Increasing Physical Activity among Medical Inpatients by Digital Nudging of Patients and Staff (the IPAMINA trial): A Stepped Wedge Cluster Randomised Multicentre Study Protocol
Die IPAMINA-Studie ist eine in Dänemark durchgeführte, mittels eines gestuften Cluster-Randomisierungsverfahrens konzipierte multizentrische Studie, die darauf ausgelegt ist, zu untersuchen, ob eine digitale Nudging-Intervention mittels Echtzeit-Feedback eines tragbaren Beschleunigungssensors an sowohl Patienten als auch Personal die tägliche körperliche Aktivität erhöht und das sitzende Verhalten bei erwachsenen medizinischen stationären Patienten im Vergleich zur üblichen Versorgung reduziert.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Wenn eine Person wegen einer schweren Erkrankung in ein Krankenhaus aufgenommen wird, beginnt der Körper oft schneller zu schwächen als die Krankheit selbst. Dies geschieht, weil der Routine des Krankenhauslebens die Ruhe zugrunde liegt. Patienten verbringen die meiste Zeit im Bett oder sitzen auf Stühlen, und die Kultur der medizinischen Stationen akzeptiert lange Phasen der Reglosigkeit oft als notwendig für die Genesung. Die Wissenschaft hat jedoch längst gezeigt, dass diese Inaktivität gefährlich ist. Sie führt zu einem schnellen Verlust an Muskelkraft und Unabhängigkeit, was es den Patienten erschwert, in ihr normales Leben zurückzukehren. Das Ziel der modernen Pflege ist es, Patienten so viel wie möglich in Bewegung zu halten, sofern es ihr Zustand zulässt, aber in einem geschäftigen Krankenhaus ist es schwierig, Patienten zum Aufstehen und Gehen zu bewegen. Es erfordert ständige Anstrengung von Personal, das ohnehin schon stark beansprucht ist, und Patienten lassen es oft an Motivation oder dem klaren Feedback mangeln, das sie zum Weitermachen anspornen würde.
Um dieses Problem zu lösen, wenden Forscher digitale Werkzeuge an, die Bewegung sanft fördern können, ohne die Arbeitsbelastung des medizinischen Teams zu erhöhen. Dieser Ansatz, bekannt als „Digital Nudging“, nutzt Technologie, um Echtzeitinformationen über die Aktivität einer Person bereitzustellen. Anstatt sich auf das Gedächtnis oder Vermutungen zu verlassen, zeigen diese Systeme genau an, wie viel Zeit ein Patient mit Stehen oder Gehen verbracht hat. Die Idee ist, dass Menschen eher bereit sind, sich weiter zu bewegen, wenn sie ihren Fortschritt sehen können. Dieses Konzept wird im Rahmen einer neuen Studie namens IPAMINA-Studie in großem Maßstab getestet, die darauf abzielt zu untersuchen, ob die Bereitstellung einer Live-Ansicht der Aktivitätslevel sowohl für Patienten als auch für das Krankenhauspersonal die Art und Weise, wie Krankenhäuser mit der Genesung umgehen, verändern kann.
Die IPAMINA-Studie ist ein massives Experiment, das an vier verschiedenen Krankenhausstandorten in Dänemark, Grönland und den Färöer Inseln stattfindet. Die Forscher untersuchen erwachsene Patienten, die aufgrund medizinischer Zustände wie Infektionen oder Atemwegserkrankungen aufgenommen wurden. Die Studie umfasst insgesamt 400 Patienten, eine Zahl, die gewählt wurde, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse zuverlässig genug sind, um eine bedeutsame Veränderung der täglichen Aktivität festzustellen. Die Forscher beobachten nicht nur, was passiert; sie testen aktiv ein spezielles System, das darauf ausgelegt ist, den Kreislauf der Inaktivität zu durchbrechen.
Das System basiert auf einem kleinen, wasserfesten Sensor, der wie ein medizinisches Pflaster aussieht. Ein Mitglied des Forschungsteams platziert diesen Sensor am Oberschenkel des Patienten, etwa zehn Zentimeter oberhalb des Knies. Dieses Gerät beeinträchtigt weder die Behandlung noch die tägliche Pflege. Es arbeitet unauffällig und misst jede Bewegung, die der Patient macht, vom Liegen im Bett bis zum Gehen durch den Flur. Der Sensor sendet diese Daten drahtlos an einen sicheren Server, wo ein Computerprogramm die Bewegungen in Kategorien sortiert: Liegen, Sitzen, Stehen oder Gehen.
