Two to Tango: Are Spouses' Perception of Women's Empowerment Associated with Concordance on Fertility Desires?
Basierend auf Daten von 3.027 Paaren in Pakistan zeigt diese Studie, dass Ehepartner zwar eine moderate Übereinstimmung bei den Fruchtbarkeitswünschen aufweisen, die Wahrnehmung einer Ehefrau über ihre eigene hohe Entscheidungsgewalt jedoch signifikant mit einer Diskrepanz assoziiert ist, bei der sie sich mehr Kinder wünscht als ihr Ehemann.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung eines Preprints, das nicht peer-reviewed wurde. Dies ist kein medizinischer Rat. Treffen Sie keine Gesundheitsentscheidungen auf Grundlage dieses Inhalts. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Technisches Resümee: Paarliche Übereinstimmung über Fertilitätswünsche in Pakistan
Problemstellung
Die traditionelle Familienplanungsforschung in Pakistan hat sich überwiegend auf die Perspektiven von Frauen konzentriert und dabei die dyadische Natur der reproduktiven Entscheidungsfindung oft vernachlässigt. Während Fertilitätsentscheidungen typischerweise durch gemeinsame Verhandlungen erfolgen, stützen sich groß angelegte Erhebungen häufig auf die Berichte von Frauen über die Wünsche ihrer Partner, was die männlichen Präferenzen möglicherweise nicht akkurat widerspiegelt. Diese Lücke ist kritisch, da eine paarlich bedingte Diskrepanz bei den Fertilitätswünschen mit einer geringeren Verwendung von Verhütungsmitteln verknüpft ist und durch geschlechtsspezifische soziale Normen sowie Machtungleichgewichte angetrieben wird. Trotz eines Rückgangs der pakistanischen Fertilitätsrate von 7,0 im Jahr 1990 auf 3,6 in den Jahren 2017-18 ist der Fortschritt stagniert, wobei die Prävalenz moderner Verhütungsmittel bei 25 % stagnierte. Die Studie adressiert das Fehlen von Daten auf Paarebene bezüglich der Frage, wie die Wahrnehmung der Frauenermächtigung durch die Ehepartner die Übereinstimmung bei Fertilitätswünschen beeinflusst.
Methodik
Die Studie nutzte Querschnittsdaten aus dem Pakistan Demographic and Health Survey (PDHS) 2017-18 und analysierte eine Stichprobe von 3.027 derzeit verheirateten Paaren. Paare, bei denen entweder ein Ehepartner sterilisiert oder infund (unfruchtbar) war, wurden ausgeschlossen.
- Ergebnisvariable: Die paarlische Übereinstimmung bei Fertilitätswünschen wurde basierend auf separaten Antworten von Ehemännern und Ehefrauen auf die Frage „Möchten Sie noch (ein/weitere) Kinder oder würden Sie lieber keine (weiteren) Kinder mehr haben?“ in vier Gruppen kategorisiert:
- Konkordant (wollen mehr)
- Husband+ diskordant (Ehemann will mehr, Ehefrau möchte dies nicht)
- Wife+ diskordant (Ehefrau will mehr, Ehemann möchte dies nicht)
- Konkordant (keine weiteren)
- Unabhängige Variablen: Die Studie operationalisierte die Ermächtigung von Frauen nach Connells Theorie von Geschlecht und Macht, wobei der Fokus auf drei Strukturen lag: die sexuelle Arbeitsteilung (Haushaltsentscheidungsfindung), die sexuelle Arbeitsteilung (ökonomische/bildungstechnische Faktoren) und Cathexis (emotionale/relationale Dimensionen). Zu den Schlüsselkonstrukten gehörten die Entscheidungsautorität im Haushalt sowie Einstellungen zu Intimpartnergewalt (IPV), die von beiden Ehepartnern berichtet wurden.
- Datenanalyse:
- Messung der Konkordanz: Der Kappa-Koeffizient wurde verwendet, um das Ausmaß der Übereinstimmung zwischen den Ehepartnern zu bewerten.
- Variablenkonstruktion: Eine Hauptkomponentenanalyse (PCA) wurde angewendet, um die interne Konsistenz und Dimensionalität der Empowerment-Items zu bewerten. Cronbachs Alpha (>0,7) und Eigenwerte (>1,0) bestätigten eine hohe interne Konsistenz. Die Items wurden summiert, um kategorische Empowerment-Scores zu generieren (z. B. niedrige, moderate, hohe Entscheidungsautorität).
- Regressionsmodellierung: Es wurden multinomiale logistische Regressionen durchgeführt, um relative Risiko-Ratios (RRR) zu schätzen. Die Modelle untersuchten die Assoziation zwischen Empowerment-Variablen und der paarlischen Konkordanz unter Berücksichtigung von Kovariaten. Interaktionsterme wurden inkludiert, um zu testen, ob die Wahrnehmung der Frauenermächtigung durch den Ehemann die Assoziation zwischen der selbst wahrgenommenen Empowerment der Ehefrau und der Konkordanz moderiert.
