Quantifying the Acclimatization Process Following Conservation Treatment Using Digital Speckle Pattern Interferometry
Diese 11-jährige Studie am V&A Museum nutzte die digitale Speckle-Muster-Interferometrie, um zu demonstrieren, dass sich französische Kabinettschubladen aus dem 18. Jahrhundert, unabhängig vom zur Konsolidierung verwendeten Klebstoff, innerhalb weniger Jahre an die Umgebungsbedingungen der Galerie akklimatisieren, was darauf hindeutet, dass diese schnelle Stabilisierung ein allgemeines Phänomen ist, das für die präventive Konservierung behandelten Kulturerbes relevant ist.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Museen werden oft als Orte vollkommener Stille imaginiert, an denen Klimakontrollsysteme die Luft auf einer konstanten Temperatur und Luftfeuchtigkeit halten, um fragile Schätze zu schützen. Doch die Objekte im Inneren besitzen ihre eigene Geschichte. Bevor ein Holzschrank oder eine bemalte Tafel eine klimatisierte Galerie betritt, hat sie Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte, natürlicher Wetterschwankungen durchlebt. Eine zentrale Idee der modernen Konservierung, bekannt als „geprüfte Fluktuation“ (proofed fluctuation), legt nahe, dass diese Objekte ein Gedächtnis haben. Wenn ein Objekt in der Vergangenheit eine bestimmte Spanne von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen überstanden hat, kann es dieselben Veränderungen normalerweise erneut verkraften, ohne zu brechen. Die Logik dahinter ist, dass das Material bereits bis an seine Grenzen gedehnt und geschrumpft ist; die winzigen Risse, die während dieser vergangenen Belastungen entstanden sind, wirken wie Dehnungsfugen, die es dem Objekt ermöglichen, sich sicher zu bewegen, ohne neuen Schaden zu verursachen. Dieses Sicherheitsnetz verschwindet jedoch in dem Moment, in dem ein Restaurator das Objekt repariert. Wenn eine lose Dekorschicht wieder festgeklebt wird, wird das Objekt effektiv zurückgesetzt. Es wurde „ungeprüft“ (un-proofed), und es stellt sich die Frage: Wie lange dauert es, bis das Objekt die neue Umgebung wieder lernt, und was passiert während dieser Lernphase?
Diese Frage trieb eine einzigartige, elfjährige Studie im Victoria and Albert Museum in London voran, bei der Forscher vier Schubladen eines französischen Schranks aus dem 18. Jahrhundert beobachteten, während diese sich nach der Konservierung an ihr neues Leben anpassten. Der Schrank, gefertigt von dem berühmten Kunsthandwerker Adam Weisweiler, weist eine empfindliche Oberfläche aus Schildpatt, Messing und Horn auf, die für Veränderungen in der Luft notorisch sensibel ist. Im Jahr 2012 behandelten Restauratoren die Schubladen, um Bereiche zu reparieren, in denen sich die Dekorschichten vom darunterliegenden Holz ablösten. Um verschiedene Methoden zu testen, verwendeten sie vier verschiedene Arten von Klebstoff auf den vier Schubladen. Das Ziel war nicht nur zu sehen, welcher Klebstoff am besten hält, sondern zu beobachten, wie die Schubladen über die Zeit auf die Luft in der Galerie reagierten. Die Forscher nutzten ein spezialisiertes Werkzeug namens digitale Speckle-Muster-Interferometrie, das wie eine hochsensible Kamera funktioniert, die Bewegungen kleiner als ein menschliches Haar wahrnehmen kann. Indem das Werkzeug die Oberfläche sanft erwärmte oder mit Schallwellen abklopfte, konnte es genau zeigen, wo sich die Schichten hoben oder rissen, und so unsichtbare Spannungen in eine sichtbare Karte der Bewegung verwandelte.
