Arbitrage and rents in European long-term transmission rights
Diese Arbeit zeigt auf, dass Inhaber europäischer langfristiger Übertragungsrechte systematisch Arbitrage-Möglichkeiten durch die Eingehen gegensätzlicher Termingeschäfte ausnutzen und dadurch Renten generieren, die auf regulatorische Ineffizienz sowie einen Vermögenstransfer von den Verbrauchern zu diesen Inhabern hindeuten.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Stellen Sie sich das Stromnetz wie ein riesiges, geschäftiges Autobahnnetz vor, in dem der Strom der Verkehr ist. Manchmal fließt der Verkehr reibungslos von einer Stadt zur nächsten, aber manchmal bildet sich ein Flaschenhals, der einen Stau in einer Stadt verursacht, während die nächste Stadt weit offen ist. Da Elektrizität wie Wasser ist, das man nicht einfach in einem riesigen Eimer für später aufbewahren kann, schwankt ihr Preis von Stunde zu Stunde massiv. Um sich vor diesen wilden Preisschwankungen zu schützen, kaufen Stromunternehmen und Versorger eine Art „Versicherung“ in Form von Terminkontrakten – Vereinbarungen, Strom zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen.
Es gibt jedoch ein kniffliges Problem: Was ist, wenn der Preis in Ihrer Stadt in die Höhe schießt, der Preis in der Nachbarstadt aber niedrig bleibt? Wenn Sie nur eine Versicherung für Ihre eigene Stadt gekauft haben, würden Sie trotzdem Geld verlieren, denn der Preisunterschied (der „Spread“) zwischen den beiden Städten ist das Entscheidende. Um dies zu beheben, haben Regulierungsbehörden spezielle Finanz-Tickets namens Long-Term Transmission Rights (LTTRs) geschaffen. Betrachten Sie diese als VIP-Pässe, die es Ihnen ermöglichen, zu profitieren, wenn der Preisunterschied zwischen zwei Städten zu groß wird. Sie sind als Sicherheitsnetz für alle gedacht, die Strom über Grenzen hinweg bewegen. Aber hier ist der Haken: Diese VIP-Pässe sollen eigentlich von den eigentlichen Stromunternehmen gekauft werden, die die Versicherung benötigen. Stattdessen stellt sich heraus, dass Finanzhändler sie aufkaufen, oft zu einem Schnäppchenpreis, und sie dann nutzen, um auf eine Weise leicht Geld zu verdienen, die so nicht beabsichtigt war.
Diese Arbeit untersucht genau, wie diese Händler es machen und was das für alle anderen bedeutet. Der Autor, Clemens Stiewe, untersucht die Strommärkte in Deutschland und Österreich zwischen 2018 und 2025. Er verwendet einen klugen Trick: Er beobachtet, was unmittelbar nach den Auktionen, bei denen diese VIP-Pässe verkauft werden, mit den Strompreisen passiert. Wenn die Pässe für eine bestimmte Art von Geldmacherei (Arbitrage) verwendet werden, sollten die Preise der Terminkontrakte direkt nach Bekanntgabe der Auktionsergebnisse springen oder fallen.
Die Studie zeigt, dass dies genau der Fall ist, allerdings nur auf dem deutschen Markt, der sehr groß und sehr geschäftig ist. Wenn Händler diese Übertragungsrechte kaufen, gehen sie sofort die entgegengesetzte Wette am Terminmarkt ein. Es ist, als würde man einen Gutschein für ein günstiges Konzertticket kaufen und dann sofort das Versprechen verkaufen, dasselbe Ticket zu einem höheren Preis an jemand anderen zu verkaufen. Durch dieses Vorgehen sichern sie sich einen garantierten Gewinn. Die Arbeit zeigt, dass dies systematisch geschieht: Wann immer der „Gutschein“ (der LTTR) für weniger verkauft wird, als er im Vergleich zum Terminmarkt tatsächlich wert ist, stürzen sich die Händler darauf, kaufen den Gutschein und verkaufen den Terminkontrakt, um die Differenz einzustreichen.
Interessanterweise funktioniert diese „Geldruckmaschine“ in Österreich nicht so gut. Obwohl dort auch Händler aktiv sind, ist der Markt kleiner und weniger liquide, sodass ihre Handlungen die Preise nicht stark genug bewegen, um sie leicht messen zu können. Die Arbeit legt nahe, dass der Grund, warum dies in Deutschland funktioniert, darin liegt, dass die Übertragungsrechte mit einem Abschlag verkauft werden, wahrscheinlich weil die Personen, die sie wirklich brauchen (die eigentlichen Stromunternehmen), sie nicht in großen Mengen kaufen. Stattdessen sind Finanzhändler die Hauptkäufer, und sie sind bereit, weniger zu zahlen, weil sie diese Rechte eher als Spekulationsinstrument denn als Sicherheitsnetz betrachten.
Die große Erkenntnis ist, dass dieses System einen versteckten Vermögenstransfer schafft. Das Geld, das diese Händler verdienen, kommt nicht aus dem Nichts; es stammt aus dem „Engpassertrag“ (Congestion Income), den die Netzbetreiber einnehmen. Normalerweise wird dieses Geld dazu verwendet, die Rechnungen für alle zu senken. Da die Übertragungsrechte jedoch zu billig verkauft werden, landet dieses Geld in den Taschen der Händler. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass diese Arbitrage zwar hilft, einige Preisunterschiede auszugleichen, aber auch bedeutet, dass die Verbraucher effektiv durch höhere Netzentgelte für die Gewinne der Händler bezahlen. Es ist ein wenig wie auf einem Jahrmarkt, wo der Ticketverkäufer versehentlich die VIP-Pässe zum halben Preis verkauft, die schlitzohrigen Kinder in der hinteren Reihe sie aufkaufen, die Vorteile weiterverkaufen und am Ende den ganzen kostenlosen Popcorn einsacken, während der Rest der Menge extra für seine Tickets bezahlt.
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