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Incentives and Market Structure in Intent-Based Exchanges: Evidence from a Solver-Reward Reform

Diese Arbeit zeigt auf, dass die Reform des CoW-Protokolls im Jahr 2025, welche die Solver-Belohnungen von einer festen Obergrenze auf ein umsatzgebundenes Modell umstellte und mit einer Ad-valorem-Gebühr kombinierte, den Handelswert erfolgreich hin zu größeren Aufträgen umverteilte und die Marktkonzentration unter den inventarreichen Solvern erhöhte, ohne die durchschnittliche Ausführungsqualität zu beeinträchtigen.

Ursprüngliche Autoren: Ruiyang Zhang

Veröffentlicht 2026-07-27
📖 5 Min. Lesezeit🧠 Tiefgang

Ursprüngliche Autoren: Ruiyang Zhang

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Der unsichtbare Auktionator

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Kaufen und Verkaufen nicht durch das Brüllen von Preisen auf einem chaotischen Parkett geschieht, sondern durch das Flüstern eines Wunsches in eine digitale Box. Dies ist die Welt des „intent-basierten“ Handels. Anstatt einem Computer genau zu sagen, wie er Ihre Token tauschen soll (wie etwa „verkaufe 5 Äpfel für 3 Orangen über diesen spezifischen Pfad“), unterschreiben Sie einfach eine Notiz mit dem Inhalt: „Ich möchte 3 Orangen für meine 5 Äpfel und zahle eine kleine Gebühr für das beste Geschäft.“

Wer erfüllt diesen Wunsch eigentlich? Kein Roboter, sondern ein wettbewerbsorientiertes Team aus digitalen Agenten, die sogenannten „Solver“. Stellen Sie sie sich wie eine Flotte von Hochgeschwindigkeits-Lieferanten vor. Sie treten gegeneinander an, um zu sehen, wer den günstigsten und schnellsten Weg findet, um Ihre Orangen zu liefern. Der Gewinner erhält eine Belohnung vom Protokoll (dem digitalen Marktplatz selbst). Die große Frage, die Wissenschaftler bisher gestellt haben, laet sich so formulieren: Wie verändern die Regeln für die Bezahlung dieser Fahrer, wer das Rennen gewinnt? Wenn man das Preisgeld ändert, bekommt man dann mehr Fahrer oder werden einfach nur dieselben wenigen reichen Fahrer noch reicher? Dies ist wichtig, denn wenn dieselben wenigen Fahrer immer gewinnen, könnten sie anfangen, mehr zu verlangen oder die Kunden schlechter zu behandeln, selbst wenn der Preis auf dem Etikett gleich bleibt.

Der große Solver-Raubüberfall: Wie eine Regeländerung das Geld verschob

Diese Arbeit untersucht ein reales Experiment, das im CoW Protocol, einem populären digitalen Marktplatz, stattfand. Am 8. Dezember 2025 änderte der Marktplatz die Regeln dafür, wie er seine siegreichen Solver bezahlt. Vor diesem Datum gab es eine feste „Obergrenze“ (Cap) dafür, wie viel ein Solver pro Trade verdienen konnte, unabhängig davon, wie groß der Trade war. Nach der Änderung war die Obergrenze an den Umsatz gekoppelt, den der Trade generierte. Im Wesentlichen bedeutete dies: Wenn ein Solver einen massiven Trade gewann, stieg die potenzielle Belohnung für das Gewinnen dieses spezifischen Trades an. Zudem wurde eine kleine Gebühr auf das Gesamtvolumen der Trades eingeführt.

Die Forscher wollten wissen: Machte diese Regeländerung den Markt fairer oder half sie den großen Akteuren, die Oberhand zu gewinnen?

Das große Ergebnis: Der „Größen“-Effekt
Die Studie ergab, dass die Regeländerung das Deck nicht nur neu mischte, sondern die Verteilung der größten Geldsummen komplett neu ordnete, jedoch nur für bestimmte Arten von Trades.

  • Kleine Trades: Für kleine Aufträge (unter 10.000 $) wurde der Markt tatsächlich wettbewerbsintensiver. Die Konzentration der Siege bei den Top-Solvern sank.
  • Riesige Trades: Für massive Aufträge (über 100.000 $) wurde der Markt weniger wettbewerbsintensiv. Dieselben wenigen „inventarreichen“ Solver (die über viel Bargeld und Token zur Verfügung verfügen) begannen, fast alle diese großen Trades zu gewinnen.

