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Asymmetric Curricular Securitisation: Language Policy and the Patriotic Turn in Hong Kong’s Primary Curriculum Reform

Diese Arbeit verwendet korpusgestützte kritische Diskursanalyse, um zu zeigen, dass der ideologische Wandel in Hongkong nach 2019 eine „asymmetrische curriculare Verrechtlichung“ in der Primarstufe hervorgebracht hat, wobei das chinesische Curriculum durch substanzielles kulturelles Erbe ein monolithisches nationales Subjekt konstruiert, während das englische Curriculum durch ermölichende Modalität und neu importiertes patriotisches Vokabular ein „global-nationales“ Subjekt fördert, wodurch letztlich Kantonesisch ausgelöscht und ein differenzierter, sprachspezifischer Mechanismus der Politikumsetzung offenbart wird.

Ursprüngliche Autoren: Catherine Shee-hei Wong

Veröffentlicht 2026-09-07
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Ursprüngliche Autoren: Catherine Shee-hei Wong

Originalarbeit lizenziert unter CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Dies ist eine KI-generierte Erklärung des untenstehenden Papers. Sie wurde nicht von den Autoren verfasst oder gebilligt. Für technische Genauigkeit konsultieren Sie das Originalpaper. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

In der Welt der Bildung sind die Bücher und Leitfäden, die Lehrkräften vorschreiben, was sie lehren sollen, mehr als nur Listen von Themen; sie sind Blaupausen dafür, wie Kinder lernen, die Welt zu sehen. Diese Dokumente entscheiden darüber, welche Wörter wichtig sind, welche Geschichten es wert sind, erzählt zu werden, und welche Art von Person ein Schüler werden soll. In Hongkong, einem Ort, an dem Englisch und Chinesisch beide Amtssprachen sind, dienten diese Leitfäden lange Zeit einem doppelten Zweck: Englisch wurde als Schlüssel zu globalen Chancen und zum Geschäft gesehen, während Chinesisch das Gefäß für das kulturelle Erbe und die nationale Identität war. Jahrzehntelang schien diese Anordnung stabil zu sein, eine praktische Methode, um eine Gesellschaft mit tiefen lokalen Wurzeln und globalen Verbindungen zu verwalten. Jüngste politische Veränderungen haben jedoch den Boden unter diesen Fächern verschoben. Ein neuer Satz von Gesetzen und Bildungsrahmen hat einen starken Fokus auf nationale Sicherheit und Patriotismus eingeführt und verlangt von den Schulen, diese Themen in jeden Teil des Lernens einzubinden. Die Frage für die Forscher wurde einfach, aber tiefgreifend: Wenn eine Regierung eine solche Änderung verlangt, geschieht dies bei jeder Sprache auf die gleiche Weise, oder verändert die Sprache selbst die Art und Weise, wie die Botschaft vermittelt wird?

Eine Forscherin an der Hong Kong Metropolitan University setzte sich zum Ziel, dies zu beantworten, indem sie die offiziellen Leitfäden untersuchte, die für Primarschüler verwendet werden. Sie verglich den Leitfaden für die chinesische Sprache aus dem Jahr 2023 mit dem brandneuen Leitfaden für die englische Sprache aus dem Jahr 2025, was das erste Mal war, dass ein englischer Leitfaden speziell nur für Primarschulen geschrieben wurde. Um dies zu tun, las sie nicht nur die Seiten; sie nutzte Computerwerkzeuge, um jedes Wort zu zählen, und suchte nach Mustern darin, wie oft bestimmte Ideen vorkamen, wie Sätze aufgebaut waren und welche Wörter gänzlich fehlten. Sie untersuchte über 33.000 chinesische Schriftzeichen und mehr als 75.000 englische Wörter, um nach Anzeichen dafür zu suchen, wie der neue politische Fokus auf nationale Sicherheit und patriotische Werte in den Lehrplan eingeschrieben worden war. Das Ziel war zu sehen, ob das Fach Englisch, das traditionell mit globalem Denken und kritischer Hinterfragung assoziiert wird, einfach den Ansatz des chinesischen Fachs kopiert hatte oder ob es diese neuen Ideen auf eine völlig andere Weise absorbiert hatte.

Die Studie ergab, dass die neuen politischen Ideen tatsächlich in den englischen Lehrplan eingegangen sind, aber sie trafen nicht in der gleichen Form ein wie im chinesischen. Im chinesischen Leitfaden ist der Fokus auf nationale Identität und Kultur tief in das Gewebe des Fachs eingewoben. Die verwendete Sprache ist direkt und gebietend; sie sagt den Schülern, was sie tun müssen und was sie lernen sollten. Der Text ist erfüllt von Verweisen auf die chinesische Kultur als ein einzelnes, einheitliches Erbe, das die Schüler aufnehmen und weiterführen sollen. Es ist ein Fach, in dem der Schüler als jemand positioniert wird, der von einer starken, leitenden Hand geformt wird, um ein moralischer Mensch innerhalb einer spezifischen nationalen Tradition zu werden.

