Cultural Sovereignty in the Age of AI: A Postcolonial Critique of Intellectual Property Frameworks for Indonesian Traditional Arts
Dieser Artikel verwendet eine postkoloniale Kritik, um zu argumentieren, dass Indonesiens derzeitige Rahmenbedingungen für geistiges Eigentum, die in dem Individualismus der Kolonialära verwurzelt sind, daran scheitern, traditionelle kulturelle Ausdrucksformen vor der Ausbeutung durch KI zu schützen, und schlägt ein kulturell souveränes Regulierungsmodell vor, das auf gemeinschaftlicher Lizenzierung, Vorteilsausgleich und freier, vorheriger und informierter Zustimmung basiert, um epistemische Gerechtigkeit zu erreichen.
Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen
Stellen Sie sich eine Bibliothek vor, in der die Bücher nicht nur Geschichten sind, sondern die lebendigen Erinnerungen ganzer Kulturen: die komplizierten Muster, die in Stoffe gewebt sind, die spezifischen Formen geschnitzter Puppen und die uralten Melodien, die auf Metallgongs gespielt werden. Über Jahrhunderte hinweg wurden diese Schöpfungen von Generation zu Generation weitergegeben und gehörten nicht einer einzelnen Person, sondern der Gemeinschaft, die sie genährt hat. Heute ist eine neue Art von Maschine angekommen, die diese Bücher lesen, ihre Muster lernen und dann neue Geschichten schreiben kann, die wie die Originale aussehen und klingen. Dies ist generative künstliche Intelligenz. Während sie verspricht, Kunst zu erschaffen und Probleme zu lösen, wirft sie auch eine schwierige Frage auf: Wenn eine Maschine aus der antiken Kunst einer Gemeinschaft lernt, um etwas Neues zu erschaffen, wem gehört diese neue Schöpfung? Bekommt die Gemeinschaft ein Mitspracherecht, oder nimmt die Maschine einfach, was sie braucht, und zieht weiter? Dies ist das zentrale Rätsel, vor dem Rechtsgelehrte in Indonesien stehen, einem Land mit einer der reichsten Sammlungen solcher traditionellen Kunst weltweit.
Eine aktuelle Studie von Muhammad Ilman Abidin von der Universitas Islam Bandung untersucht genau dieses Problem. Die Forschung konzentriert sich darauf, wie die derzeitigen Gesetze in Indonesien daran scheitern, traditionelle Künste wie Batik-Stoffdesigns, Wayang-Puppenbilder und Gamelan-Musik zu schützen, wenn diese zum Training künstlicher Intelligenz verwendet werden. Der Autor argumenttiert, dass das Problem nicht nur eine einfache Lücke in den Regeln ist, sondern etwas viel Tieferes. Das aktuelle Rechtssystem wurde auf Ideen aus der Kolonialzeit aufgebaut, die individuelle Schöpfer und neue, originelle Erfindungen wertschätzen. Diese Ideen passen nicht gut zu traditionellen Künsten, die oft von Gruppen über lange Zeiträume hinweg geschaffen wurden und dafür geschätzt werden, wie getreu sie die Vergangenheit bewahren, statt wie sehr sie sie verändern. Da das Gesetz eine Gruppe nicht leicht als einen einzelnen „Autor“ oder ein traditionelles Muster als „originell“ anerkennen kann, bleiben diese Kulturschätze oft ungeschützt, was es Unternehmen ermöglicht, sie ohne Erlaubnis oder Bezahlung in KI-Systeme einzuspeisen.
Die Studie beginnt mit dem Blick auf ein reales Beispiel, bei dem eine kommerzielle KI-Plattform hunderte von Designs generierte, die fast exakt wie klassische javanische Batikmuster aussah. Das Unternehmen fragte die javanischen Gemeinschaften weder um Erlaubnis, noch nannte es sie als Quelle, noch zahlte es ihnen etwas. Unter den derzeitigen indonesischen Gesetzen war dies völlig legal. Der Forscher erklärt, dass das Hauptgesetz, das diese Künste schützt und 2014 verabschiedet wurde, der Regierung das Recht gibt, diese kulturellen Ausdrucksformen zu verwalten. Dieser Ansatz behandelt die Gemeinschaften jedoch eher als passive Subjekte denn als aktive Eigentümer. Die Regierung fungiert als Vermittler, muss aber die Gemeinschaften nicht fragen, bevor sie anderen die Nutzung ihrer Kultur gestattet. Darüber hinaus zielt eine neuere Verordnung aus dem Jahr 2022, die den Schutz verbessern sollte, auf die Erstellung einer Datenbank zur Auflistung dieser Künste ab. Während dies hilft zu beweisen, dass eine Kunstform existiert, verhindert es nicht, dass KI-Systeme diese Liste herunterladen und die Bilder nutzen, um ihre Modelle zu trainieren.
