Environmental exposure to crude oil pollution is associated with under-five morbidity and mortality in Nigeria’s Niger Delta
Diese Mixed-Methods-Studie über das nigerianische Nigerdelta zeigt eine starke Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Intensität der Rohöl-Exposition und einer erhöhten Morbidität sowie Mortalität unter Fünfjährigen auf, wobei der Bundesstaat Bayelsa im Vergleich zu den Bundesstaaten Delta und Rivers die höchste Umweltbelastung und Gesundheitslast aufweist.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
In den weiten, wassergesättigten Landschaften des Niger-Deltas im Süden Nigerias sind das Land und die Menschen durch eine komplexe Geschichte der Erdölextraktion miteinander verbunden. Seit Jahrzehnten ist die Region das Zentrum einer massiven industriellen Anstrengung, um Rohöl auf den Weltmarkt zu bringen – ein Prozess, der ein Erbe des Umweltwandels hinterlassen hat. Wenn Öl in den Boden, das Wasser und die Luft gelangt, befleckt es nicht nur den Boden; es verändert die grundlegenden Bedingungen, unter denen Familien leben. Wissenschaftler, die die Beziehung zwischen der Umwelt und der menschlichen Gesundheit untersuchen, bekannt als Umweltepidemiologen, schauen genau darauf, wie diese Veränderungen die verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft beeinflussen: junge Kinder. Kinder unter fünf Jahren sind aufgrund ihrer noch in der Entwicklung befindlichen Körper, da sie im Verhältnis zu ihrer Größe mehr Luft einatmen und mehr Zeit damit verbringen, auf dem Boden oder im Wasser zu spielen, besonders empfindlich gegenüber Verschmutzungen. Wenn die Luft dick von Dämpfen ist, das Wasser kontaminiert und der Boden vergiftet ist, steigt das Risiko für Krankheiten. Die Frage, die Forscher schon lange gestellt haben, ist nicht nur, ob Verschmutzung schlecht ist, sondern genau wie sehr sie Kinder an bestimmten Orten schädigt und ob die dort lebenden Menschen die Verbindung zwischen dem Öl und den Krankheiten sehen können, die sie jeden Tag miterleben.
Ein Team von Forschern verschiedener nigerianischer Universitäten setzte sich zum Ziel, diese Frage mit einer detaillierten Untersuchung in drei Bundesstaaten im Herzen der Ölregion zu beantworten: Bayelsa, Delta und Rivers. Sie wollten über allgemeine Annahmen hinausgehen und die spezifische Krankheitslast für Kinder in Gemeinden nahe der Ölförderanlagen messen. Um dies zu erreichen, besuchten sie 975 Haushalte und sprachen direkt mit den Betreuern der Kleinkinder. Sie fragten diese Eltern und Erziehungsberechtigten nach der Gesundheit ihrer Kinder, den erlittenen Krankheiten und ob sie glaubten, dass die lokale Ölverschmutzung die Ursache sei. Die Forscher sammelten auch Informationen darüber, wie häufig Ölunfälle auftraten und wie nah die Häuser an den Industrieanlagen lagen. Durch die Kombination dieser Erzählungen mit statistischen Analysen erstellten sie ein klares Bild davon, wie die Intensität der Ölexposition mit der Gesundheit der Kinder übereinstimmte. Sie suchten nach Mustern bei Atemwegsinfektionen, Hautausschlägen, Malaria, Magenerkrankungen sowie Ohren- oder Nasenproblemen und verfolgten die Häufigkeit von Kindersterblichkeit in verschiedenen Altersgruppen in jedem Gebiet.
Die Ergebnisse offenbarten eine ernüchternde und beständige Realität. In jedem Bundesstaat war fast jeder darüber informiert, dass Ölunfälle stattfanden. Mehr als 90 Prozent der Befragten in allen drei Regionen waren sich der Ölunfälle bewusst und glaubten, dass die Ölverschmutzung mit allgemeinen Gesundheitsproblemen zusammenhing. Wenn die Forscher jedoch die tatsächliche Gesundheit der Kinder betrachteten, variierte die Situation je nach Wohnort drastisch. In Bayelsa, dem Bundesstaat mit der höchsten Ebene der Umweltbelastung, war die gesundheitliche Belastung für Kinder am schwersten. Fast alle Kinder in diesen Gemeinden hatten unter Atemwegsproblemen, Hautzuständen, Malaria oder Magenerkrankungen gelitten. Die Forscher fanden heraus, dass in Bayelsa 93,9 Prozent der Kinder Atemwegsbeschwerden, 97,1 Prozent Hautprobleme und 98,0 Prozent Malaria hatten. Im Gegensatz dazu war die Krankheit in den anderen beiden Bundesstaaten zwar immer noch verbreitet, die Raten waren jedoch niedriger. Die Forscher berechneten für Bayelsa einen Composite Mortality Burden Index (Gesamtindex der Sterblichkeitsbelastung) von 24,2 %, eine Zahl, die signifikant höher war als in den anderen Bundesstaaten, was auf eine wesentlich schwerere Belastung durch Kindersterblichkeit in dieser Region hindeutete.