- Software: Die Analysen wurden mit Stata 12 unter Verwendung von
svy-Befehlen durchgeführt, um das komplexe zweistufige Cluster-Sampling-Design zu berücksichtigen.
Wesentliche Ergebnisse
- Niveau der Konkordanz: Die Studie ergab ein moderates Maß an paarlicher Übereinstimmung bei den Fertilitätswünschen, mit einem Kappa-Wert von 0,51.
- Empowerment und Diskordanz:
- Selbstwahrnehmung der Ehefrau: Wenn eine Ehefrau sich selbst als mit hoher Entscheidungsautorität wahrnahm, war sie mehr als doppelt so wahrscheinlich (RRR=2,06, 9-KI: 1,20–3,55) in einem Zustand der „nur auf die Ehefrau zurückgehenden Diskordanz“ (sie will mehr Kinder, während der Ehemann keine möchte) im Vergleich zu Paaren, bei denen beide mehr Kinder wollten.
- Wahrnehmung des Ehemanns: Umgekehrt sank die Wahrscheinlichkeit einer „nur auf die Ehefrau zurückgehenden Diskordanz“, wenn der Ehemann seine Ehefrau als mit hoher Entscheidungsautorität wahrnahm, um 62 % (RRR=0,38, 9-KI: 0,21–0,66).
- IPV-Einstellungen: Eine hohe Intoleranz des Ehemanns gegenüber IPV war mit einer 2,48-fachen Zunahme der „nur auf den Ehemann zurückgehenden Diskordanz“ assoziiert.
- Verhandlung: Die Fähigkeit einer Ehefrau, über Sex zu verhandeln, erhöhte die Wahrscheinlichkeit der Konkordanz beim Wunsch nach „keinen weiteren“ Kindern um das 2,09-fache.
- Interaktionseffekte: Wenn beide Ehepartner die Ehefrau als mit moderater oder hoher Entscheidungsautorität wahrnahmen, war die Wahrscheinlichkeit, dass keiner der Partner weitere Kinder wollte, signifikant geringer (etwa 70–80 % niedriger) im Vergleich zu Paaren, bei denen beide mehr Kinder wollten.
- Nullbefunde: Ein zentrales Ergebnis war, dass 23 der 27 adjustierten Regressionskoeffizienten nicht statistisch signifikant waren, was darauf hindeutet, dass die untersuchten Empowerment-Konstrukte die Variation der paarlischen Konkordanz-Ergebnisse in dieser spezifischen Stichprobe weitgehend nicht vorhersagen konnten.
Bedeutung und Behauptungen
Das Paper behauptet, landesweit repräsentative Belege für die dyadische Natur der Fertilitätswünsche in Pakistan zu liefern und identifiziert die Entscheidungsautorität im Haushalt als die am konsistentesten mit der Konkordanz assoziierte Dimension der Ermächtigung. Die Studie hebt hervor, dass die Ermächtigung der Frau zwar ein kritischer Faktor ist, ihre Beziehung zur Fertilitätskonkordanz jedoch komplex und nicht linear ist.
Die Autoren argumentieren, dass das Fehlen signifikanter Assoziationen für die meisten Empowerment-Konstrukte darauf hindeutet, dass Fertilitätspräferenzen in Kontexten mit starken pronatalistischen Normen eher durch geteilte soziale Erwartungen als durch die innerhalb des Paares bestehenden Machtdynamiken geformt werden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass effektive Familienplanungsinterventionen über die individuelle Ermächtigung hinausgehen und die Dynamik auf Paarebene, geteilte soziale Normen und die Kommunikation zwischen den Ehepartnern adressieren müssen. Sie plädiert für politische Maßnahmen, die Männer in Familienplanungsprogramme einbeziehen und die Paarberatung fördern, um die reproduktive Entscheidungsfindung zu erleichxierten.
Vom Autor festgehaltene Limitationen
Die Autoren merken explizit an, dass die PDHS-Daten keine Informationen über die Qualität der Kommunikation zwischen den Ehepartnern, die Beziehungszufriedenheit und die gemeinschaftlichen Geschlechternormen enthalten. Sie räumen zudem ein, dass die kategorische Operationalisierung der Empowerment-Scores die statistische Sensitivität reduziert haben könnte und dass ein Social-Desirability-Bias (soziale Erwünschtheit) zu einer Untererfassung von Fertilitätswünschen führen könnte. Die Studie fordert zukünftige Forschung unter Verwendung von zweckgebundenen Instrumenten, longitudinalen Designs und Actor-Partner Interdependence Models (APIM), um diese Dynamiken besser zu entwirren.
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