Die Autoren beschreiben dies als einen „monotonen Größengradienten“. Stellen Sie sich eine Rutsche vor, bei der die kleineren Aufträge dazu führen, dass mehr Solver um sie kämpfen. Aber je größer der Auftrag wird, desto steiler wird die Rutsche, und nur die größten, wohlhabendsten Solver können die Rutsche hinuntergleiten und den Preis an sich reißen. Die Daten zeigten eine perfekte Rangfolge: Mit zunehmender Ordergröße stieg die Dominanz der Top-Solver in einer geraden, vorhersehbaren Linie an.

Was es NICHT war
Die Arbeit geht sehr sorgfältig darauf ein, einige verbreitete Vermutungen auszuschließen:

  • Es ging nicht um die Anzahl der Trades: Die Gesamtzahl der Trades wurde tatsächlich weniger konzentriert (mehr Solver gewannen kleine Trades). Die Änderung betraf rein den Wert (den Dollarbetrag) der Trades. Die großen Solver gewannen nicht mehr Trades; sie gewannen die teuersten Trades.
  • Es war kein schlechtes Geschäft für die Nutzer: Die Forscher prüften, ob Nutzer schlechtere Preise erhielten, weil diese Änderung stattfand. Sie fanden keine Hinweise darauf, dass die durchschnittlichen Preise, die Nutzer zahlten, schlechter wurden. Die „durchschnittliche Ausführungsqualität“ blieb gleich. Die Änderung betraf rein die Frage, wer den Profit erhielt, nicht wie viel der Kunde zahlte.
  • Es war nicht nur ein einziger Typ: Obwohl ein spezifischer Solver (Rizzolver) einen riesigen Anteil der großen Aufträge erhielt, blieb das Muster auch bestehen, wenn man diesen einen Solver aus den Daten entfernte. Der Trend „große Aufträge gehen an große Solver“ war ein strukturelles Ergebnis der neuen Regeln, nicht nur das Glück eines einzelnen Unternehmens.

Wie sicher sind sie sich?
Die Autoren sind recht zuversichtlich in Bezug auf das Ergebnis des „Größengradienten“. Sie nutzten einen „natürlichen Experiment“-Ansatz, indem sie die Tage unmittelbar vor und nach der Regeländerung verglichen. Sie überprüften sogar einen anderen Marktplatz (UniswapX), der seine Regeln nicht gleichzeitig änderte; dieser Markt zeigte nicht denselben plötzlichen Wandel, was darauf hindeutet, dass die Änderung durch die spezifische Anpassung der CoW-Regeln verursacht wurde und nicht durch einen allgemeinen Markttrend.

Sie sind sich jedoch weniger sicher darüber, warum die großen Solver genau gewannen. Sie erstellten ein einfliches mathematisches Modell, das nahelegt, dass die Solver, da die Belohnung nun an den Wert des Trades gekoppelt war, mit viel Inventar (Bargeld an der Hand) in der Lage waren, bei riesigen Trades aggressiver zu bieten. Sie versuchten, dies mit einer zweiten Regeländerung im Februar 2026 zu testen (die die Gebühren für Stablecoins senkte), aber die Daten waren nicht stark genug, um diesen spezifischen Mechanismus definitiv zu beweisen. Es deutete in die richtige Richtung, aber die Beweise waren „begrenzt“ (was bedeutet, dass es zwar wahr sein könnte, sie es aber nicht mit Sicherheit sagen konnten).

Das Faz-it
Kurz gesagt: Die Änderung der Belohnungsregeln hat den Markt nicht zerstört oder die Preise für den Durchschnittsnutzer verschlechtert. Stattdessen wirkte sie wie ein Magnet, der die wertvollsten, hochpreisigen Trades zu den Solvern zog, die ohnehin schon die größten und am besten finanzierten waren. Es ist eine Erinnerung daran, dass in digitalen Märkten die Art und Weise, wie man die Gewinner bezahlt, bestimmt, wer am Tisch sitzt, um die größten Mahlzeiten zu genießen.

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