Die Ergebnisse zeigten ein klares und überraschendes Muster. Der Schaden trat nicht langsam und stetig über das Jahrzehnt hinweg auf. Stattdessen trat der Großteil der neuen Rissbildung und Ablösung innerhalb des ersten Jahres nach der Behandlung auf. Zwischen 2013 und 2014 vergrößerte sich die Gesamtfläche des Schadens an den Schubladen signifikant. Nach diesem ersten Jahr verlangsamte sich die Rate des neuen Schadens drastisch. In den folgenden zehn Jahren war die Menge des neuen Schadens im Vergleich zu dem anfänglichen Ausbruch winzig. Dies deutet darauf hin, dass die Objekte nicht ein Jahrzehnt lang zur Ruhe kommen mussten; sie akklimatisierten sich relativ schnell und lernten die Grenzen der Galerieumgebung im Wesentlichen innerhalb weniger Jahre kennen. Die Studie fand heraus, dass diese schnelle Anpassung auch stattfand, wenn die Schubladen mit verschiedenen Klebstoffen behandelt worden waren. Unabhängig davon, ob die Restauratoren traditionellen tierischen Leim oder moderne synthetische Harze verwendeten, folgten alle Schubladen demselben Weg: eine Phase intensiver Anpassung gefolgt von einer langen Phase der Stabilität.
Die Forscher untersuchten auch die spezifischen Wetterbedingungen in der Galerie, um zu verstehen, was diese Veränderungen auslöste. Sie fanden heraus, dass der Schaden nicht durch die durchschnittliche Temperatur oder Luftfeuchtigkeit verursacht wurde, sondern durch spezifische, hochbelastende Ereignisse. Es bedurfte nur weniger Zyklen extremen Dehnens und Zusammenziehens – Ereignisse, bei denen sich das Holz mehr ausdehnte oder zusammenzog, als es in jüngster Erinnerung getan hatte – um die Schichten dazu zu bringen, sich zu bewegen und sich in ihren neuen Zustand einzupendeln. Sobald diese wenigen Hochbelastungsereignisse vorüber waren, schienen die Schubladen ihre frühere Verletzlichkeit „vergessen“ zu haben und wurden stabil. Dieser Befund stellt die Vorstellung infrage, dass Objekte für immer in einer perfekt statischen Umgebung gehalten werden müssen. Er legt nahe, dass Objekte, sobald sie repariert wurden, sich recht schnell an die natürlichen Schwankungen eines Museums anpassen können, vorausgesetzt, diese Schwankungen überschreiten nicht die Grenzen, die das Objekt bereits in seiner langen Geschichte erfahren hat.
Die Studie hob auch die Bedeutung der Art und Weise hervor, wie wir Schäden messen. Die Forscher mussten vorsichtig sein, da ihre empfindlichen Instrumente manchmal zeigten, dass der beschädigte Bereich kleiner wurde, was physikalisch unmöglich ist für einen Riss, der von selbst kleiner werden könnte. Durch die Verwendung einer Methode, die immer die größte für eine bestimmte Stelle aufgezeichnete Größe berücksichtigte, korrigierten sie diese Messungenauigkeiten und bestätigten, dass der Schaden tatsächlich wuchs, wenn auch sehr langsam nach dem ersten Jahr. Sie stellten auch fest, dass ein Riss manchmal am Rand eines abgehobenen Bereichs auftrat, was die Art und Weise veränderte, wie die Oberfläche sich bewegte, und den Schaden auf den Karten kleiner erscheinen ließ, obwohl das eigentliche Problem schlimmer geworden war. Durch die Verfolgung dieser subtilen Verschiebungen konnte das Team zwischen einem Messfehler und einer realen Veränderung des Zustands des Objekts unterscheiden.
Letztendlich liefert diese langfristige Beobachtung einen praktischen Leitfaden für die Pflege von Sammlungen in Museen. Sie zeigt, dass das Risiko von Schäden unmittelbar nach einer Reparatur am höchsten ist, wenn das Objekt am anfälligsten gegenüber der Umgebung ist. Dieses Risiko sinkt jedoch drastisch, sobald sich das Objekt anpasst. Die Studie bestätigt, dass das Konzept der „geprüften Fluktuation“ auch für Objekte gilt, die behandelt wurden. Sobald das Objekt einige bedeutende Zyklen des Galerie-Klimas erlebt hat, findet es ein neues Gleichgewicht. Die Ergebnisse legen nahe, dass Museen nicht notwendigerweise für jedes Objekt extrem enge, energieintensive Klimakontrollen aufrechterhalten müssen, insbesondere wenn diese bereits an die Umgebung des Gebäudes angepasst sind. Stattdessen ermöglicht das Verständnis, dass sich Objekte relativ schnell akklimatisieren können, einen flexibleren Ansatz der Bewahrung – einen, der die Geschichte des Objekts und seine Fähigkeit respektiert, sich in seiner neuen Umgebung einzupendeln.
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