Prehospital Management and Hospital Outcomes of Severely Injured Patients During Routine Civilian Mass Casualty Incidents: A Matched-Pair Analysis of the TraumaRegister DGU®
Diese gepaarte Analyse deutscher Trauma-Registerdaten zeigt, dass routinemäßige zivile Massenanfall-Lagen zwar zu verlängerten prähospitalen Zeiten und veränderten Transportstrategien für schwerverletzte Patienten führen, jedoch nicht zu einer signifikant schlechteren In-Hospital-Mortalität im Vergleich zur routinemäßigen Einzelversorgung führen.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Wenn eine plötzliche Katastrophe eintritt, die die örtlichen Rettungsdienste überfordert, schaltet das System in einen anderen Modus um. Dies ist als ein Massenanfall von Verletzten bekannt, eine Situation, in der die Anzahl der verletzten Menschen die unmittelbar verfügbaren Ressourcen zu deren Behandlung übersteigt. In diesen Momenten besteht das Ziel nicht darin, jeden gleichzeitig perfekt zu behandeln, sondern die kritischsten Patienten zu priorisieren, sie zu stabilisieren und sie so schnell wie möglich in Krankenhäuser zu transportieren. Dieser Prozess, der Triage genannt wird, erfordert schwierige Entscheidungen darüber, wer zuerst Hilfe erhält und wie Patienten bewegt werden, wenn Krankenwagen und medizinisches Personal bis an ihre Grenzen belastet sind. Während Notfallplaner schon lange für diese Szenarien üben, oft durch Simulationen oder durch die Untersuchung groß angelegter Terroranschläge, gab es bisher sehr wenige Daten darüber, was bei den routinemäßigen, kleineren Katastrophen geschieht, die im alltäglichen zivilen Leben vorkommen. Zu verstehen, ob diese realen Störungen tatsächlich die Patienten schädigen, die lange genug überleben, um das Krankenhaus zu erreichen, ist eine entscheidende Frage für jeden, der auf die Notfallversorgung angewiesen ist.
Forscher in Deutschland machten sich daran, diese Frage zu beantworten, indem sie eine massive Datenbank mit Trauma-Aufzeichnungen aus Krankenhäusern im ganzen Land untersuchten. Sie konzentrierten sich auf Patienten mit schweren Verletzungen, die zwischen Mitte 2020 und 2023 behandelt wurden. Das Team identifizierte hunderte Fälle, in denen die Rettungsdienste einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen hatten, was in Deutschland oft schon bei nur fünf bis zehn Verletzten geschieht, wenn die örtlichen Ressourcen überfordert sind. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, glichen sie jeden dieser Patienten mit vier anderen schwer verletzten Patienten ab, die an normalen, routinemäßigen Tagen behandelt wurden. Dieser Matching-Prozess stellte sicher, dass die beiden Gruppen in Bezug auf Alter, die Art der erlittenen Verletzungen und ob sie in Verkehrsunfälle verwickelt waren, ähnlich waren, sodass die Forscher die Auswirkungen der Massenanfall-Situation selbst isolieren konnten.
Die Studie ergab, dass die Erfahrung, während eines Massenanfalls von Verletzten behandelt zu werden, sich deutlich von der Routineversorgung unterscheidet, primtär in Bezug auf Zeit und Logistik. Patienten, die während dieser Vorfälle behandelt wurden, verbrachten signifikant mehr Zeit mit dem Warten auf Hilfe und dem Transport zum Krankenhaus. Im Durchschnitt betrug die Gesamtzeit vom Moment der Verletzung bis zur Ankunft im Krankenhaus 85 Minuten für diejenigen, die in einem Massenanfall von Verletzten behandelt wurden, verglichen mit 67 Minuten für diejenigen, die eine Routineversorgung erhielten. Diese Verzögerung wurde durch längere Zeiten am Einsatzort verursacht, wo medizinische Teams das Chaos ordnen, Patienten nach Priorität sortieren und die Bewegung vieler Menschen gleichzeitig koordinieren mussten. Trotz dieser Verzögerungen waren die Patienten in der Gruppe des Massenanfalls von Verletzten im Durchschnitt tatsächlich etwas schwerer verletzt, was darauf hindeutet, dass das System tatsächlich die kritischsten Fälle bewältigte.
Da die Patienten schwerer verletzt waren und die Situation chaotisch war, ergriffen die medizinischen Teams mehr aggressive lebensrettende Maßnahmen, noch bevor die Patienten das Krankenhaus erreichten. Die Daten zeigten, dass Ärzte während Massenanfällen von Verletzten wahrscheinlicher einen Beatmungsschlauch einsetzten und ein spezifisches Medikament namens Tranexamsäure verabreichten, das hilft, Blutungen zu stoppen, als bei der Routineversorgung. Auch die Art und Weise des Transports änderte sich. Hubschrauber wurden häufiger eingesetzt, um diese Patienten zu bewegen, während weniger Patienten durch Bodenambulanz begleitet von einem spezialisierten Notarzt transportiert wurden. Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass Rettungsdienste ihre Strategien anpassen, indem sie verfügbare Luftressourcen nutzen, um den Verkehr zu umgehen und Patienten effizient zu bewegen, wenn der Boden durch andere Opfer überlastet ist.
Die wichtigste Erkenntnis der Studie betrifft jedoch das Endergebnis für diese Patienten. Trotz der längeren Wartezeiten, der schwereren Verletzungen und der geänderten Transportmethoden war die Sterberate innerhalb des Krankenhauses zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Etwa 13,5 Prozent der während eines Massenanfalls von Verletzten behandelten Patienten starben im Krankenhaus, verglichen mit 11,7 Prozent der gematchten Patienten, die an routinemäßigen Tagen behandelt wurden. Dieser Unterschied war klein genug, um auf Zufall statt auf ein Versagen des Systems zurückgeführt werden zu können. Die Forscher merkten an, dass die Zahl der beobachteten Todesfälle in der Gruppe des Massenanfalls von Verletzten sehr nah an dem lag, was allein basierend auf der Schwere ihrer Verletzungen zu erwarten gewesen wäre.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass das strukturierte Management routinemäßiger Massenanfälle von Verletzten, trotz der unvermeidlichen Verzögerungen und logistischen Änderungen, die Überlebenschancen der am schwersten Verletzten, die die definitive Versorgung erreichen, nicht beeinträchtigt. Die Rettungssysteme in Deutschland scheinen in der Lage zu sein, einen hohen Standard der Versorgung für die kritischsten Opfer aufrechtzuerhalten, selbst wenn die Situation chaotisch ist und die Ressourcen knapp sind. Während die Studie nicht berücksichtigen kann, wer vor dem Eintreffen der Hilfe am Einsatzort verstorben ist, liefert sie starke Beweise dafür, dass für diejenigen, die es ins Krankenhaus schaffen, die organisierte Reaktion auf einen Massenanfall von Verletzten dazu beiträgt, dass ihre Überlebenschancen konsistent mit der Schwere ihrer Verletzungen bleiben.
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