Im Gegensatz dazu erzählt der englische Leitfaden eine andere Geschichte, obwohl er nun dieselbe neue Vokabeln über die nationale Sicherheit enthält. Der englische Leitfaden wird nicht gebietend; stattdessen bleibt er ermutigend und zulassend. Er verwendet Wörter, die suggerieren, dass Schüler explorieren können, sich entwickeln können und wählen können. Die neuen patriotischen Begriffe wie „nationale Sicherheit“ und „patriotisch“ erscheinen im Text, aber sie werden wie eine Schicht über einen Lehrplan gelegt, der sich weiterhin auf Fähigkeiten, globales Bürgertum und individuelle Handlungsfähigkeit konzentriert. Es ist, als hätte der englische Leitfaden seine ursprüngliche Persönlichkeit – freundlich und offen für die Welt – beibehalten, aber eine neue Jacke angezogen, die Loyalität gegenüber der Nation signalisiert. Die Forscher stellten fest, dass der chinesische Leitfaden den Schülern sagt, dass sie eine bestimmte kulturelle Identität kultivieren müssen, während der englische Leitfaden den Schülern sagt, dass sie globale Bürger mit Fähigkeiten sein können, die zufällig auch bestimmte nationale Werte vertreten.

Dieser Unterschied schafft eine Spaltung in der Art des Schülers, den der Lehrplan aufzubauen versucht. Durch Chinesisch wird der Schüler als ein moralisches Mitglied einer Nation konstruiert, das tief mit einer geteilten kulturellen Vergangenheit verbunden ist. Durch Englisch wird der Schüler als ein fähiges, unabhängiges Individuum konstruiert, das in der Lage ist, sich in der Welt zu bewegen, aber auch an nationale Regeln gebunden ist. Die Studie deckte auch auf, was fehlte. Die lokale Sprache Hongkongs, Kantonesisch, die im älteren englischen Leitfaden noch einige Male erwähnt wurde, ist in der Version von 2025 vollständig verschwunden. Gleichzeitig fehlen Begriffe im Zusammenhang mit Demokratie, Menschenrechten und der spezifischen Identität, ein „Hongkonger“ zu sein, in beiden Leitfäden. Dieses Schweigen ist kein Zufall; es ist ein konsistentes Muster, bei dem bestimmte Themen einfach nicht benannt werden, wodurch der neue nationale Fokus als der einzig natürliche Weg erscheint, die Welt zu betrachten.

Die Forscherin argumentiert, dass dies kein Fall ist, in dem die beiden Fächer identisch werden. Stattdessen handelt es sich um eine „asymmetrische Verrechtlichung“ (asymmetric securitisation). Das bedeutet, dass die Botschaft der nationalen Sicherheit über den Lehrplan verteilt wird, wobei die unterschiedlichen Rollen der beiden Sprachen respektiert werden. Die Erbsprache, Chinesisch, trägt das schwere, substanzielle Gewicht der nationalen Identität und der kulturellen Formung. Die Weltsprache, Englisch, trägt die Botschaft als einen Rahmen oder eine Grenze um ihren üblichen Fokus auf Fähigkeiten und Chancen. Der englische Leitfaden ist nicht zu einem Abbild des chinesischen geworden; er ist zu einem Hybrid geworden, bei dem die Freiheit zu denken und zu explorieren noch vorhanden ist, aber nun innerhalb eines engeren, neu definierten Satzes nationaler Werte operiert.

Dieses Ergebnis deutet darauf an, dass Regierungen, wenn sie ändern, was in Schulen gelehrt wird, nicht einfach dieselbe Botschaft auf jedes Fach stempeln. Sie nutzen die bestehenden Stärken und die Geschichte jeder Sprache, um die Botschaft auf eine Weise zu vermitteln, die sich natürlich für das jeweilige Fach anfühlt. In Hongkong bedeutet dies, dass die nationale Erzählung durch die tiefen, kulturellen Wurzeln des Chinesischen erzählt wird, während die globale Erzählung durch die anpassungsfähige, kompetenzbasierte Natur des Englischen erzählt wird, wobei die neuen politischen Anforderungen behutsam auf beide aufgepfropft wurden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass diese Methode es ermöglicht, dass die neue Ideologie über den gesamten Lehrplan verbreitet wird, ohne dass jedes Fach gleich klingen muss, wodurch ein System entsteht, in dem ein Schüler in einer Sprache lernt, ein nationaler Bürger zu sein, und in einer anderen, ein globaler Bürger zu sein – beide unter demselben übergeordneten politischen Rahmen.

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