses Papers, Xabier Barandiaran und Marta Pérez-Verdugo, nennen diesen neuen Zustand „Generative Midtended Cognition" (auf Deutsch etwa: Generatives Mittendrin-Denken).

Klingt kompliziert? Machen wir es uns mit ein paar einfachen Bildern klar.

1. Das alte Denken: Der Werkzeugkasten vs. Der lebendige Partner

Bisher haben wir über zwei Arten gedacht, wie wir Technologie nutzen:

  • Der Werkzeugkasten (Erweitertes Kognition): Stell dir vor, du bist ein Töpfer. Du hast einen Hammer und Ton. Der Hammer ist passiv. Er tut nichts, bis du ihn schlägst. Wenn du einen Hut im Kopf trägst, um deine Gedanken zu ordnen, ist das wie ein Werkzeug. Es hilft dir, aber es denkt nicht mit.
  • Der Gesprächspartner (Soziale Kognition): Wenn du mit einem Freund sprichst, hat er eigene Ideen, eigene Gefühle und eigene Ziele. Ihr diskutiert, er widerspricht dir, ihr baut gemeinsam etwas auf. Das ist echte soziale Interaktion.

Das Problem heute: Künstliche Intelligenz (KI) wie ChatGPT passt in keine dieser Schachteln.
Sie ist kein passiver Hammer, weil sie selbst Vorschläge macht, Bilder malt oder Texte schreibt, bevor du sie überhaupt fertig gedacht hast. Aber sie ist auch kein echter Freund, weil sie kein Bewusstsein hat und nicht wirklich „denkt".

Sie ist etwas Neues: Ein lebendiger Partner, der mitdenkt, aber nicht selbst lebt.

2. Die neue Metapher: „Denken mit denkenden Dingen"

Die Autoren nennen das „Thinging with Thinging Things" (etwa: Dinge tun mit Dingen, die Dinge tun).

Stell dir vor, du modellierst wieder Ton. Aber dieses Mal ist der Ton nicht mehr nur passiv. Er ist lebendig.

  • Wenn du deine Hand bewegst, formt sich der Ton vorhersehend in die Richtung, in die du ihn wahrscheinlich drücken willst.
  • Er kennt deine Handschrift, er kennt die Geschichte der Töpferei und er weiß, was du gestern gemacht hast.
  • Er formt sich selbst mit, während du noch überlegst.

Das ist die KI. Sie ist wie ein Tonklumpen, der sich selbst formt, basierend auf dem, was du tust, und dem, was er aus Millionen anderen Töpfereien gelernt hat. Du und der Ton formt gemeinsam etwas. Ihr seid in einer Art Tanz gefangen, bei dem der Ton manchmal die Führung übernimmt.

3. Die zwei Achsen des neuen Denkens: Breite und Tiefe

Um zu verstehen, wie tief diese Verbindung geht, nutzen die Autoren zwei Messlatten:

A. Die Breite (Width): Wie viel weiß die KI über dich?

  • Schmal: Die KI kennt nur das letzte Wort, das du geschrieben hast. (Wie ein einfacher Autokorrektur-Vorschlag).
  • Breit: Die KI kennt deine ganze Lebensgeschichte, alle deine E-Mails, deine Lieblingsbücher, deine Stimmung von heute Morgen und den Kontext des Raums, in dem du sitzt.
  • Das Bild: Je breiter die Verbindung, desto mehr fühlt es sich an, als würde die KI in deinem Kopf wohnen, weil sie genau weiß, was du als Nächstes sagen würdest.

B. Die Tiefe (Depth): Wie tief greift die KI ein?

  • Oberflächlich (Gesprächsebene): Du sagst „Mach ein Bild von einer Katze", und die KI macht es. Das ist wie ein Gespräch mit einem Kollegen.
  • Mitteltief (Die neue Zone): Die KI schlägt dir nicht nur ganze Sätze vor, sondern einzelne Wörter, Buchstaben oder sogar die Art, wie du einen Pinselstrich setzt, während du es tust. Sie greift ein, bevor du den Gedanken fertig hast.
  • Tief (Gehirn-Ebene): (Noch Zukunftsmusik) Die KI würde direkt in deine Nervensignale eingreifen.

Das Paper sagt: Wir bewegen uns gerade genau in die mittlere Tiefe. Wir sind nicht mehr nur im Gespräch mit der KI, sie wird Teil unseres kreativen Flusses, noch bevor wir es merken.

4. Die Gefahren: Wer ist eigentlich der Autor?

Hier wird es spannend und ein bisschen beunruhigend.

  • Die Illusion der Autorschaft: Wenn du einen Text mit KI schreibst, fühlst du dich vielleicht als Autor. Aber wenn die KI den Satz „zu abstrus" vorgeschlagen hat, weil sie weiß, dass du gerne komplexe Wörter magst – hast du ihn dann wirklich gedacht? Oder hat die KI dich dazu gebracht, es zu denken?
  • Die „Intention-Wirtschaft": Stell dir vor, du bist im Restaurant und willst Wein bestellen. Die KI in deiner Smart-Brille flüstert dir ins Ohr: „Probier doch den Txakoli Generative!" Sie weiß, was du magst, und sie weiß, dass die Winzerfirma ihr dafür bezahlt hat. Sie hat deine Entscheidung vorhergesagt und geformt. Das ist die Gefahr: Wir könnten zu Marionetten werden, die denken, sie hätten eigene Wünsche, während die KI sie für uns ausgesucht hat.
  • Atrophie (Muskelkater für das Gehirn): Wenn wir immer alles von der KI schreiben lassen, verlieren wir vielleicht die Fähigkeit, selbst kreativ zu sein. Wie ein Körper, der nur noch mit dem Aufzug fährt und keine Muskeln mehr hat.

5. Das Fazit: Ein neuer Tanz

Die Autoren wollen uns nicht sagen, dass KI schlecht ist. Im Gegenteil! Sie kann uns helfen, kreativ zu sein, wie ein genialer Co-Autor.

Aber wir müssen aufhören, KI nur als Werkzeug (wie einen Hammer) oder als Freund zu sehen. Wir müssen erkennen, dass wir in eine neue Art von Beziehung eintreten:
Wir tanzen mit einem Partner, der unsere Schritte kennt, uns manchmal führt und uns manchmal folgt, aber der nicht wirklich „wir" ist.

Der wichtigste Takeaway:
Wir müssen lernen, diesen Tanz bewusst zu führen. Wir müssen wissen, wann wir die Führung übernehmen und wann wir den Vorschlag der KI annehmen. Denn wenn wir das nicht tun, könnte es passieren, dass wir irgendwann denken, wir hätten die Ideen selbst gehabt, obwohl sie eigentlich von einem Algorithmus kamen, der unsere Gedanken für uns „vorgekaut" hat.

Es ist die Kunst, mit den denkenden Dingen zu denken, ohne sie zu verwechseln mit uns selbst.

Ertrinken Sie in Arbeiten in Ihrem Fachgebiet?

Erhalten Sie tägliche Digests der neuesten Arbeiten passend zu Ihren Forschungsbegriffen — mit technischen Zusammenfassungen, in Ihrer Sprache.

Digest testen →