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📊 statistics

Left-truncated discrete lifespans: The AFiD enterprise panel

Die Studie nutzt eine geometrische Verteilung und Martingal-basierte Schätzer, um unter Berücksichtigung von Links-Trunkierung und Rechts-Zensierung die Lebensdauer deutscher Unternehmen im AFiD-Paneldatensatz zu modellieren, wobei sich für die Jahre 2018 und 2019 eine mittlere Lebenserwartung von zehn Jahren ergibt.

Ursprüngliche Autoren: Eric Scholz, Rafael Weißbach

Veröffentlicht 2026-03-16
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Ursprüngliche Autoren: Eric Scholz, Rafael Weißbach

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Das große Unternehmen-Spiel: Wie lange überleben Firmen wirklich?

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Detektiv, der herausfinden will, wie lange deutsche Unternehmen im Durchschnitt überleben. Sie haben einen riesigen Datenschatz: Die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für die Jahre 2018 und 2019.

Aber es gibt ein großes Problem bei Ihrer Spurensuche: Sie kommen zu spät.

Das Problem: Der "Linker Schnitt" (Left Truncation)

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Theaterstück erst in der zweiten Hälfte.

  • Manche Schauspieler (Unternehmen) sind schon lange auf der Bühne, bevor Sie hereinkamen.
  • Manche haben das Theater schon verlassen, bevor Sie den Vorhang hochhoben.
  • Und manche spielen noch, als der Vorhang fällt (2019).

In der Statistik nennt man das linker Schnitt. Sie sehen nur die Firmen, die 2018 noch am Leben waren. Firmen, die 2015 schon pleite waren, sind für Sie unsichtbar. Wenn Sie einfach nur zählen, wer 2018 noch da war, würden Sie denken: "Wow, Firmen leben ewig!" – weil die kurzlebigen, die früh starben, gar nicht in Ihrer Liste stehen. Das wäre eine falsche Schlussfolgerung.

Die Lösung: Ein neues Zählverfahren

Die Autoren entwickeln eine Methode, die diese "unsichtbaren" frühen Tode clever ignoriert, aber trotzdem das richtige Ergebnis liefert.

Die Analogie des Wettspiels:
Stellen Sie sich vor, jedes Unternehmen spielt ein Glücksspiel.

  • Jedes Jahr würfelt es.
  • Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (nennen wir sie θ\theta) verliert es das Spiel und schließt.
  • Mit der Gegenwahrscheinlichkeit (1θ1-\theta) gewinnt es das Jahr und spielt im nächsten weiter.

Die Autoren nehmen an, dass diese Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu verlieren, für jedes Jahr gleich ist. Sie ändert sich nicht, egal wie alt die Firma ist (ein junges Startup hat genauso viel Chance zu scheitern wie eine alteingesessene Firma – eine vereinfachende Annahme, die hier funktioniert).

Der Trick: Das "Vergessen"

Da Sie die Firmen erst ab 2018 sehen, müssen Sie die Jahre davor "vergessen".

  • Szenario A: Eine Firma wurde 2013 gegründet und starb 2015. Sie sehen sie nicht. Sie zählt für Ihre Statistik gar nicht.
  • Szenario B: Eine Firma wurde 2013 gegründet und lebt noch 2018. Sie sehen sie. Aber: Sie zählen nicht die Jahre 2013–2017 als "Risikozeit". Sie zählen nur die Zeit ab 2018, in der Sie sie tatsächlich beobachten konnten.

Das ist wie bei einem Marathon: Wenn Sie erst ab Kilometer 20 zuschauen, zählen Sie nicht die ersten 20 Kilometer als Laufzeit für die Läufer, die Sie sehen. Sie zählen nur, wie lange sie in Ihrer Sicht laufen, bevor sie erschöpft aufgeben.

Die Mathematik im Hintergrund (ohne Formeln)

Die Autoren nutzen ein mathematisches Werkzeug namens Martingal.

  • Vereinfacht gesagt: Ein Martingal ist wie ein fairer Spielstand. Wenn Sie wissen, was bisher passiert ist, ist die beste Vorhersage für den nächsten Schritt, dass nichts Unerwartetes passiert.
  • Die Autoren zeigen, dass ihre Zählweise der Firmensterblichkeit wie ein fairer Spielstand funktioniert. Das erlaubt ihnen, mit sehr strengen mathematischen Beweisen zu sagen: "Unsere Schätzung ist nicht nur ein Glückstreffer, sie ist statistisch gesichert."

Sie beweisen auch, dass ihre Methode funktioniert, selbst wenn die Firmen nicht alle gleichzeitig gegründet wurden (was in der Realität natürlich der Fall ist).

Das Ergebnis: Wie lange leben deutsche Firmen?

Nachdem sie ihre Methode auf 1,4 Millionen Firmen angewendet haben, kommen sie zu einem klaren Ergebnis:

  • Die durchschnittliche Lebenserwartung eines deutschen Unternehmens liegt bei 10 Jahren.
  • Die Schätzung ist so präzise, dass die Unsicherheit (der "Fehlerbereich") nur zwei Monate beträgt.

Das ist bemerkenswert genau. Es bedeutet: Wenn Sie heute eine Firma gründen, können Sie statistisch gesehen davon ausgehen, dass sie etwa ein Jahrzehnt überdauert, bevor sie schließt (aus welchem Grund auch immer).

Warum ist das wichtig?

Frühere Studien hatten oft Probleme mit diesen "unsichtbaren" Firmen oder verwendeten komplizierte Modelle. Diese Arbeit zeigt einen eleganten Weg:

  1. Ignoriere die Zeit, bevor du die Firma gesehen hast.
  2. Zähle nur die Zeit, in der du sie wirklich beobachten konntest.
  3. Nutze die Mathematik der Martingale, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse nicht durch Zufall verzerrt sind.

Fazit: Die Autoren haben einen cleveren mathematischen Trick gefunden, um aus unvollständigen Daten (weil man nicht alle Firmen von Anfang an kennt) eine extrem genaue Vorhersage über die Zukunft von Unternehmen zu machen. Es ist, als würde man aus dem, was man im Theater sieht, den gesamten Plot des Stücks rekonstruieren – und dabei genau wissen, wie lange die Charaktere noch auf der Bühne bleiben werden.

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