Der Kern der Arbeit ist eine Kritik daran, warum diese Gesetze versagen. Der Autor verwendet eine Perspektive, die als postkoloniale Theorie bekannt ist, um aufzuzeigen, dass das Rechtssystem auf einer spezifischen Denkweise basiert, die individuelle Schöpfer bevorzugt. In diesem System wird ein Werk nur geschützt, wenn es von einer Person zu einem bestimmten Zeitpunkt geschaffen wurde und originell genug ist, um als neu zu gelten. Traditionelle Künste sind jedoch meist das Ergebnis vieler Menschen, die über viele Jahre hinweg zusammengearbeitet und ein Design langsam und sorgfältig verbessert haben. Da sie nicht dem Modell des „individuellen Autors“ entsprechen, behandelt das Gesetz sie so, als gehörten sie niemandem, was sie frei für jeden macht, der sie nehmen möchte. Dies wird als eine Form des „Datenkolonialismus“ beschrieben, bei dem das Rohmaterial menschlicher Kultur aus dem Globalen Süden genommen wird, um die Technologie des Globalen Nordens anzutreiben, ohne dass die ursprünglichen Schöpfer irgendeinen Nutzen daraus ziehen. Die Studie legt nahe, dass dies kein Zufall ist, sondern ein struktureller Fehler, der die Muster der Vergangenheit fortsetzt.
Um dies zu beheben, schlägt das Papier einen neuen Satz von Regeln vor, der auf der Idee der „kulturellen Souveränität“ basiert. Dieses Konzept bedeutet, dass die Gemeinschaften, die diese Traditionen halten, die Macht haben sollten, zu entscheiden, wie ihre Kultur verwendet wird. Der Autor schlägt drei wesentliche Änderungen vor. Erstens sollte das Recht zur Lizenzierung der Nutzung dieser Künste bei den Gemeinderäten liegen, nicht bei der Regierung. Zweitens muss jedes Unternehmen, das diese traditionellen Designs nutzen möchte, um eine KI zu trainieren, eine „freie, vorherige und informierte Zustimmung“ einholen. Das bedeutet, sie müssen mit der Gemeinschaft sprechen, genau erklären, was sie planen, und ein klares Ja erhalten, bevor sie fortfahren. Drittens muss, wenn die KI etwas Wertvolles unter Verwendung dieser Designs erschafft, ein Teil des Geldes an die Gemeinschaft zurückfließen, um deren Kultur zu bewahren und zukünftige Generationen zu unterstützen. Der Vorschlag fordert auch von Unternehmen Transparenz darüber, welche Daten sie verwendet haben, um ihre KI zu trainieren, damit die Gemeinschaften sehen können, ob ihre Kunst einbezogen wurde.
Die Studie schließt mit dem Argument, dass Indonesien in einer einzigartigen Position ist, um der Welt bei der Lösung dieses Problems voranzugehen. Da das Land über eine so große Vielfalt an traditionellen Künsten verfügt und bereits Gesetze zur Anerkennung kollektiven Eigentums besitzt, kann es ein Modell schaffen, dem andere Nationen folgen könnten. Der Autor argumentt, dass es nicht ausreicht, die bestehenden Gesetze lediglich anzupassen; die gesamte Art und Weise, wie wir über das Eigentum an Kultur denken, muss sich ändern. Indem man die Gemeinschaften in die Verantwortung nimmt und sicherstellt, dass sie auch von der Nutzung ihres Erbes profitieren, könnte Indonesien helfen, ein faireres System für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu schaffen. Dies würde sicherstellen, dass die reiche Kulturgeschichte der Nation nicht nur eine kostenlose Ressource für Maschinen ist, sondern eine lebendige Tradition, die mit der Unterstützung der Menschen, die sie geschaffen haben, weiterhin gedeiht.
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