Für die Patienten bietet das System eine einfache, visuelle Möglichkeit, den eigenen Fortschritt zu sehen. Im Interventionsteil der Studie wird ein Tablet am Bett des Patienten platziert. Der Bildschirm zeigt eine spielähnliche Anzeige, die verfolgt, wie viel Zeit sie mit Stehen oder Gehen verbracht haben. Je mehr sich der Patient bewegt, desto näher rückt ein visueller Indikator auf dem Bildschirm an ein Ziel heran. Dies soll ermutigend wirken und den Akt des Aufstehens aus dem Bett in eine kleine, erreichbare Herausforderung verwandeln. Der Patient, seine Familie und das Personal können diesen Fortschritt alle sehen.
Für das Krankenhauspersonal bietet das System eine andere Art der Ansicht. Ein digitaler Monitor auf der Pflegestation zeigt die Aktivitätslevel aller Patienten auf der Station gleichzeitig an. Der Bildschirm verwendet ein Ampelsystem, um hervorzuheben, wer Hilfe benötigt. Wenn ein Patient in den letzten drei Stunden aktiv war, erscheint sein Name in Grün. Wenn er sich drei bis zwölf Stunden nicht bewegt hat, wird der Name Gelb. Wenn ein Patient seit mehr als zwölf Stunden inaktiv war, wird der Name Rot. Dieser unmittelbare visuelle Hinweis hilft dem Personal, schnell zu identifizieren, wer Ermutigung braucht, um aufzustehen und sich zu bewegen, und verwandelt ein vages Gefühl der Besorgnis in ein klares, handlungsorientiertes Signal.
Die Studie ist darauf ausgelegt, fair und gründlich zu sein. Sie verwendet eine Methode namens „Stepped-Wedge-Design“, was bedeutet, dass alle Krankenhausstationen zunächst mit ihrer üblichen Versorgung beginnen. Dann wechseln die Stationen nacheinander zur Nutzung des neuen digitalen Systems. Dies geschieht in Phasen über mehrere Wochen hinweg. Am Ende der Studie wird jede Station das System genutzt haben. Dieser Ansatz ermöglicht es den Forschern, dieselben Stationen, wenn sie das System nutzen, mit der Zeit zu vergleichen, in der sie es nicht nutzen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass jeder Standort letztlich von der neuen Technologie profitiert. Die Forscher messen das primäre Ergebnis, indem sie die durchschnittliche Anzahl der Minuten pro Tag untersuchen, die Patienten mit Stehen oder Gehen verbringen. Sie verfolgen auch die Dauer des Krankenhausaufenthalts, ob Patienten innerhalb von 90 Tagen erneut aufgenommen werden und ob sie während des Krankenhausaufenthalts stürzen.
Die Forscher führen zudem eine separate, kleinere Studie durch, um zu verstehen, wie das Personal über das neue System denkt. Sie werden Gruppendiskussionen mit Pflegekräften und Ärzten führen, um zu erfahren, ob die digitalen Werkzeuge leicht zu bedienen sind, ob sie tatsächlich die Arbeitsweise des Personals verändern und welche Barrieren bestehen könnten. Dieser Teil der Studie ist entscheidend, denn selbst die beste Technologie wird scheitern, wenn die Menschen, die sie nutzen, sie nicht als hilfreich empfinden oder wenn sie deren andere Aufgaben behindert.
Es wird erwartet, dass die Ergebnisse dieser Studie eine klare Antwort darauf liefern, ob digitales Nudging erfolgreich die körperliche Aktivität in einem realen Krankenhausumfeld steigend beeinflussen kann. Wenn das System funktioniert, könnte es den Standard der Versorgung für medizinische stationäre Patienten verändern und Bewegung zu einem zentralen Bestandteil des Genesungsprozesses machen, anstatt sie nur als Nebengedanken zu behandeln. Die Studie läuft derzeit und die Rekrutierung soll Anfang 2026 abgeschlossen sein. Die Forscher sind zuversichtlich, dass die von ihnen gesammelten Daten helfen werden, nicht nur zu verstehen, ob das System funktioniert, sondern auch, wie es in die komplexe, geschäftige Realität einer modernen Krankenhausstation passt. Durch die Kombination von einfacher Technologie mit menschlicher Motivation versucht die IPAMINA-Studie zu beweisen, dass es möglich ist, Patienten aktiv zu halten, selbst in den anspruchsvollsten Umgebungen.
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