Was diese Studie besonders aufschlussreich machte, war, wie die Menschen selbst die Zusammenhänge herstellten. In Bayelsa und Rivers, wo die Ölverschmutzung am intensivsten war und die Kindersterblichkeitsraten am höchsten waren, waren sich die Gemeindemitglieder der Ursache sehr bewusst. Etwa 75 bis 90 Prozent der Menschen in diesen Gebieten führten die Todesfälle bei jungen Kindern direkt auf die Ölunfälle zurück. Sie sahen eine direkte Linie von dem kontaminierten Wasser und der Luft zum Verlust ihrer Kinder. In Delta State jedoch war die Geschichte eine andere. Obwohl die Menschen dort ebenso sehr über die Ölunfälle informiert waren und hohe Raten an Krankheiten wie Hautausschlägen und Atemwegsbeschwerden meldeten, verknüpften sie diese Krankheiten nicht in gleicher Weise mit den Todesfällen von Kindern. Nur etwa 30 Prozent der Menschen in Delta State glaubten, dass die Ölverschmutzung die Ursache für die Todesfälle von Kindern sei, eine viel niedrigere Zahl als in den anderen beiden Bundesstaaten. Dies deutet darauf hin, dass, obwohl die physische Krankheit vorhanden war, das Verständnis der Gemeinschaft darüber, warum Kinder starben, durch lokale Faktoren geprägt wurde, was vielleicht den unterschiedlichen Zugang zur Gesundheitsversorgung oder unterschiedliche lokale Erfahrungen mit der Ölindustrie einschließt.
Die Forscher verwendeten eine Methode, um diese verschiedenen Gesundheitsprobleme und Sterberaten in einzelnen Scores zusammenzufassen, um die Bundesstaaten zu vergleichen. Sie fanden ein klares Muster: Je intensiver die Umweltbelastung durch Öl war, desto höher war die Belastung durch Krankheit und Tod. Bayelsa, mit dem höchsten Expositionswert, hatte die höchste Belastung durch sowohl Krankheit als als auch Tod. Rivers folgte, und Delta wies die geringste Gesamtbelastung auf, obwohl dort hohe Raten an Erkrankungen vorlagen. Diese „Dosis-Wirkungs-Beziehung“, bei der eine höhere Menge an Exposition zu einem schlechteren Ergebnis führt, war stark und statistisch signifikant. Die Studie zeigte, dass die Verbindung zwischen dem Öl und der Gesundheit der Kinder nicht nur ein Gefühl war, sondern eine messbare Realität. Je stärker eine Gemeinschaft der Verschmutzung ausgesetzt war, desto wahrscheinlicher war es, dass die Kinder krank wurden und desto wahrscheinlicher war es, dass sie starben.
Trotz der klaren Beweise für den Schaden hob die Studie auch eine Lücke darin hervor, wie verschiedene Gemeinschaften das Risiko verstanden. In Delta State deutet die Diskrepanz zwischen den hohen Krankheitsraten und dem geringen Glauben, dass Öl die Todesfälle bei Kindern verursachte, darauf hin, dass der Weg von der Verschmutzung zur Tragödie nicht immer offensichtlich für die Menschen ist, die sie durchleben. Es kann sein, dass in einigen Orten andere Faktoren wie Armut oder mangelnde medizinische Versorgung so überwältigend sind, dass sie die Rolle des Öls überschatten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Ölverschmutzung zwar ein Haupttreiber für schlechte Gesundheit ist, die Art und Weise, wie sie eine Gemeinschaft beeinflusst, jedoch von einer Mischung aus Umweltintensität und lokalen Umständen abhängt. Die Lösung könne nicht allein darin bestehen, den Menschen zu sagen, dass das Öl schlecht sei, denn das wissen sie bereits. Stattdessen muss der Fokus darauf liegen, die Umwelt zu reinigen, Wasser und Boden zu sanieren und sicherzustellen, dass Kinder Zugang zu der medizinischen Versorgung haben, die sie zum Überleben benötigen. Die Studie dient als kraftvolle Erinnerung daran, dass im Niger-Delta die Gesundheit eines Kindes untrennbar mit der Gesundheit des Landes verbunden ist und dass der Schutz des einen den Schutz des anderen voraussetzt.
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