Association Between Sleep Quality, Sleep Duration and Anxiety Among Secondary School Students in Aden, Yemen: A Cross- Sectional Study
Diese Querschnittsstudie unter 483 Sekundarschülern in Aden, Jemen, offenbart alarmierend hohe Raten an schlechter Schlafqualität (68,3 %) und klinischer Angst (43,9 %), was eine signifikante positive Assoziation zwischen den beiden Zuständen aufzeigt und das weibliche Geschlecht, den Besuch einer öffentlichen Schule sowie höhere Angstwerte als unabhängige Prädiktoren für schlechten Schlaf identifiziert.
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Technisches Resümee: Zusammenhang zwischen Schlafqualität, Schlafdauer und Angstzuständen bei Sekundarschülern in Aden, Jemen
Problemstellung
Schlafqualität und Schlafdauer sind entscheidende Determinanten der adolescenten Gesundheit und beeinflussen die Neuroentwicklung, die kognitive Funktion und das psychische Wohlbefinden. Während globale Belege einen Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und psychischen Störungen aufzeigen, sind Daten über jugendliche in Jemen – eine Bevölkerungsgruppe, die mit einzigartigen Stressfaktoren wie lang anhaltender politischer Instabilität, wirtschaftlichem Zusammenbruch und bewaffnetem Konflikt seit 2014 konfrontiert ist – noch spärlich vorhanden. Die humanitäre Krise in Jemen hat zu weit verbreiteter Vertreibung, Ernährungsunsicherheit und unterbrochenen wesentlichen Dienstleistungen geführt, was Schlafstörungen und Angstzustände potenziell verschlimmert. Diese Studie adressiert die Forschungslücke durch die Untersuchung der Prävalenz von schlechter Schlafqualität und klinischer Angst unter Sekundarschülern in Aden, Jemen, sowie die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen diesen Zuständen sowie soziodemografischen und Lebensstilfaktoren.
Methodik
- Studiendesign und Setting: Es wurde eine schulbasierte Querschnittsstudie im Gouvernement Aden, Jemen, von März bis Juli 2026 durchgeführt.
- Teilnehmer: Die Studie umfasste 483 Sekundarschüler (Klassen 10–12), die mittels eines mehrstufigen, geschichteten Cluster-Sampling-Verfahrens ausgewählt wurden. Die Stichprobe beinhaltete sowohl öffentliche (60,7 %) als auch private (39,3 %) Schulen.
- Instrumente: Die Datenerhebung erfolgte mittels eines selbstverwalteten, strukturierten Fragebogens in arabischer Sprache, bestehend aus:
- Soziodemografie und Lebensstil: Alter, Geschlecht, Schulart, Wohnort, Familieneinkommen, Lebensbedingungen, Erwerbsstatus, Rauchen, Qat-Kauen und Shammah-Konsum.
- Schlafqualität: Die validierte arabische Version des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI). Eine schlechte Schlafqualität wurde als ein globaler PSQI-Score > 5 definiert. Die Skala wies eine akzeptable interne Konsistenz auf (Cronbachs α = 0,79).
- Angstzustände: Die validierte arabische Version der Generalized Anxiety Disorder-7 (GAD-7) Skala. Klinische Angst wurde als ein Score ≥ 10 definiert. Die Skala wies eine exzellente interne Konsistenz auf (Cronbachs α = 0,88).
- Statistische Analyse: Die Analysen wurden mit IBM SPSS Statistics v26.0 und R v4.3.2 durchgeführt. Zu den Methoden gehörten deskriptive Statistiken, Chi-Quadrat-Tests, Spearman-Korrelationen und multivariable logistische Regression (binär und ordinal), um unabhängige Prädiktoren zu identifizieren. Aufgrund nicht-normalverteilter PSQI- und GAD-7-Scores wurden nichtparametrische Tests verwendet.
Zentrale Ergebnisse
- Prävalenz:
- Schlechte Schlafqualität: 68,3 % (n=330) der Schüler wiesen eine schlechte Schlafqualität auf.
- Klinische Angstzustände: 43,9 % (n=212) erfüllten die Kriterien für klinische Angst (GAD-7 ≥ 10).
- Schlafdauer: Die mittlere Schlafdauer betrug 6,8 ± 1,4 Stunden. Nur 32,5 % der Schüler schliefen mehr als 7 Stunden, während 5,6 % weniger als 5 Stunden schliefen.
- Assoziationen:
- Schlafqualität und Angstzustände: Es wurde eine statistisch signifikante positive Assoziation zwischen schlechter Schlafqualität und höheren Angstwerten gefunden (χ² = 21,76, p = 0,009).
- Schlafdauer und Angstzustände: Es wurde eine signifikante negative Korrelation zwischen der Schlafdauer und den Angstwerten beobachtet (Spearman's r = -0,21, p = 0,002), was darauf hindeutet, dass eine kürzere Schlafdauer mit höheren Angstzuständen korreliert. Schüler, die weniger als 5 Stunden schliefen, hatten die höchsten mittleren GAD-7-Werte (12,1 ± 5,8).
- Soziodemografische Faktoren:
- Geschlecht: Weibliche Schüler hatten eine signifikant höhere Prävalenz von schlechter bis schwerer Schlafqualität (p < 0,001) und eine signifikant kürzere Schlafdauer im Vergleich zu männlichen Schülern (p = 0,041).
- Schulart: Schüler öffentlicher Schulen hatten eine signifikant höhere Prävalenz schlechter Schlafqualität im Vergleich zu Schülern privater Schulen (p < 0,001).
- Lebensbedingungen: Schüler, die nur mit einem Elternteil (Vater oder Mutter) lebten, zeigten signifikant höhere Angstwerte (p = 0,042).
- Prädiktoren:
- Multivariable logistische Regression (Schlechte Schlafqualität): Zu den unabhängigen Prädiktoren gehörten weibliches Geschlecht (aOR = 0,57), der Besuch einer Privatschule (aOR = 0,60) und höhere GAD-7-Werte (aOR = 1,07 pro Punktsteigerung).
- Ordinale logistische Regression (Angstschweregrad): Schlechte Schlafqualität wurde als stärkster Prädiktor für einen höheren Schweregrad der Angstzustände identifiziert (aOR = 1,73, p = 0,007).
Zentrale Beiträge und Behauptungen zur Signifikanz
- Erste empirische Evidenz: Diese Studie beansprucht, die erste umfassende Untersuchung zu sein, welche die Triade aus Schlafqualität, Schlafdauer und Angstzuständen unter Sekundarschülern in Aden, Jemen, bewertet, und liefert damit neue epidemiologische Daten aus einer von Konflikten betroffenen, unterrepräsentierten Population.
- Kontextuelle Relevanz: Die Ergebnisse unterstreichen die alarmierend hohe Prävalenz von Schlaf- und Angststörungen in einem Umfeld, das durch chronische Instabilität und Ressourcenknappheit gekennzeichnet ist. Die Autoren legen nahe, dass diese Raten die kumulativen Auswirkungen von Konfliktexposition, wirtschaftlicher Notlage und unterbrochenen Dienstleistungen widerspiegeln.
- Zusammengehörigkeit: Die Studie etabliert eine signifikante bidirektionale Beziehung zwischen Schlafstörungen und Angstzuständen in dieser Demografie und verstärkt damit die Notwendigkeit integrierter Interventionen.
- Politische Implikationen: Die Autoren plädieren für dringende, koordinierte Interventionen unter Einbeziehung von politischen Entscheidungsträgern, Schulen und Gesundheitsdienstleistern. Spezifische Empfehlungen umfassen die Integration von Schlafhygiene-Schulungen in die Lehrpläne, die Einrichtung von schulbasierten Screenings zur psychischen Gesundheit sowie die Entwicklung nationaler Leitlinien, die die sozialen Determinanten der Gesundheit (Armut und Konflikt) in Jemen berücksichtigen.
Limitierungen
Die Autoren räumen mehrere Einschränkungen ein:
- Kausalität: Das Querschnittsdesign verhindert die Feststellung kausaler Beziehungen oder zeitlicher Abfolgen zwischen Schlaf und Angstzuständen.
- Messfehler: Die Abhängigkeit von Selbstberichtsmaßen (PSQI und GAD-7) führt zu potenziellen Recall-Biases (Erinnerungsfehlern) und Social-Desirability-Biases (soziale Erwünschtheitsfehlern).
- Generalisierbarkeit: Die Studie war auf das Gouvernement Aden beschränkt; die Ergebnisse sind möglicherweise nicht repräsentativ für andere Regionen des Jemen.
- Nicht gemessene Störvariablen: Variablen wie detaillierte Traumata-Exposition, spezifische Substanzgebrauchsmuster und Familienkonflikte wurden nicht vollständig erfasst.
- Objektive Daten: Der Mangel an objektiven Schlafmaßen (z. B. Aktigraphie) wird angemerkt, da sich die Studie auf subjektive Einschätzungen stützte.
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